Ein Maurer beharrt beim Predigen
In Nordost-Finnland, wo religiöse Bigotterie herrscht, ist gegen Jehovas Zeugen viel Unduldsamkeit und Vorurteil bekundet worden. Die öffentlichen Schulen sind geradezu Bollwerke der falschen Religion geworden, und Jehovas Zeugen konnten keine Schulsäle mieten, um ihre öffentlichen Bibelvorträge abzuhalten. Kürzlich löste ein Zeuge Jehovas, der Pionier-Prediger ist, das Problem, wenigstens soweit es e i n e dieser Schulen betraf.
Gleichwie der Apostel Paulus Zelte machte, um nicht anderen zur Last zu fallen, so betätigt sich dieser Evangeliumsdiener als Maurer. Es wurde ihm Arbeit in einer Schule angeboten, die wiederholt die Bitte der Zeugen Jehovas um ihren Saal abgewiesen hatte. Der ziegelsteinlegende Prediger erwiderte, er leiste gern Maurerarbeit, sofern sie ihn im Schulsaal einen biblischen Vortrag halten ließen. Die Schulkommission kam zusammen, besprach die Sache und beschloß schließlich, daß, wenn der Maurer das Wort Gottes predigen wolle, ihre religiöse Tradition verlange, daß sie ihm die Erlaubnis dazu gäben, und er könne das Thema für seine Predigt selbst wählen. Zwei Wochen später war der Saal, der 200 Sitzplätze hat, gedrängt voll von Ortsansässigen, die den Pionier-Prediger über das Thema sprechen hörten: „Ist die Bibel heute für uns praktisch?“ Als der Vortrag zu Ende war, hörte man, wie jemand der Anwesenden respektvoll sagte: „Und zu denken, daß dieser junge Prediger gleichzeitig Maurer an unserer Schule ist!“