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    Der Wachtturm 1954 | 1. Oktober
    • die Zentrale der Gesellschaft in Brooklyn, ins Bethelheim, zurück.

      So hatte die Reise des Präsidenten der Watch Tower Society und seines Reisegefährten ihr Ende gefunden. Südamerika war besucht und zu vermehrter theokratischer Tätigkeit angespornt worden. Zurückzublicken war nun ein Anlaß großer Freude. Ein Rückblick ist manchmal ganz interessant, wenigstens wenn man findet, daß in den vergangenen Jahren ein Fortschritt im Wachstum der Neuen-Welt-Gesellschaft zu verzeichnen war. In Südamerika gab es im Jahre 1942 nur 807 Verkündiger des Königreiches, die in 8 verschiedenen Ländern predigten, aber bis zum Jahre 1953 hatte sich das Werk auf 12 Länder verteilt, und 13 174 Prediger verkündigten die gute Botschaft von Gottes Königreich auf dem ganzen Kontinent. Dies ist eine bemerkenswerte Ausdehnung, und sie ist in hohem Maße dem Werk zuzuschreiben, das mit der Wachtturm-Bibelschule Gilead begann, einer Schule, die Missionare ausbildet, welche das Werk der Zeugen Jehovas bis nach fernen Ländern ausdehnen. Überall in der Welt hat es Menschen gegeben, die der Wachtturm-Bibelschule Gilead und dem Missionar-Ausdehnungsprogramm, das in der ganzen Welt durchgeführt wird, freigebig ihre Unterstützung liehen, und so ist es möglich geworden, daß man nun die Ausdehnung auf jedem Kontinent sehen kann. Die Reisenden beschäftigten sich mit Südamerika, in Gedanken waren sie noch dort, und sie waren glücklich, zu wissen, daß solch große Fortschritte in Südamerika in nur etwas mehr als zehn Jahren erzielt worden waren.

  • Flieht zu den Bergen der Sicherheit!
    Der Wachtturm 1954 | 1. Oktober
    • Flieht zu den Bergen der Sicherheit!

      DIE Israeliten zur Zeit Jesu dachten, der prächtige Tempel des Herodes sei für sie ein Zaubermittel, das sie vor Unglück schützt. Aber Jesus sagte nicht nur voraus, daß von seinen herrlichen Gebäuden nicht ein Stein auf dem anderen gelassen würde, sondern er gab auch ein Zeichen der Zeit, zu der dieses geschähe. Er sagte seinen Nachfolgern, was sie tun sollten, wenn sie dieses Zeichen sähen: „Wenn ihr Jerusalem von Heeren umlagert seht, dann versteht, daß seine Verödung nahe gekommen ist. Dann mögen die in Judäa sind, zu den Bergen zu fliehen beginnen, und die in ihrer Mitte sind, entweichen.“ — Luk. 21:20, 21, NW.a

      Den Worten Jesu entsprechend umzingelten die römischen Armeen Jerusalem im Jahre 66 n. Chr., zogen sich aber ohne erklärlichen Grund wieder zurück. Christen nahmen jenseits des Jordan in der Gebirgslandschaft Gileads Zuflucht. Im Jahre 70 n. Chr. kehrten die Römer zurück und vernichteten die Stadt, zusammen mit 1 100 000 Bewohnern.

      Wie die Juden zur Zeit Jesu, so betrachtet sich die Christenheit von heute wegen ihres Alters und ihrer gerühmten Heiligkeit als Günstling des Himmels. Aber sie wird dem, was Jesus voraussagte, genausowenig entgehen wie ihr Vorbild Jerusalem. Und ähnlich wie die Nation Israel in jener Zeit durch die Macht Roms Vernichtung verdiente, weil sie den Messias verwarf und sich gerühmt hatte: „Wir haben keinen König außer dem Cäsar“, so wird die Christenheit vernichtet werden, weil sie den von Menschen gemachten Ersatz dem Königreich Gottes vorzieht. — Joh. 19:15, NW; Ps. 2:1-9.

      Heute sehen wir, wie die Armeen des gottlosen Kommunismus die Christenheit umzingeln. Wir sehen auch das abscheuliche Ding, das Verödung verursacht, wie es als Ersatz für Gottes Königreich dasteht: Die Vereinten Nationen, unterstützt durch die organisierte Religion. Da wir diese Dinge sehen, müssen wir in die Berge fliehen (Matth. 24:15, 16) Um welche Berge handelt es sich? Sie sind das theokratische neue „Land“, das im Jahre 1919 durch die Rückkehr des Überrestes Jehovas zu seiner Organisation und seinem Dienst geboren wurde. — Jes. 51:11-16; 66:7-9.

      Wir können nicht aus dem Bereich der Christenheit fliehen, aber wir können uns von ihrem System der Dinge trennen, indem wir von Jehova Gott und Christus Jesus Erkenntnis annehmen und Glauben an sie bekunden. Wir tun das, indem wir uns Jehova hingeben und uns mit der Neuen-Welt-Gesellschaft verbinden, die sich unter Gottes neuem System der Dinge befindet.

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