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  • Der Weinstock, dessen Wein Gott und Menschen erfreut
    Der Wachtturm 1979 | 15. März
    • Als die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie unter sich: ,Dieser ist der Erbe; kommt, laßt uns ihn töten und sein Erbe antreten!‘ Da nahmen sie ihn und warfen ihn aus dem Weingarten hinaus und töteten ihn. Wenn nun der Besitzer des Weingartens kommt, was wird er mit diesen Weingärtnern tun? ... Habt ihr nie in den Schriften gelesen: ,Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Haupteckstein geworden. Von Jehova aus ist dies geschehen, und es ist wunderbar in unseren Augen.‘? Darum sage ich euch: Das Königreich Gottes wird von euch genommen und einer Nation gegeben werden, die dessen Früchte hervorbringt. Auch wird der, welcher auf diesen Stein fällt zerschmettert werden. Auf wen aber irgend er fällt, den wird er zu Staub machen“ (Matth. 21:33-44).

      12. Was für Früchte hätten die Weingärtner des nationalen Vorbild-„Weingartens“ abliefern sollen, und was tat daher Gott, um die richtigen Früchte zu erhalten?

      12 Was für Früchte hätten die israelitischen Weingärtner des nationalen „Weingartens“ Jehovas seinem Sohn Jesus Christus abgeben sollen? Den Glauben an ihn als den wahren, verheißenen Messias und die Bereitschaft, ihn als den Sohn dessen anzunehmen, der den nationalen „Weingarten“ Israels gepflanzt hatte und dem er auch gehörte. Wenn sie dem Sohn Gottes solche Früchte abgeliefert hätten, wären sie in das wirkliche messianische Königreich Gottes aufgenommen worden. Da sie aber die Früchte, durch die sich das Vorbild-Königreich Gottes in Israel hätte auszeichnen sollen, nicht hervorgebracht hatten, sollte ihnen als Nation das Vorrecht, Gottes Königreich zu sein, weggenommen werden. Deshalb sollte eine andere Nation von „Weingärtnern“ gegründet werden. Diese neue Nation würde die dem Königreich Gottes entsprechenden Früchte hervorbringen. Sie würde Gott, der diesen Weingarten gepflanzt hatte und auch dessen Besitzer war, die Früchte zur rechten Zeit abliefern.

      13. (a) Was glaubten die jüdischen „Weingärtner“ tun zu können, wenn sie das Erbe des Sohnes des Besitzers an sich rissen? (b) Was sollte nach den Worten Jesu mit dem königlichen Stein geschehen, den die Bauleute verworfen hatten?

      13 Ausschlaggebend für die Entscheidung, wem Gott die Vorrechte seines messianischen Königreiches gewähren würde, waren „Früchte“. Die jüdischen Weingärtner dachten, sie könnten dadurch, daß sie die rechtmäßig erwarteten Früchte nicht ablieferten und Jesus, den „Erben“ des Königreiches Gottes, sogar töteten, dessen Erbe an sich reißen. Sie dachten, sie könnten die Herrschaft des Vorbild-Königreiches Gottes unter dem mosaischen Gesetzesbund aufrechterhalten (Joh. 11:47-53). Doch die Schlußfolgerung aus dem Gleichnis zeigt, daß dies nicht der Fall sein würde (Matth. 21:41). Was sagte Jesus über den königlichen Stein, den die Bauleute, das heißt die Erbauer eines für Gott bestimmten Baus, am vorhergehenden Tag, nach seinem triumphalen Einzug in Jerusalem, verworfen hatten? Dieser Stein werde zum Haupteckstein von Gottes neuem Bau, dem himmlischen „Königreich Gottes“, gemacht.

      14. Warum hielt es Jesus nicht für unpassend, kurz vor seiner Verhaftung in Gethsemane das Gleichnis von dem Weinstock und den Zweigen anzuführen?

      14 Jesus wußte, daß der von Jehova Gott gepflanzte und gepflegte „wahre Weinstock“ nicht vernichtet werden könnte, obgleich zugelassen werden würde, daß die jüdischen Weingärtner des nationalen Vorbild-„Weinstocks“ ihn etwas später an jenem Passahtag töteten. Wiewohl Jesus also kurz danach in den Garten Gethsemane ging, wo er verhaftet wurde, hielt er es nicht für unpassend, seinen Jüngern das Gleichnis von dem Weinstock und den Zweigen darzulegen.

      15. Wer ist gemäß Johannes 15:1-5 der Weingärtner, der den „wahren Weinstock“ pflegt, und wie verfährt er mit den Zweigen, je nachdem, ob sie Frucht tragen oder nicht?

      15 „Ich bin der wahre Weinstock“, sagte Jesus, „und mein Vater ist der Weingärtner. Jeden Zweig an mir, der nicht Frucht trägt, nimmt er weg, und jeden, der Frucht trägt, reinigt er, damit er mehr Frucht trage. Ihr seid bereits rein des Wortes wegen, das ich zu euch geredet habe. Bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit euch. So, wie der Zweig nicht von sich selbst Frucht tragen kann, es sei denn, er bleibe am Weinstock, so könnt auch ihr es nicht, wenn ihr nicht in Gemeinschaft mit mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Zweige. Wer in Gemeinschaft mit mir bleibt und ich in Gemeinschaft mit ihm, der trägt viel Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts tun“ (Joh. 15:1-5).

      DAS PFLANZEN UND DIE PFLEGE DES WEINSTOCKS

      16, 17. (a) Wann pflanzte Jehova den „wahren Weinstock“, und wie? (b) Wieso war Jesus Christus größer als der Patriarch Jakob, und wann wurden die ersten „Zweige“ des „wahren Weinstocks“ hervorgebracht?

      16 Wann pflanzte der große Weingärtner diesen fruchtbaren Weinstock? Im Jahre 29 u. Z., als er den neugetauften Jesus mit seinem heiligen Geist salbte (Jes. 61:1, 2). Damals pflanzte Jehova den Hauptstamm des symbolischen „Weinstocks“ des messianischen Königreiches. Das erinnert uns daran, daß das Vorbild-Königreich Israel auf den Patriarchen Jakob, auch Israel genannt, zurückging. Jakob wurde der Vater von zwölf Söhnen, von denen die zwölf Stämme Israels abstammten (Apg. 7:8-14). Jesus Christus kann daher mit Jakob verglichen werden.

      17 Dieser größere Jakob war der Hauptstamm des Weinstocks. Er wählte zwölf Apostel aus, die voraussichtliche „Zweige“ an diesem geistigen „Weinstock“ wurden (Joh. 15:16; 6:70). Darum nannte er sie an jenem Passahabend „Zweige“. Doch einundfünfzig Tage später, zu Pfingsten, wurden zwölf treue Apostel mit heiligem Geist gesalbt. Dadurch wurden sie zu zwölf sekundären Grundlagen der neuen Nation des geistigen Israel. Auf ihnen wird das himmlische Neue Jerusalem aufgebaut (Offb. 21:14; Eph. 2:20). Zu den ersten, die an jenem Pfingsttag den heiligen Geist empfingen und in Zungen redeten, gehörten aber auch die anderen der Gruppe von etwa 120 Jüngern. Dadurch wurden sie ebenfalls zu „Zweigen“ an dem geistigen „Weinstock“, Jesus Christus, gemacht.

      18. Welche Gelegenheit, die dem natürlichen Israel gemäß 2. Mose 19:6, 7 von Jehova geboten worden war, hatte es nicht wahrgenommen, und auf wen bezog Petrus daher diese göttlichen Worte?

      18 Auf diese Weise entstand die neue Nation, das geistige Israel. Das natürliche Israel hatte die Gelegenheit, die Jehova ihm gemäß 2. Mose 19:6, 7 durch seinen Mittler Moses geboten hatte, nicht wahrgenommen. Deshalb wandte der Apostel Petrus jene göttlichen Worte auf die neue Nation des geistigen Israel an. Wo? In seinem ersten inspirierten Brief. Wir lesen in 1. Petrus 2:9, 10: „Ihr aber seid ,ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, eine heilige Nation, ein Volk zum besonderen Besitz, damit ihr die Vorzüglichkeiten‘ dessen ,weit und breit verkündet‘, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht berufen hat. Denn einst wart ihr kein Volk, jetzt aber seid ihr Gottes Volk, ihr wart die, denen nicht Barmherzigkeit erwiesen worden war, seid jetzt aber die, denen Barmherzigkeit erwiesen worden ist.“

      19. Was geschah mit der Nation geistiger Israeliten, nachdem sich Jesaja 5:5-7 erfüllt hatte, und warum schenkte Jehova ihr genauso die nötige Aufmerksamkeit, wie er dem Vorbild-„Weingarten“ Israels seine Aufmerksamkeit geschenkt hatte?

      19 Erfreulicherweise gedieh die christliche Nation geistiger Israeliten weiter, nachdem sich Jehovas warnende Worte, die wir in Jesaja 5:5-7 aufgezeichnet finden, an dem symbolischen „Weingarten“ des natürlichen Israel erfüllt hatten. Als der große Weingärtner schenkt Jehova den „Zweigen“ des „wahren Weinstocks“, Jesus Christus, genauso die nötige Aufmerksamkeit, wie er bis zum Jahre 33 u. Z. dem ehemaligen „Weingarten“ des natürlichen Israel seine Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Das tut er, damit die „Zweige“, die Jünger Jesu Christi, als Gesamtheit rein bleiben und Frucht tragen. Schmarotzer und abgestorbene Zweige haben unter diesen „reinen“ Zweigen keinen Platz. Darum sagte Jesus in Verbindung mit seinem Gleichnis zu seinen treuen Aposteln: „Jeden Zweig an mir, der nicht Frucht trägt, nimmt er weg, und jeden, der Frucht trägt, reinigt er, damit er mehr Frucht trage. Ihr seid bereits rein des Wortes wegen, das ich zu euch geredet habe“ (Joh. 15:2, 3).

      20. Was hatten die elf treuen Apostel angenommen, weshalb Jesus sie gemäß dem Bericht aus Johannes 6:67-69 als „rein“ bezeichnen konnte?

      20 Als Jesus diese Worte sprach, war der Apostel Judas Iskariot, der Verräter, nicht mehr zugegen. Jesus hatte ihn bereits am Ende des Passahmahls hinausgeschickt (Joh. 13:26-30). Die elf übrigen treuen Apostel hatten sein Wort oder seine messianische Botschaft ganzherzig angenommen; deshalb bezeichnete er sie als „rein“. Als er zum Beispiel einmal in Kapernaum (im Norden des Landes) zu den Aposteln sagte: „Ihr wollt doch nicht etwa auch weggehen?“, antwortete Simon Petrus: „Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Heilige Gottes bist“ (Joh. 6:67-69).

      21. Wovon waren also die als „Zweige“ bezeichneten Apostel rein, und welche Wirkung müssen somit die Worte Jesu auf sie gehabt haben, besonders wenn er allein mit ihnen sprach?

      21 Somit waren unter den treuen Aposteln keine abgestorbenen, unfruchtbaren Zweige des Unglaubens zu finden, keine abzweigenden Schößlinge des schriftwidrigen Judaismus. Sie schenkten der Sache des „Heiligen Gottes“ ihre ungeteilte Aufmerksamkeit. Sie glaubten, daß er „der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“, ist (Matth. 16:16). Bei einer anderen Gelegenheit sagte Petrus zu ihm: „Siehe! Wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns eigentlich zuteil werden?“ (Matth. 19:27). Angesichts solcher Entscheidungen der Apostel müssen die Worte Jesu — besonders wenn er allein mit ihnen sprach — eine reinigende Wirkung auf sie gehabt haben, so daß sie in geistiger Hinsicht „rein“ blieben. Alle „Zweige“, die diesen „reinen“ Zustand bewahrten, konnten sich voll und ganz dem einzigen Zweck widmen, dem Jehovas „wahrer Weinstock“ dienen sollte. Auf diese Weise wurde Gott und Menschen Freude bereitet.

  • Die Frucht, die Gott verherrlicht
    Der Wachtturm 1979 | 15. März
    • Die Frucht, die Gott verherrlicht

      1. Welchem Zweck sollte der Weinstock gemäß Jehovas Worten in Hesekiel 15:1-5 in erster Linie dienen?

      WELCHEM Zweck dient ein Weinstock? Jehova, der den ersten Weinstock pflanzte, stellte seinem Propheten Hesekiel in diesem Zusammenhang einmal folgende Fragen: „Menschensohn, in welcher Hinsicht ist das Holz des Weinstocks verschieden von jedem anderen Holz, der Schößling, der sich unter den Bäumen des Waldes befindet? Wird von ihm eine Stange genommen, um damit irgendeine Arbeit zu tun? Oder nimmt man davon einen Pflock, um daran irgendeine Art Gerät zu hängen? ... Siehe! Wenn es sich unversehrt vorfindet, wird es für keinerlei Arbeit gebraucht“ (Hes. 15:1-5). Der Hauptzweck des Weinstocks besteht also offensichtlich

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