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Die Demokratie kehrt zu ihrer „Wiege“ zurückErwachet! 1975 | 22. Oktober
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statt. So konnten insgesamt 11 644 Zeugen die besondere Veranstaltung miterleben, bei der zwei Mitglieder ihrer leitenden Körperschaft aus Brooklyn (New York, USA) sprachen.
Es braucht nicht hervorgehoben zu werden, daß die Zeugen Jehovas in Griechenland begeistert waren. Zum erstenmal nach über sieben Jahren konnten sie sich durch Jehovas Hilfe und den Wechsel von einer Militärdiktatur zur Demokratie wieder frei versammeln. Doch auch während des Verbots waren die Zeugen nicht untätig. Sie setzten ihr Predigtwerk Jahr um Jahr eifrig fort (Jes. 54:17).
Gegenwärtig ist es den Zeugen Jehovas in Griechenland unter der demokratischen Regierung gestattet, öffentliche Vorträge abzuhalten. Man hofft, auch bald eigene Stätten der Anbetung, die als „Königreichssäle“ bekannt sind, errichten zu dürfen. Ebenfalls geplant wird die Erweiterung ihrer Druckerei, um mit der steigenden Nachfrage nach biblischer Literatur in Griechenland Schritt zu halten. Da die Regierung jetzt eine neue Verfassung vorbereitet, in der die Menschenrechte geschützt sind, hoffen Jehovas Zeugen, daß auch die Frage der Registrierung ihrer Eheschließungen noch gelöst werden wird.
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Ist Gott an der Umweltverschmutzung schuld?Erwachet! 1975 | 22. Oktober
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Ist Gott an der Umweltverschmutzung schuld?
EINE Gruppe hoch aufragender Mammutbäume; ein dunkler Regenwald; ein gewaltiger blauer Ozean, der gegen die felsige Küste donnert; eine Wüste im Frühling, die von einem Blumenteppich bedeckt ist; ein Gebirgszug schneeweißer Gipfel, die sich aus den dunkelgrünen Wäldern erheben und sich in den blauen Seen spiegeln — das sind Szenen, die einst dem staunenden Betrachter den ehrfürchtigen Ausruf entlockten: „Das ist Gottes Land!“
Heute ist eine neue Generation herangewachsen, die sich die schmutzige braune Luft ansieht, die Flüsse, die mit Industrieabfällen verseucht sind, die toten Seen, den vergifteten Boden, die Elendsviertel der Großstädte, die großen Müllabladeplätzen gleichen, und sagt: „Das ist Gottes Land.“
Die Umweltverschmutzung, sagen sie, sei Gottes Fehler. Ihre Beschuldigung stützen sie auf die Äußerung, die in 1. Mose 1:28 zu finden ist, wo es heißt: „Auch segnete Gott sie, und Gott sprach zu ihnen: ,Seid fruchtbar und werdet viele und füllet die Erde und unterwerft sie euch, und haltet euch die Fische des Meeres und die fliegenden Geschöpfe der Himmel untertan und jedes lebende Geschöpf, das sich auf der Erde regt.‘“
Dieser Auftrag Gottes sei der Ursprung der Umweltverschmutzung, behauptet der britische Historiker Arnold J. Toynbee in einem Artikel, der im Sommer 1973 in der Zeitschrift Horizon erschien und Anfang 1974 in der Zeitschrift Das Beste nachgedruckt wurde. Der Artikel war betitelt: „Vom Ursprung der Umweltverschmutzung“. Toynbee ist nur einer der letzten in einer langen Reihe von Anklägern.
Lynn White jr. schrieb in dem Artikel „Die historischen Wurzeln unserer ökologischen Krise“, der in der Zeitschrift Science vom 10. März 1967 veröffentlicht wurde: „Dadurch, daß das Christentum den heidnischen Animismus zerstörte, wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, daß die Natur mit völliger Gleichgültigkeit ausgebeutet wurde.“ Er behauptete, das Christentum trage eine gewaltige Schuld an der sich verschlimmernden ökologischen Krise.
Whites Artikel wurde in das Buch The Environmental Handbook aufgenommen, das im Jahre 1970 von den „Freunden der Erde“ verfaßt wurde. Im gleichen Jahr veröffentlichte der Sierra Club sein Handbuch Ecotactics, und dort hieß es auf Seite 82 und 83: „Der Mensch hat sich in seinen Bestrebungen bisher von dem Gott der Genesis leiten lassen. Meistens sind wir stolz darauf gewesen, daß wir uns den Planeten unterworfen haben. Jetzt stellen wir fest, daß unsere Bestrebungen fehlgeleitet wurden und zerstörerisch waren.“
Ian McHarg, der an der Universität von Pennsylvanien lehrt, schrieb in seinem Buch Design with Nature, das 1971 veröffentlicht wurde: „In der Tat, wenn jemand einen Freibrief für diejenigen sucht, die die Radioaktivität erhöhen, Kanäle und Häfen mit Hilfe von Atombomben schaffen, hemmungslos Giftgase anwenden oder für eine Bulldozermentalität eintreten möchten, dann gibt es keine bessere Aufforderung als diesen Text (1. Mose 1:28). Hier kann man die Erlaubnis und die Aufforderung finden, die Natur zu besiegen — den Feind, die Bedrohung für Jehova.“ Viele weitere, darunter einige Geistliche, schließen sich der Anklage an, Gott sei an der Umweltverschmutzung schuld.
Die entscheidende Frage lautet: Gab Gott, als er das erste Menschenpaar beauftragte, sich die Erde zu unterwerfen und über die Tiere zu herrschen, dadurch „Adam und Eva die Erlaubnis, damit zu machen, was sie wollten“, wie Toynbee behauptet? War das Jehovas Vorsatz? Oder hatte Gott vorgesehen, daß der Mensch, der in Gottes Bild und Gleichnis erschaffen worden war, der Hüter der Erde oder ihr Verwalter sein sollte, und das nicht nur zum eigenen Nutzen, sondern auch zum Nutzen der Pflanzen- und Tierwelt? Wer vernünftig ist, wird sich zunächst über die Tatsachen informieren, statt leichtsinnig Beschuldigungen zu erheben, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Die Bibel warnt uns: „Eine Frage zu beantworten, bevor man sie ganz gehört hat, ist sowohl töricht als auch beleidigend“ (Spr. 18:13, New English Bible).
Gott nimmt auf Pflanzen und Tiere Rücksicht
Als der Mensch in den Garten Eden gesetzt wurde, erhielt er nicht die Erlaubnis, damit zu machen, was er wollte. Er durfte nur eingeschränkt schalten und walten. Wie die Bibel sagt, sollte er den Garten Eden ‘bebauen und ihn pflegen’. Die Pflanzen waren nicht nur für den Menschen gedacht. Sie wurden auch „jedem wildlebenden Tier der Erde und jedem fliegenden Geschöpf der Himmel und allem, was sich auf der Erde regt, in welchem Leben als eine Seele ist, ... zur Speise gegeben“ (1. Mose 2:15-17; 1:30).
Der Gesetzesbund, den Gott später der Nation Israel gab, zeigte, wie sich der Mensch die Erde „unterwerfen“ sollte. Er sollte sie nicht bis zum letzten ausbeuten, sondern jedes siebente Jahr sollte „ein Sabbat vollständiger Ruhe für das Land“ sein. Nichts, was in diesem Jahr wuchs, sollte geerntet werden. Es sollte den Armen überlassen bleiben sowie „deinem Haustier und dem Wild, das in deinem Lande ist“ (3. Mose 25:3-7).
Heute sind über achthundert Tierarten und Unterarten von der Ausrottung bedroht. Hat Gott das gewollt, als er dem Menschen den Auftrag gab, sich die Tierwelt untertan zu machen? Aus anderen Gesetzen, die Gott Israel gab, geht hervor, daß der Schöpfer Rücksicht auf Tiere nahm. Zum Beispiel durfte einem dreschenden Stier nicht das Maul verbunden werden, da er das Recht hatte, etwas von dem Getreide zu fressen. Ein Stier und ein Esel durften nicht zusammen an einen Pflug gespannt werden. Das wäre dem kleineren, schwächeren Tier gegenüber unfair gewesen. Wenn das Lasttier eines Nachbarn in Not war, mußte man ihm helfen, auch wenn man mit dem Besitzer verfeindet war und auch wenn es ein Sabbattag war (5. Mose 25:4; 22:10; 2. Mose 23:4, 5; Luk. 14:5).
Und wenn es in der Bibel heißt, daß Gott die Lilien des Feldes schöner und herrlicher gekleidet hat, als König Salomo gekleidet war, dann klingt das gewiß nicht so, als hätte Gott den Menschen die Erlaubnis gegeben, sie zu zerstören, nicht wahr? Wenn in heutigen Kriegen ganze Wälder entlaubt werden und eine „Strategie der verbrannten Erde“ verfolgt
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