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Ärgerst du dich über die Botschaft der Zeugen Jehovas?Der Wachtturm 1966 | 15. Oktober
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Zeugnis gepredigt wird, sie schließt die Ankündigung des Tages der Rache unseres Gottes und das Trösten derjenigen, die über die abscheulichen Dinge jammern, die sie auf der Erde geschehen sehen, ein. Wenn Jehovas Zeugen das nicht tun würden, dann würden dem Worte Gottes gemäß die Steine schreien. (Luk. 19:40) Da die Botschaft so wichtig ist, sollten wir, statt uns darüber zu ärgern, vielmehr zuhören. Dann können wir uns entscheiden, auf welcher Seite wir unserer Meinung nach Stellung nehmen wollen. Es handelt sich hier nicht um eine Kleinigkeit.
Jehovas Zeugen nehmen ihren Auftrag sehr ernst, und deshalb tun sie das Werk, selbst wenn einige sich darüber ärgern. Sie gehen nicht darauf aus, irgend jemand zu ärgern, doch schwächen sie das nicht ab, was Gott sagt, sonst wäre das eine unklare Nachricht, ein zensierter oder „tendenziöser“ Bericht, wie das bei vielen Berichten der Fall ist, die wir von weltlichen Nachrichtenagenturen erhalten, und die Nachricht wäre entstellt und irreführend. Jehovas Zeugen wissen, wie wichtig Gottes Warnung ist, und sie möchten Menschen erreichen, damit sie die Wahrheit hören. Niemand hat es nötig, daß er durch diese Plagen Schaden davonträgt. Er kann der Warnung Gottes gemäß handeln. Jehovas Zeugen sind bereit, aufrichtigen Menschen, die wahrheitsgetreue, zuverlässige Nachrichten erhalten möchten, zu helfen. Jehovas Zeugen predigen nicht aus Gehässigkeit, Nörgelei oder um sich einen Namen zu machen, sondern sie lieben ihren Nächsten. Das erklärt, warum sie immer wieder bei dir vorsprechen.
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Barak, Richter und Befreier IsraelsDer Wachtturm 1966 | 15. Oktober
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Barak, Richter und Befreier Israels
WER war der Richter Barak? Wann lebte er, und auf welche Weise befreite er Israel, sein Volk? Barak war Israels vierter Richter und menschlicher Befreier nach Josua. Er war ein furchtloser Kämpfer, unter dessen Führung Israel gegen eine gewaltige Übermacht siegte und dadurch von der bedrückenden Hand des kanaanitischen Königs Jabin befreit wurde. In dem Bericht über ihn wird jedoch nichts verhehlt.
Da der Richter Barak als ein Mann des Glaubens geschildert wird, ist es angebracht zu erfahren, was die Bibel über ihn sagt. Ja, er gehörte zu denen, „die durch Glauben Königreiche niederkämpften, ... im Kriege tapfer wurden, die Heere von Fremden auseinandertrieben“. In den von Schriftstellern der Christenheit verfaßten Werken über biblische Gestalten wird Barak im allgemeinen jedoch übergangen und nur Debora, eine Prophetin, die in seinen Tagen lebte, erwähnt. Die Tendenz, Barak außer acht zu lassen, ist auch bei der Namengebung zu beobachten, denn ab und zu hört man, daß Eltern ihre Tochter Debora nennen, aber selten kommt es vor, daß ein Sohn Barak genannt wird. — Hebr. 11:32-34.
Wie Moses warnend vorhergesagt hatte, fiel sein Volk nach seinem Tod und ganz besonders nach dem Tode Josuas und der älteren Männer, die mit ihm gelebt hatten, immer wieder von der wahren Anbetung ab und machte sich falsche Götter. (5. Mose 31:29; Ri. 2:17-19) In einer solchen Zeit, als Israel wieder einmal von der reinen Anbetung Jehovas abgefallen war und sich „neue Götter“ erwählt hatte, ließ Jehova zu, daß sein Volk zwanzig Jahre von Jabin, dem König von Kanaan, bedrückt wurde. So schlimm war die Lage, daß die Straßen verödet waren, „verlassen die Wege“, und die Israeliten, „die da auf Straßen gehen sollten, ... auf ungebahnten Wegen“ wanderten. — Ri. 5:6, 8; 4:1, 2, Lu.a
Militärisch gesehen, schien ihre Lage aussichtslos zu sein. Auf der Seite König Jabins, ihres Unterdrückers, stand ein großes Heer unter dem Befehl des Feldherrn Sisera, das über so etwas wie eine „Panzerdivision“ verfügte, bestehend aus 900 Kriegswagen mit eisernen Sicheln, mit denen Fußsoldaten buchstäblich niedergemäht werden konnten. Auf der Seite der Israeliten dagegen hatte von 40 000 Mann höchstens einer einen Schild, eine Lanze oder einen Speer. Der Gegensatz hätte kaum größer sein können. — Ri. 5:8.
Wie das oft der Fall war, brachte die Not auch diesmal die Israeliten zur Besinnung, und wir lesen deshalb, daß sie bereuten und zu Jehova um Hilfe schrien. Da Jehova barmherzig ist, erhörte er ihr Flehen um Hilfe. Als menschliche Werkzeuge gebrauchte er in diesem Fall besonders die Prophetin Debora, die Israel damals richtete, und Barak, den Sohn Abinoams. — Ri. 4:3-6.
DIE PROPHETIN FORDERT BARAK ZUM HANDELN AUF
Als Jehovas Zeit gekommen war, die Gebete der reuigen Israeliten zu erhören, inspirierte er Debora, Barak (der wie sie im Norden des Landes Israel wohnte) zu sagen: „Hat nicht Jehova, der Gott Israels, geboten: Gehe hin und ziehe auf den Berg Tabor, und nimm mit dir zehntausend Mann von den Kindern Naphtali und von den Kindern Sebulon; und ich werde Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir ziehen an den Bach Kison samt seinen Wagen und seiner Menge, und ich werde ihn in deine Hand geben?“ — Ri. 4:6, 7.
Man beachte, wie taktvoll die Prophetin Debora Barak die Sache darlegte. Sie tat es nicht so, als ob es ein Befehl von ihr, einer Frau, wäre, sondern stellte Barak eine Frage, als ob sie ihn lediglich an das erinnern wollte, was Gott geboten hatte. Auf diese Weise bewahrte sie ihre Stellung, obwohl sie Richterin und Prophetin war, und gab dadurch allen christlichen Frauen ein gutes Beispiel.
Vielleicht war Barak nicht ganz sicher, ob er für sein Unternehmen ein Heer von 10 000 Mann zusammenbringen würde, und dachte, Debora, die sehr bekannt war, sei ihm dabei vielleicht eine Hilfe. Wie dem auch sei, er dachte offenbar, es sei gut, wenn Gottes Prophetin oder Wortführerin dabei sei. Er erwiderte ihr deshalb: „Wenn du mit mir gehst, so gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehst, so gehe ich nicht.“ Darauf antwortete Debora, offensichtlich etwas enttäuscht: „Ich will wohl mit dir gehen; nur daß die Ehre nicht dein sein wird auf dem Wege, den du gehst, denn in die Hand eines Weibes wird Jehova den Sisera verkaufen.“ — Ri. 4:8, 9.
Barak erkannte die Größe der vor ihm liegenden Aufgabe und wollte deshalb, daß Gottes Vertreter, obwohl es zufällig eine Frau war, mit ihm gehe. Vielleicht dachte er auch, Deboras Anwesenheit stärke die Moral seiner Männer. Er stützte sich dadurch jedoch ungebührlich auf die Macht des Fleisches. Er verriet dadurch eine gewisse Schwäche; doch vergessen wir nicht, daß Samuel auf die durch Barak herbeigeführte Befreiung Israels aus der „Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor“, Bezug nahm. Hätte er das wohl getan, wenn Barak ein Schwächling gewesen wäre? Hätte dann der Schreiber des Hebräerbriefes Barak wegen seines Glaubens als ein Vorbild für uns angeführt? Kaum! — 1. Sam. 12:9-11; Hebr. 11:32-34.
Mit der Prophetin Debora an seiner Seite begann Barak nun Freiwillige um sich zu sammeln, und zwar offenbar nicht nur aus den Stämmen Sebulon und Naphtali, sondern auch von den meisten anderen Stämmen. Das scheint aus Deboras Siegeslied jedenfalls hervorzugehen, denn auch von Ephraim, Benjamin, Manasse (Makir) und Issaschar wird lobend erwähnt, sie hätten sich am Kampf beteiligt, während andere Stämme, zum Beispiel Ruben, Dan und Aser, getadelt werden, „denn“, wird von ihnen gesagt, „sie sind nicht Jehova zu Hilfe gekommen“. Es erforderte Mut, Barak und Debora zu folgen. Deshalb sang Debora später: „Mein Herz gehört den Führern Israels, denen, die sich freiwillig stellten im Volke. Preiset Jehova!“ — Ri. 5:9-18, 23.
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