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Jehova auf seinem heiligen Berg dienenDer Wachtturm 1982 | 1. Februar
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von mir. Damals gab es noch keine Lautsprecheranlagen. Glücklicherweise hatte das Palais des Fêtes in Straßburg eine ausgezeichnete Akustik, denn die Zuhörerzahl betrug Abend für Abend etwa 1 800. Unser Geigenspieler, Charles Rohner, trug viel zum Erfolg dieser Vorführungen bei. Er wurde später auch ins Bethel Brooklyn gerufen, wo er sein musikalisches Talent entfalten konnte, indem er die von der Wachtturm-Radiostation WBBR ausgestrahlten Programme mit seiner Kunst bereicherte.
Die Bewohner des Großherzogtums Luxemburg mußten auch aufgefordert werden, Jehova auf seinem heiligen „Berg“ anzubeten. Es gelang mir, das Photo-Drama in den Städten Luxemburg, Esch und Differdange vorzuführen und in fünf anderen Orten Vorträge zu halten. Aber ich konnte nicht regelmäßig nach Luxemburg fahren, weil es von Straßburg aus zu weit war. Schließlich vereinbarten wir mit deutsch sprechenden Brüdern aus dem nahe gelegenen Trier, daß sie sich des Werkes dort annahmen.
Im August 1925 und dann noch einmal im Frühjahr 1926 wurde ich beauftragt, als Pilgerbruder die Versammlungen in der Ostschweiz zu besuchen. In jener Zeit lernte ich meine spätere Frau, Antoinette, kennen. Aber ich wollte trotz Heirat im Vollzeitdienst bleiben. Zur rechten Zeit zeigte sich eine Lösung. Im Mai 1926 wurde jemand benötigt, der die Aufsicht des Büros und des Literaturdepots der Gesellschaft in Lens (Nordfrankreich) übernahm. Ich wurde zuerst allein dorthin geschickt, und später, im Jahre 1927, heiratete ich Antoinette. Sie zog zu mir nach Lens, führte den Haushalt und kochte, half aber außerdem im Büro, wo noch Bruder François Jankowski arbeitete. Er erledigte die Korrespondenz mit den polnischen Brüdern in Nordfrankreich.
„AUF DEN BERGEN“ DER ANBETUNG JEHOVAS IN SICHERHEIT
Im Jahre 1928 wurde unser erstes Kind, Daniel, geboren und ein Jahr darauf Frédy. Nun wurde es für mich notwendig, eine weltliche Arbeit zu suchen, damit ich meine Familie ernähren konnte (1. Tim. 5:8). Die große Frage war: „Wohin ziehen?“ Sollten wir in die Schweiz zurückkehren, in die Alpen, die ich so liebte, oder sollten wir in Frankreich bleiben, wo wir anscheinend nötiger gebraucht wurden?
Wir entschlossen uns, uns im Gebiet von Paris niederzulassen, wo es zu jener Zeit nur eine Handvoll Königreichsverkündiger gab. Und hier wohnen wir noch heute, über 50 Jahre später. Antoinette (Mimi) und ich bemühen uns, Jehova auf seinem heiligen „Berg“ treu zu dienen, obschon unsere Kräfte etwas nachgelassen haben. Auch freuen wir uns, daß einige unserer Kinder und Enkel dasselbe tun.
Welch ein langer, steiler „Anstieg“ es doch war von 1915 bis 1982! Aber während all dieser Jahre haben Jehova und seine Organisation unter seinem Sohn Christus Jesus mir beigestanden. Jetzt, wo ich mich dem Ende meines irdischen Daseins nähere, möchte ich dem „treuen und verständigen Sklaven“ gegenüber meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen für die wunderbaren geistigen Vorkehrungen, durch die uns — mir und allen Mitchristen in der ganzen Welt — stets geholfen wird, die für die mühsame Arbeit und für die Überwindung von Hindernissen erforderliche geistige Kraft zu erhalten (Mat. 24:45 bis 47). Wie Habakuk in alter Zeit, so kann auch ich sagen: „Der Souveräne Herr [Jehova] gibt mir Kraft. Er macht meine Schritte sicher wie die eines Hirsches und hält mich auf den Bergen in Sicherheit“ (Hab. 3:19, Today’s English Version).
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‘Zehn Frauen werden in einem Ofen Brot backen’Der Wachtturm 1982 | 1. Februar
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‘Zehn Frauen werden in e i n e m Ofen Brot backen’
ZU DEM Unglück, das über Israel kommen sollte, wenn es untreu wäre, gehörte das, was in 3. Mose 26:26 mit folgenden Worten erwähnt wird: „Dann werden zehn Frauen tatsächlich euer Brot in nur e i n e m Ofen backen.“ Unter normalen Umständen brauchte jede Frau einen Ofen, um das nötige Brot zu backen. Die Worte in 3. Mose 26:26 wiesen jedoch auf die Zeit hin, in der nur so wenig Nahrung erhältlich wäre, daß für 10 Frauen ein einziger Ofen genügen würde, um all ihr Brot zu backen.
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