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Nostradamus — wie glaubwürdig sind seine Schriften?Erwachet! 1981 | 8. November
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beruhen. Einige der Geschichten ... erscheinen zum erstenmal im 17. Jahrhundert, andere sogar noch später.“
In seinem Bemühen, die Zukunft vorauszusagen, verstrickte sich Nostradamus in die Horoskopie, die Magie, die Astrologie und in das heidnische Ritual der Beschwörung. H. C. Roberts, selbst „ein Erforscher des Okkulten“, schreibt in seinem Werk The Complete Prophecies of Nostradamus: „Die von Nostradamus angewandten Methoden und die von ihm erzielten Ergebnisse beim Voraussagen der Zukunft lagen zweifellos außerhalb physischer Grenzen. ... Kräfte, die wir heute unter dem Allgemeinbegriff ,außersinnliche Wahrnehmung‘ zusammenfassen.“
Allerdings waren viele gegen solche astrologischen Weissagungen. Whitmore sagt: „Die Schriften der frühen Kirchenväter ... enthalten wiederholt Verurteilungen derjenigen, die fortfuhren, sich altertümlicher, heidnischer Riten und Weissagungen unter dem Deckmantel des Christentums zu bedienen. Auch die frühen Konzile der Kirche sprachen sich gegen Astrologen, Zauberer und Vertreter der okkulten Wissenschaften aus. ... Das Konzil von Trient [zu Nostradamus’ Lebzeiten] legte in unmißverständlichen Worten fest, daß die Bischöfe in ihrer Diözese astrologische Voraussagen unterbinden und für die Vernichtung aller Bücher, die diese Kunst förderten, sorgen sollten.“ Ließ aber die katholische Kirche Taten folgen, die mit solchen Erklärungen übereinstimmten?
Die New Catholic Encyclopedia offenbart, daß sich „Papst Julius II. [1503—1513] bei der Festsetzung seines Krönungstages und Paul III. [1534—1549] bei der Festlegung der richtigen Stunde jeder Kardinalsversammlung der Astrologie bediente. [Beide Päpste waren Zeitgenossen des Nostradamus.] ... Die Astrologie durchdrang die europäische Kultur ebenso wie zuvor die Kultur des Römischen Reiches, und obwohl die offizielle Kirchendoktrin dagegen war, griff niemand die Denkweise an, die dahinterstand.“
Was war die „Denkweise“, die hinter der okkulten Kunst der Horoskopie stand? Die französische Grand Larousse Encyclopedique versichert, daß „vom Standpunkt des Christentums aus gesehen, die Astrologie ihre Inspiration aus dem Dämonismus bezog“.
Voraussagen, die sich erfüllen
Kann denn jemand, der von der biblischen Wahrheit abgefallen ist und zu einem ergebenen Propheten der Dämonen wird, einige künftige Ereignisse genau voraussagen? Ja, das ist möglich. Moses sagte warnend: „Falls ein Prophet oder ein Träumer eines Traums in deiner Mitte aufsteht und dir tatsächlich ein Zeichen oder ein Wunder gibt, und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, ... sollst du nicht auf die Worte jenes Propheten oder auf den Träumer jenes Traums hören ... Jehova, eurem Gott, solltet ihr nachwandeln, und ihn solltet ihr fürchten, und seine Gebote solltet ihr halten. ... Jener Prophet oder jener Träumer des Traums sollte zu Tode gebracht werden“ (5. Mose 13:1-5).
Manche Voraussagen solcher falschen Propheten treffen also nicht nur durch Zufall ein. Sie können sich durch die Machenschaften böser Geistermächte erfüllen.
Vom Beginn der Menschheitsgeschichte bis heute haben dämonische Mächte den Sinn höriger Menschen beeinflußt. Diese irregeführten menschlichen Propheten werden zu Äußerungen inspiriert, die dämonischen Machenschaften dienen. Die Bibel spricht in Epheser 6:11 von den „listigen Anschlägen des Teufels“ (Einheitsübersetzung).
Satan, der Teufel, und seine Dämonen können ganze politische Systeme lenken. Diese Tatsache wurde offenkundig, als der Teufel „ihm [Jesus] alle Königreiche der Welt in einem einzigen Augenblick [zeigte]: Alle diese Macht will ich dir geben und all diesen Glanz. Denn sie gehören mir, und ich gebe sie, wem ich will“ (Luk. 4:5, 6, Zink). Bei derselben Begegnung mit Jesus zitierte der Teufel sogar Stellen aus der Heiligen Schrift in dem Bemühen, Jesus zu versuchen und zu verführen (Matth. 4:6).
Unterschiede zwischen wahren und falschen Propheten
Wahre Propheten Gottes mußten drei grundlegende Bedingungen erfüllen. Sie mußten 1. im Namen Gottes sprechen — ein falscher Prophet, der den hebräischen Namen Gottes kannte, würde das unrechtmäßigerweise tun; 2. die vorausgesagten Ereignisse müßten eintreffen — im Falle falscher Propheten könnte das entweder durch Zufall oder durch dämonischen Einfluß zustande kommen; 3. ihre Prophezeiung müßte in Übereinstimmung mit Gottes geoffenbartem Wort und den Geboten sein, die bis dahin in schriftlicher Form niedergelegt worden waren (5. Mose 13:1 bis 4; 18:20-22).
Nostradamus und andere haben vor allem in dem wichtigen dritten Punkt versagt. Die Tatsache, daß sie sich mit Magie, Okkultismus und Astrologie befaßt haben, stellt sie bloß, denn kein einziger biblischer Prophet befürwortet die Anwendung der Astrologie bei der Kommunikation mit Gott.
Der Prophet Moses sprach sich in klarer, unzweideutiger Weise gegen Propheten dieser Art aus. Er sagte unter göttlicher Inspiration: „Es sollte sich in dir nicht jemand finden, ... der sich mit Wahrsagerei beschäftigt, der Magie treibt, oder jemand, der nach Omen ausschaut, oder ein Zauberer ... oder ein berufsmäßiger Vorhersager von Ereignissen ... Denn jeder, der diese Dinge tut, ist für Jehova etwas Verabscheuungswürdiges“ (5. Mose 18:10-12).
Der Dienst, den wahre biblische Propheten verrichteten, bestand nicht hauptsächlich darin, künftige Ereignisse vorauszusagen, so wie es Nostradamus versuchte. Wie Eric Russell sagte, bestand ihre Hauptaufgabe darin, „als Mitteilungskanal zwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen zu dienen“. Bei dieser Kommunikation spielten Informationen über die Zukunft „nur eine Nebenrolle“.
Biblische Propheten, die von Gott gesandt wurden, sagten niemals etwas voraus, nur um die menschliche Neugier zu befriedigen. Jede Voraussage entsprach Gottes Willen, seinem Vorsatz, seinen Maßstäben oder seinem Urteil (1. Kö. 11:29-39; Jes. 7:3-9). Da die Hauptaufgabe der wahren Propheten Gottes darin bestand, für seine Sittenmaßstäbe und Gesetze einzutreten, war es nicht notwendig, Jahre zu warten, um feststellen zu können, ob es sich um einen wahren oder um einen falschen Propheten handelte.
Von welchem Wert sind denn die Prophezeiungen des Nostradamus? Charles Ward beschreibt ihn als „einen Mann, der von Königen geachtet wurde; und doch gab er ihnen, soweit wir sehen können, nicht einen einzigen nützlichen Hinweis, der ihr Leben sicherer gemacht oder sie auch nur vor einer einzigen Gefahr bewahrt hätte“. „Er ist offensichtlich kein Prophet in dem alten, hebräischen Sinn des Wortes — wie Jesaja, Daniel, David und Johannes.“
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Keine einzige der Voraussagen traf einErwachet! 1981 | 8. November
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Keine einzige der Voraussagen traf ein
Anfang 1980 veröffentlichte eine Zeitung die 62 Voraussagen einer Anzahl prominenter Wahrsager, die sich während jenes Jahres ereignen sollten. Ende 1980 berichtete Jack Mabley in der „Chicago Tribune“: „Keine einzige dieser 62 Voraussagen traf ein.“ Ihre Voraussagen über persönliche Angelegenheiten schätzte er wie folgt ein: „Ich schlage vor, daß man genau das Gegenteil von dem tun sollte, was sie sagen. Die Wahrsager sind durchweg im Irrtum.“
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