Freitag, 21. Juni
An dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben (1. Mo. 2:17)
Alles Leben auf der Erde hat ein Ende. Nur für die Menschen hatte Jehova etwas anderes im Sinn. Sie hätten nie sterben müssen. Wir haben von Natur aus den starken Wunsch, am Leben zu bleiben. Wie die Bibel sagt, hat Jehova uns „die Ewigkeit ins Herz gelegt“ (Pred. 3:11). Deshalb ist der Tod für uns ein Feind (1. Kor. 15:26). Wenn wir schwer krank werden, nehmen wir das nicht einfach so hin und geben auf. Normalerweise suchen wir ärztliche Hilfe. Wir tun in einem vernünftigen Rahmen alles uns Mögliche, um am Leben zu bleiben. Und wenn jemand, den wir lieben, stirbt, ob alt oder jung, empfinden wir einen tiefen, lang anhaltenden Schmerz (Joh. 11:32, 33). Unser liebevoller Schöpfer hätte uns bestimmt nicht den Wunsch und die Kapazität gegeben, für immer zu leben, wenn er kein ewiges Leben für uns vorgesehen hätte. w22.12 3 Abs. 5; 4 Abs. 7
Samstag, 22. Juni
Eure ganze Bruderschaft in der Welt macht die gleiche Art Leiden durch (1. Pet. 5:9)
In der schwierigen Zeit von heute sind viele unserer Brüder und Schwestern krank, verängstigt oder einsam. Bleib mit ihnen in Kontakt. Eine Epidemie mag es erforderlich machen, dass wir zu ihnen Abstand halten. Dann geht es uns vielleicht so wie dem Apostel Johannes, der seinen Freund Gajus persönlich sehen wollte (3. Joh. 13, 14). Eine Zeit lang ging das allerdings nicht. Deshalb nutzte er eine Möglichkeit, die ihm offenstand, und schrieb ihm einen Brief. Wenn du deine Brüder und Schwestern nicht besuchen kannst, könntest du mit ihnen anderweitig in Verbindung bleiben. Dann fühlst du dich nicht so allein und bist innerlich ruhiger. Wende dich in besonders schlimmen Momenten an die Ältesten und lass dir von ihnen Mut machen (Jes. 32:1, 2). w22.12 17 Abs. 6-7
Sonntag, 23. Juni
Er [Josephs Herr] ließ Joseph festnehmen und ins Gefängnis bringen, wo die Gefangenen des Königs inhaftiert waren (1. Mo. 39:20)
Die Bibel deutet an, dass Joseph zeitweise Fesseln am Hals und an den Füßen hatte (Ps. 105:17, 18). Seine Lage hatte sich noch einmal dramatisch verschlechtert. Aus einem Sklaven, der großes Vertrauen genoss, wurde ein bemitleidenswerter Gefangener. Warst du schon mal in einer schwierigen Situation, in der trotz deiner vielen Gebete alles nur noch schlimmer wurde? Das kann passieren. Jehova schirmt uns in dieser von Satan beherrschten Welt nicht vor Prüfungen ab (1. Joh. 5:19). Doch eins ist sicher: Jehova weiß genau, was du durchmachst, und du bist ihm wichtig (Mat. 10:29-31; 1. Pet. 5:6, 7). Er hat versprochen: „Ich werde dich nie verlassen und dich nie im Stich lassen“ (Heb. 13:5). Jehova kann dir helfen, die Situation zu ertragen, selbst wenn sie ausweglos erscheint. w23.01 16 Abs. 7-8