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  • Wenn Gottes Königreich zur Macht kommt
    Der Wachtturm 1969 | 1. Mai
    • Darauf würde Christus Satan aus dem Himmel, dem Sitz der Regierung, vertreiben und ihn in die Nähe der Erde schleudern, bevor er ihn vollständig handlungsunfähig machen würde. Danach würde im Himmel folgendes bekanntgemacht werden: „Jetzt ist die Rettung und die Macht und das Königreich unseres Gottes und die Gewalt seines Christus herbeigekommen.“ (Offb. 12:5, 7-10) Aber wie würde sich das auf die Erde auswirken?

      Die weiteren Worte in der Bibel geben die Antwort: „Wehe ..., weil der Teufel zu euch hinabgekommen ist und große Wut hat, da er weiß, daß er nur eine kurze Frist hat.“ (Offb. 12:12) Ja, die Machtübernahme durch Gottes Königreich bedeutet nicht, daß auf Erden sofort Friede und gerechte Verhältnisse einkehren. Im Gegenteil, sie löst für die Bewohner der Erde eine Zeit beispielloser Drangsal aus.

      Leben wir jetzt tatsächlich in dieser Zeit der Weltwehen? Was bedeuten diese in der ganzen Welt herrschenden schlimmen Zustände? Wir wollen sehen.

  • Die Bedeutung der gegenwärtigen Weltbedrängnis
    Der Wachtturm 1969 | 1. Mai
    • Die Bedeutung der gegenwärtigen Weltbedrängnis

      KURZ vor dem Ende seiner irdischen Dienstzeit sprach Jesus Christus über seine zweite Gegenwart oder die Zeit, da er als König des himmlischen Königreiches Gottes zu herrschen beginnen würde. Seine Nachfolger fragten ihn: „Sage uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Matth. 24:3) Darauf schilderte Jesus ihnen und uns zum Nutzen, was sich auf Erden zutragen werde, wenn er im Himmel zu herrschen beginne.

      Obschon die Vorgänge im Himmel für das menschliche Auge unsichtbar sein würden, hätten seine Nachfolger dann doch den sichtbaren Beweis dafür, daß Christus auf dem Thron wäre und als König amtiere. Das würde beweisen, daß die „letzten Tage“ des bösen Systems der Dinge, durch das die Menschheit nun jahrhundertelang bedrückt worden ist, gekommen seien. (2. Tim. 3:1) Spötter, deren Kommen vorhergesagt wurde, würden zwar behaupten, die Tatsachen seien nicht von besonderer Bedeutung, doch die Beweise würden eindeutig sein. — 2. Petr. 3:3, 4.

      Bevor wir nun gemeinsam die Beweise betrachten, ist es wichtig, sich darüber im klaren zu sein, daß Jesus nicht sagte, schon eine Kriegsgefahr oder ein furchtbares Erdbeben allein werde beweisen, daß „das Ende“ bevorstehe. (Matth. 24:6) Jesus sagte vielmehr: „Beachtet den Feigenbaum und alle anderen Bäume: Wenn sie bereits ausschlagen, so erkennt ihr selbst, indem ihr sie beobachtet, daß nun der Sommer nahe ist. Ebenso auch ihr, wenn ihr diese Dinge geschehen seht, dann erkennt, daß das Königreich Gottes nahe ist.“ — Luk. 21:29-31.

      Wenn wir sehen, daß alle Bäume ausschlagen und die Tage länger werden, wissen wir, daß der Sommer nahe ist. Wenn wir alles, was Jesus Christus vorhergesagt hat, geschehen sehen, können wir sicher sein, daß er auf seinem himmlischen Thron sitzt und daß sein Königreich zu herrschen begonnen hat. Das bedeutet für uns, daß die Befreiung nahe ist!

      DAS EINTREFFEN DES „ZEICHENS“

      Was führte Jesus als Zeichen seiner zweiten Gegenwart und des „Abschlusses des Systems der Dinge“ an? Er sagte: „Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheiten und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben.“ — Matth. 24:7.

      Jesus sagte also einen neuartigen Krieg voraus — den totalen Krieg! Der Krieg, der im Jahre 1914 ausbrach, paßt auf diese Beschreibung. In diesem Krieg haben nicht nur die Armeen an der Front gekämpft, sondern auch die Zivilbevölkerung war ganz auf Kriegführung ausgerichtet. Wie Jesus prophezeit hatte, kämpften ganze Nationen und Königreiche gegeneinander. Zum erstenmal in der Geschichte war die Welt in einen Krieg verwickelt. Deshalb wird dieser Krieg als „Erster Weltkrieg“ bezeichnet. In dem Buch World War I (Der Erste Weltkrieg) von H. W. Baldwin heißt es auf den Seiten 1 und 2:

      „Durch sein Ausmaß, die Grausamkeit, mit der er geführt wurde, und vor allem durch die Totalität der Kriegführung ist dieser Krieg ein Präzedenzfall geworden. Mit dem Ersten Weltkrieg ist das Jahrhundert des totalen Krieges angebrochen, des — im wahrsten Sinne des Wortes — Weltkrieges.

      Vor dem Krieg von 1914—1918 hat es keinen Krieg gegeben, für den so viel der gesamten Mittel so vieler Kombattanten eingesetzt wurde und der einen so großen Teil der Erde überzog wie dieser. Vor diesem Krieg hat es keinen Krieg gegeben, in den so viele Staaten verwickelt waren; noch nie wurde so viel und so rücksichtslos Blut vergossen wie in diesem Krieg.“

      Das Werk The World Book Encyclopedia schreibt, daß in diesem Krieg über 37 000 000 Soldaten getötet und verwundet wurden. Ferner heißt es darin: „Die Zahl der Todesopfer unter der Zivilbevölkerung der vom Krieg betroffenen Gebiete betrug insgesamt etwa 5 000 000. Etwa 80 von 100 dieser Opfer starben vor Hunger, an Seuchen oder durch Erfrieren. Die Grippe, die von manchen als eine Folge des Krieges bezeichnet wird, forderte weitere Millionen Todesopfer.“ — Ausgabe 1966, Bd. 20, S. 377.

      Jesus sagte den totalen Krieg, Hunger und Seuchen voraus. Alles ist eingetroffen. Diese Tatsachen zusammengenommen zeigen, daß mit dem Jahre 1914 die „letzten Tage“ begonnen haben und daß es das Jahr war, in dem Gottes himmlisches Königreich zu herrschen begonnen hat. — Siehe auch Lukas 21:10, 11.

      Nach dem Jahre 1914 ereigneten sich auch eine ganze Anzahl Erdbeben, die großen Schaden verursachten. Im Jahre 1915 forderte ein Erdbeben in Italien fast 30 000 Todesopfer. Im Jahre 1920 kamen in China 180 000 Menschen um. Im Jahre 1923 fanden in Japan 143 000 Menschen den Tod. Seither haben sich ungewöhnlich viele starke Erdbeben ereignet. Wie Jesus vorhersagte, bilden sie ein weiteres Kennzeichen der „letzten Tage“.

      Jesus sagte jedoch, daß die Geschehnisse, die beweisen, daß die „letzten Tage“ im Jahre 1914 begonnen haben, nur der „Anfang der Bedrängniswehen“ seien. (Matth. 24:8) Es sollte noch schlimmer kommen. Und es kam so, wie er prophezeit hatte. In dem Werk The World Book Encyclopedia (1966, Bd. 20) lesen wir auf Seite 379 unter dem Titel „Der Erste Weltkrieg“: „Der Erste Weltkrieg und seine Nachwehen führten zu Beginn der 1930er Jahre zur größten Wirtschaftskrise der Geschichte. Die Folgen des Krieges und die durch die Anpassung an die Friedenszeit hervorgerufenen Probleme führten in fast allen Ländern zu Unruhen.“

      Das war wegbereitend für den Zweiten Weltkrieg. Über diesen Krieg heißt es in dem erwähnten Werk auf Seite 380 und 410 unter der Überschrift „Der Zweite Weltkrieg“: „Der Zweite Weltkrieg forderte mehr Todesopfer, kostete mehr Geld, verursachte mehr Sachschaden, zog mehr Menschen in Mitleidenschaft ... als irgendein anderer Krieg in der Geschichte. ... Die Zahl der Todesopfer dieses Krieges — Zivilpersonen und Soldaten — ist auf insgesamt 22 000 000 und die Zahl der Verwundeten auf über 34 000 000 geschätzt worden.“ Die „Bedrängniswehen“ werden in der Tat immer stärker, je näher wir dem Ende der „letzten Tage“ kommen.

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