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Die Wahlen in Uruguay und die katholische KircheErwachet! 1972 | 22. September
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zerstört und kamen Menschen ums Leben. Durch die Wahlen sind die Probleme Uruguays offensichtlich nicht gelöst worden.
Auch die katholische Kirche hat einen schweren Schlag erlitten. Jeder kann sehen, daß man in ihrem Lager über politische Fragen nicht einig ist. Das hat zur Folge, daß immer mehr aufrichtige Menschen aus der Kirche austreten.
Es ist deutlich zu erkennen, daß nicht nur in Uruguay, sondern in allen Ländern, die von Unruhen geplagt werden und in denen Unsicherheit herrscht, eine Änderung dringend notwendig ist. Die Menschen sind sich nicht einig darüber, wie diese Änderung zustande kommen soll, aber in Gottes unfehlbarem Wort, der Bibel, wird gesagt, wie das geschehen wird, und zwar nicht nur in Uruguay, sondern auf der ganzen Erde. Diese grundlegende Änderung steht kurz bevor. Auf welcher Seite wirst du stehen, wenn sie kommt?
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Die militaristische Großmacht AssyrienErwachet! 1972 | 22. September
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„Dein Wort ist Wahrheit“
Die militaristische Großmacht Assyrien
HEUTE spielt der Militarismus eine wichtige Rolle in der Welt. Es wird allgemein behauptet, die Sicherheit des Landes hänge von seiner militärischen Stärke ab. Riesige Summen werden für den Unterhalt der Armee und für die Rüstung ausgegeben. Manchmal übernimmt in einem Land das Militär sogar die Macht.
Der Militarismus ist natürlich nichts Neues. Von den Großreichen des Altertums zeichnete sich besonders Assyrien als militaristische Macht aus. Es gab einmal eine Zeit, in der das Wort „Assyrien“ die Menschen mit Furcht und Schrecken erfüllte. Die Assyrer eroberten Städte, unterwarfen sich Königreiche und unterjochten Völker. Im achten Jahrhundert v. u. Z. ließ der assyrische Herrscher Sanherib durch Rabschake, seinen Vertreter, die prahlerischen Worte äußern: „Haben etwa die Götter der Nationen jeder sein eigenes Land aus der Hand des Königs von Assyrien befreit?“ — 2. Kö. 18:33.
Die Assyrer behandelten ihre Kriegsgefangenen mit grausamer Brutalität. Sie verbrannten sie oder zogen ihnen bei lebendigem Leib die Haut ab. Andere pfählten sie, oder sie blendeten sie oder schnitten ihnen Nase, Ohren und Finger ab. Häufig führten sie Gefangene an Stricken weg, die an Haken befestigt waren, welche man durch ihre Nase oder ihre Lippen getrieben hatte.
Da jeder wußte, wie die Assyrer ihre Gegner behandelten, die ihnen hartnäckig Widerstand leisteten, hatten die Assyrer bestimmt oftmals ein leichtes Spiel. Viele Städte, die sich davor fürchteten, Opfer der assyrischen Grausamkeit zu werden, ergaben sich. So erreichten die Assyrer verhältnismäßig mühelos ihr Hauptziel, nämlich von den unterjochten Völkern Tribut zu erhalten. Sie gestatteten sogar den tributpflichtigen Völkern eine gewisse Selbstverwaltung. Sie handelten also in mancher Beziehung ähnlich wie mächtige Staaten von heute, die keinen Krieg führen, solange ihre wirtschaftlichen Interessen in anderen Ländern nicht gefährdet sind.
Die aufgefundenen assyrischen Urkunden behandeln hauptsächlich militärische Erfolge. Die Könige brüsteten sich schamlos mit ihren Kriegszügen und sadistischen Foltermethoden; und auf den Reliefs, die ihre prächtigen Paläste schmückten, sind oft Kriegsszenen dargestellt. Sir Austen Layard schreibt über archäologische Ausgrabungen:
„Das Innere der assyrischen Paläste muß eben so prächtig als imponierend gewesen sein ... Schlachten, Belagerungen, Triumphzüge, Heldentaten auf der Jagd und religiöse Ceremonieen waren an den Wänden [der ersten
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