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  • Als das Christentum eine Untergrundbewegung wurde
    Der Wachtturm 1951 | 15. Oktober
    • kopiert hatte. Statt der Stimme von Bischöfen und Doktoren finden Autoritäten die einfache Hoffnung von Leuten wie Maria und Martha am Grabe des Lazarus. Die Bilder heben dies hervor, statt prominente hierarchische Personen oder die Abhängigkeit des Volkes von solchen in bezug auf Unterweisung hervorzuheben. Die gewöhnlichen Grabstätten für alle in gleicher Weise widerspiegeln weiter die Lehre Jesu: „Ihr alle seid Brüder.“

      DAS CHRISTENTUM IN ALLER ÖFFENTLICHKEIT

      Müssen wir zynisch schliessen, dass in dieser Zeit — nur weil ein günstiger Vergleich zwischen der Urkirche und der Christenheit von heute nicht möglich ist — gar keine Wahrheit vorhanden sei? Kaum, wenn man in Betracht zieht, dass ohne die Hilfe von weltlicher Religion und Politik, von Reichtum und Stellung, in der Tat, ohne die Christenheit, auf intensive Weise eine frohe Botschaft von der Geburt des Königreiches Gottes, der Hoffnung aller Nationen, während der vergangenen mindestens dreissig Jahre in der ganzen Welt veröffentlicht worden ist. Weltweit sind die Überbringer dieser guten Botschaft bekannt geworden wegen ihrer einzigartigen Stellung des Abgesondertseins von der Welt, ihrer aggressiven Beharrlichkeit im Vorwärtstreiben ihres Werkes, wegen des Widerstandes, dem sie auf dem ganzen Erdenrund begegnet sind. Sie sind zudem als die Zeugen dessen bekannt, den sie vertreten, als Jehovas Zeugen. Die auffallende Ähnlichkeit einiger Grundsätze ihres Werkes und Lehrens mit denen der Kirche der ersten dreihundert Jahre fesselt das Auge des Forschers. Und Anklagen, die erhoben wurden, um ihr Werk zu vereiteln, sind ebenso absurd gewesen wie das wahnsinnige Bemühen, den wirklichen Grund dafür zu verbergen. Ja, in der Tat, eine Versammlung der Zeugen Jehovas wurde in Kanada während der Kriegszeit gestört und auseinandergesprengt, als sie aus keinem schwerwiegenderen Grunde zusammengekommen waren, als um das Abendmahl des Herrn zu feiern!

      Wenn die Tatsachen aneinandergereiht werden, zeigen sie auf einfache Weise, dass diese alte Welt der Bosheit die Wahrheit nie willkommen hiess. Dies trifft auf die Zeit Christi und auch auf die Gegenwart zu. Gleichwie er es vorausgesagt hatte: „Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.“ (Joh. 15:20) Während langer Jahrhunderte mussten Menschen guten Willens warten, als das Christentum ins Versteck getrieben war, später vom Heidentum verschlungen und seither während Jahrhunderten vor der Welt falsch dargestellt wurde. Nun aber fegt ein Bibelerziehungsfeldzug über die Welt dahin und bringt ein klareres Verständnis denn je mit sich, damit die Menschen allenthalben Hoffnung haben möchten. Die Wahrheit leuchtet heller denn zu irgendeiner Zeit der nahezu 6000 Jahre langen Geschichte des Menschen. Obwohl bisweilen von jeder irdischen Regierung abgelehnt, obwohl immer noch wiederholt verboten, hat die Wahrheit alle Fesseln gesprengt und nimmt zu und wird die Erde noch füllen. — Hab. 2:14.

  • Das Gebet des Herrn der völligen Erhörung nahe
    Der Wachtturm 1951 | 15. Oktober
    • Das Gebet des Herrn der völligen Erhörung nahe

      „Unser Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt. Dein Königreich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden. Gib uns heute unser Brot für diesen Tag; und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben haben unsern Schuldnern. Und bringe uns nicht in Versuchung hinein, sondern befreie uns von dem Bösen.“ — Matth. 6:9-13, NW.

      1, 2. Wie unterscheidet sich das Gebet des Herrn in seiner Anredeform von Gebeten in den Hebräischen Schriften? Warum dies, und weshalb studieren wir es?

      „UNSER Vater in den Himmeln, dein Name werde geheiligt.“ Es war nötig, dass vor neunzehnhundert Jahren der einzige Sohn Gottes, der zu jener Zeit auf Erden lebte, die Menschen einer Jehova Gott geweihten Nation lehrte, das Gebet zu ihm auf diese kindliche Art zu beginnen. In den heiligen Hebräischen Schriften, die vor Christus Jesus geschrieben wurden, ist an verschiedenen Stellen auf Jehova Gott als auf einen Vater hingewiesen worden.a Als Erschaffer des Mannes und Weibes war er ursprünglich der Vater des Menschengeschlechts, so dass der christliche Geschichtsschreiber Lukas den vollkommenen Menschen im Garten Eden als „Adam, den Sohn Gottes“, bezeichnet. (Luk. 3:38, NW) Doch jene Hebräischen Schriften lehrten, wie diese ersten zwei Menschen das Gesetz ihres himmlischen Vaters treulos brachen und von ihm als Kinder verstossen und aus dem Garten Eden hinausgetrieben wurden, um als willentliche Sünder zu sterben, so dass keine ihrer Nachkommen sich als Gottes Kinder an Jehova Gott wenden konnten. Dies erklärt, warum in all den Gebeten, die in den neununddreissig Büchern der inspirierten Hebräischen Schriften aufgezeichnet sind, keines mit einer Anrede an Jehova Gott als unsern Vater, den Vater des Menschengeschlechts, beginnt.

      2 Nun aber widmete sich Jesus Christus, er, den Jehova vom Himmel her als „Meinen Sohn, den geliebten“ anerkannte, einem Opferwerk, das den Weg für die Menschen in die Familie der Kinder Gottes wieder öffnen sollte. So lehrte Jesus denn seine jüdischen Jünger passenderweise im voraus dieses Gebet, das als „des Herrn Gebet“ bekannt geworden ist. Er lehrte es als einen hervorragenden Teil seiner „Bergpredigt“. (Matth. 3:13-17, NW; 5:1 bis 6:13) Da Jesus seine Nachfolger dieses Gebet beten lehrte, erwartete er dabei auch vertrauensvoll eine Antwort auf all seine Bitten. Weil es heute seiner völligen Erhörung nahe ist, ist es für uns so wichtig, das Gebet des Herrn zu studieren, um seinen vollen Sinn noch besser zu erfassen.

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