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Mit dem „treuen und verständigen Sklaven“ wach bleibenDer Wachtturm 1960 | 15. September
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mit einem begeisternden Zweck zu führen. Das Tun des Willens Gottes nimmt uns völlig in Anspruch, ist faszinierend und liefert den größten Ansporn. Laß dich nicht zu dem früheren „Toten-Meer“-Zustand zurücktreiben. Werde kein toter, stinkender „Fisch“, sondern bleibe lebendig, geistig gesund, also ein gegenbildlicher Fisch, dem der ‚Wohlgeruch der Erkenntnis Christi‘ anhaftet, wie sich Paulus ausgedrückt hat. (2. Kor. 2:15, NW) Laßt jene, die es ablehnen, eurer Predigt zuzuhören, in der blinden Welt bleiben und dort der blinden Geistlichkeit folgen, deren Licht ausgegangen ist. Selbst die blinde Fledermaus hat ein größeres Wahrnehmungsvermögen als die geistig schläfrige Geistlichkeit. Ihr aber, die ihr zur „großen Volksmenge“ gehört, und alle anderen, die Licht zu erhalten wünschen, folgen der Klasse des wachsamen „treuen und verständigen Sklaven“, die ihre Lampe Tag und Nacht brennend erhält. Dein heutiges sowie dein künftiges Glück in der neuen Welt hängt davon ab, daß du mit dem Überrest zusammenarbeitest. Jesus sagte von seinen geistlichen Brüdern, dem Überrest: „In Wahrheit sage ich euch [der ‚großen Volksmenge‘]: Insoweit ihr es einem der geringsten dieser meiner Brüder getan habt, habt ihr es mir getan.“ — Matth. 25:40, NW.
21 So bleibe wach mit dem Überrest, der jetzt in eine Zeit der Freude und des Aufstiegs eingetreten ist. Jesus empfiehlt den „treuen und verständigen Sklaven“ wie folgt: „Wohlgetan, du guter und treuer Sklave! Du bist über wenigem treu gewesen. Ich will dich über vieles setzen. Geh ein in die Freude deines Herrn.“ (Matth. 25:21, NW) Bleibe mit dem Überrest in seinem Königreichsdienst vereint. Habe mit ihm an seinen Königreichsfreuden teil, die große Kraft bringen. Bleibe unter Christi Leitung mit dem „treuen und verständigen Sklaven“ wach — es gereicht dir zum ewigen Leben!
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Die sogenannten Anachronismen der BibelDer Wachtturm 1960 | 15. September
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Die sogenannten Anachronismen der Bibel
EIN beliebtes Argument der Bibelkritiker ist, daß die Bibel wegen der Anachronismen, die sie enthalte, nicht Gottes inspiriertes Wort sein könne. Was ist ein Anachronismus? „Ein Verstoß oder Irrtum in bezug auf die Zeitordnung; ein Irrtum in der Chronologie, wodurch Begebenheiten in ein falsches Verhältnis zueinander gebracht werden.“ — Webster.
Zur Veranschaulichung diene folgendes Beispiel: Wir finden in keinem literarischen Werk, das vor dem Jahre 1939 geschrieben wurde, die Bezeichnung „erster Weltkrieg“ für den Krieg, der im Jahre 1914 begann, weil es bis dahin nur e i n e n Weltkrieg gegeben hatte. Jener Krieg war einfach als „der Weltkrieg“ bekannt. Wenn deshalb ein Werk, von dem behauptet wird, es sei von jemand geschrieben worden, der vor dem Jahre 1939 starb, den Ausdruck „erster Weltkrieg“ enthält, dann wird man diese Behauptung wegen des Anachronismus anzweifeln.
Es wäre jedoch möglich, daß viele Jahre später in einer Abschrift dieses Werkes ein Hinweis auf den „ersten Weltkrieg“ erscheinen würde. Es könnte zum Beispiel sein, daß das Werk mehrmals abgeschrieben oder wieder gedruckt worden wäre und daß dabei der Ausdruck „der Weltkrieg“ auf „der erste Weltkrieg“ abgeändert worden wäre, sei es nun aus Unachtsamkeit oder absichtlich, um jede Zweideutigkeit zu vermeiden. Die Tatsache, daß ein solcher Anachronismus in einer Abschrift dieses Werkes erscheint, die Jahre nach der Originalabfassung gemacht wurde, wäre an sich noch kein Beweis dafür, daß der Aufsatz ursprünglich nicht von jemandem verfaßt wurde, der vor dem Jahre 1939 gestorben war.
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