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  • Sie wollen den Tod besiegen
    Erwachet! 1980 | 22. Juni
    • stirbt, gehen die Hinterbliebenen zu einem Medizinmann. Auch er erwartet Geld. Der Medizinmann wird als ein Vermittler zwischen den Lebenden und den Toten betrachtet. Der Verstorbene, so glaubt man, ist in das Land der Götter gegangen, und er wird mit einer Ehre überhäuft, die ihm vor seinem Tod nie zuteil wurde. Man hat große Furcht vor ihm, da man glaubt, daß er die Macht hat, den Lebenden zu schaden. Daher versucht man am Tage seines Begräbnisses, ihn durch ein besonderes Fest zu beschwichtigen.

      Die Zulu in Südafrika glauben, daß die Toten die Lebenden beschützen und ihnen helfen können. Um sich ihre Gunst zu erhalten, bringt man ihnen regelmäßig Opfer dar.

      Früher hatten in einigen Teilen Afrikas solche Ansichten zur Folge, daß sogar Menschen geopfert wurden. Wenn ein König oder Häuptling starb, wurden mit ihm einige seiner Diener beerdigt, die ihm im Geisterreich dienen sollten. In Ghana werden aus ähnlichen Gründen heute noch manche Tote mit Geld, Kleidung und anderen Gegenständen beerdigt.

      In der katholischen Kapelle St. Joseph in Montreal (Kanada) kaufen die Gläubigen lange Kerzen, um sie anzuzünden. Sie glauben, das sei eine Hilfe für die Seelen im Fegefeuer.

      Ja, für ihre Bemühungen, den Tod zu besiegen, bezahlen sie einen Preis — aber ist das notwendig? Um eine wirklich befriedigende Antwort zu erhalten, muß man wissen, was gemäß der Bibel der Tod eigentlich ist.

  • Was ist der Tod?
    Erwachet! 1980 | 22. Juni
    • Was ist der Tod?

      „ES GIBT eine Zufälligkeit hinsichtlich der Menschensöhne und eine Zufälligkeit hinsichtlich des Tieres, und dieselbe Zufälligkeit trifft sie. Wie der eine stirbt, so stirbt der andere“ (Pred. 3:19).

      Die Endgültigkeit des Todes zu akzeptieren ist im Falle eines Tieres leichter als bei einem Menschen. Demzufolge glauben viele, daß der Mensch eine unsterbliche Seele besitzt und aus diesem Grund über dem Tier steht.

      Was die Seele ist

      Doch die Bibel macht zwischen Mensch und Tier als „Seele“ keinen Unterschied. Das hebräische und das griechische Wort — in vielen Bibelübersetzungen mit „Seele“ und in anderen mit „Wesen“ wiedergegeben — werden sowohl auf den Menschen als auch auf das Tier angewandt. Lies bitte selbst nach, wie diese Wörter in 4. Mose 31:28, 1. Mose 1:20-24 und in Offenbarung 16:3 übersetzt sind.

      Die „Seele“ ist also keineswegs ein Geist innerhalb des Körpers von Geschöpfen — seien es Menschen oder Tiere, sie stellt das gesamte Geschöpf dar. Sie umfaßt den Körper und den Geist des Lebens (Pred. 3:21; 12:7).

      Das wird auch bei der Beschreibung der Erschaffung des Menschen angedeutet: „Jehova Gott ging daran, den Menschen aus Staub vom Erdboden zu bilden und in seine Nase den Odem des Lebens zu blasen, und der Mensch wurde eine lebende Seele“ (1. Mose 2:7; Einheitsübersetzung: „Wesen“). Die „Seele“ wurde also nicht in den menschlichen Körper eingepflanzt. Der Mensch wurde eine „Seele“, als sein Körper durch den Odem des Lebens belebt wurde. Der Mensch hat nicht eine Seele. Er ist eine Seele. Auch Tiere sind Seelen.

      Wie beim Tier, so besteht auch beim Menschen der Körper aus Milliarden von lebenden Zellen. Sie alle werden durch den „Geist des Lebens“ am Leben erhalten. Auf diesen „Geist“ oder diese „Lebenskraft“ bezieht sich die Bibel, wenn sie davon spricht, daß Mensch und Tier „nur e i n e n Geist“ haben (Pred. 3:19-21). Dieser Geist des Lebens wird im Körper durch die Atmung aufrechterhalten, und durch die Atmung wird der gesamte Organismus belebt.

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