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Ein Gott, der unser Vertrauen verdientDer Wachtturm 1976 | 15. Februar
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werden. Die Berge und die Hügel selbst werden vor euch fröhlich werden mit Jubelruf, und die Bäume des Feldes selbst werden alle in die Hände klatschen. Statt des Dornendickichts wird der Wacholderbaum aufgehen. Statt der Brennessel wird die Myrte aufgehen.“
Diese Verheißung wies auf die Zeit hin, in der das von Dornen und Nesseln überwucherte verwüstete Land Juda wieder bebaut und bewohnt sein sollte. Ihre Erfüllung mag den Israeliten, die ins Exil nach Babylon weggeführt worden waren, nahezu unmöglich erschienen sein. Babylon, die Hauptstadt des chaldäischen Reiches, war allem Anschein nach stark befestigt und uneinnehmbar. Solange die babylonischen Herrscher an der Macht waren, bestand daher keine Hoffnung, freigelassen zu werden. Jenes Herrscherhaus stand gemäß der Bibel in dem Ruf, ‘das ertragfähige Land der Wildnis gleichzumachen, selbst dessen Städte niederzureißen und für seine Gefangenen den Heimweg nicht zu öffnen’ (Jes. 14:17).
Doch dieses große Hindernis konnte nichts daran ändern, daß sich die Verheißung erfüllte. Plötzlich, in e i n e r Nacht, fiel das große Babylon durch die Meder und Perser, die unter dem Oberbefehl des Cyrus standen. Kurze Zeit später gab Cyrus einen Erlaß heraus, der es gefangenen Juden ermöglichte, in das verwüstete Land Juda zurückzukehren, um den Tempel Jehovas in Jerusalem wieder aufzubauen (2. Chron. 36:22, 23).
ZUSÄTZLICHE SICHERHEIT
Ein weiterer Grund, weshalb wir unser uneingeschränktes Vertrauen in Gottes Verheißungen setzen können, besteht darin, daß er seinen Namen oder seinen Ruf mit seinem Wort verknüpft hat. Als er zum Beispiel Abraham eine Verheißung gab, fügte er sogar einen Eid hinzu. In Hebräer 6:13 lesen wir: „Als Gott dem Abraham seine Verheißung gab, schwor er bei sich selbst, da er nicht bei einem Größeren schwören konnte.“
Das Erstaunliche an dieser mit einem Eid bekräftigten Verheißung ist, daß ihre Erfüllung nicht allein von Jehova Gott abhängt. Inwiefern? Insofern als sich „alle Nationen der Erde“ durch den „Samen“ Abrahams segnen sollten (1. Mose 22:18). Der Haupt„same“ Abrahams ist Jesus Christus (Gal. 3:16). Bewahrte er als solcher seine vollkommene Lauterkeit, während er auf der Erde war? Davon hing die Erfüllung der Verheißung Gottes ab.
Jesus Christus bewahrte seine Vollkommenheit bis zum Tod. Somit ist die Erfüllung der dem Abraham gegebenen Verheißung und auch aller übrigen Verheißungen Gottes gewiß. Heute besteht kein Zweifel darüber, wer der Hauptsame Abrahams ist. Es besteht auch kein Zweifel darüber, ob er tauglich ist, derjenige zu sein, durch den sich alle Nationen segnen werden. In 2. Korinther 1:20 lesen wir die glaubensstärkende Zusicherung: „So viele Verheißungen Gottes es auch gibt, sie sind durch ihn zum Ja geworden. Daher wird auch durch ihn das Amen gesagt, Gott zur Herrlichkeit durch uns.“
Zu Recht wird Jesus Christus daher der „Amen“ genannt, was buchstäblich „gewiß“, „wahrhaftig“, „so sei es“ und „Wahrheit“ bedeutet (Offb. 3:14). Er redete die Wahrheit, ja noch mehr, er bestätigte dadurch, daß er während seines Lebens als Mensch seine Lauterkeit vollkommen bewahrte und eines Opfertodes starb, alle Verheißungen seines Vaters und ermöglichte ihre Verwirklichung. In Jesus Christus finden alle Verheißungen Gottes ihre Erfüllung (Joh. 14:6).
Jehova Gott schuf die Voraussetzung dafür, daß sein Sohn der Hauptsame Abrahams werden konnte, indem er durch ein Wunder bewirkte, daß er von der Jungfrau Maria, deren Vorfahren Nachkommen Abrahams aus der königlichen Linie Davids waren, geboren wurde. Als liebevoller Vater hat Jehova die schrecklichen Leiden, denen sein Sohn auf der Erde unterworfen war, tief mitempfunden. Doch er war bereit, das große Opfer zu bringen und seinen Sohn zugunsten der Welt hinzugeben. Deshalb können wir uns nicht vorstellen, daß Jehova Gott nun in irgendeiner Weise sein Wort nicht halten würde, nachdem er auf Kosten des Lebens seines innig geliebten Sohnes eine feste Grundlage für die Erfüllung seines Wortes gelegt hat. Der Apostel Paulus sagte: „Er, der ja seinen eigenen Sohn nicht verschonte, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch gütigerweise alles andere geben?“ (Röm. 8:32).
Ja, wie könnte jemand befürchten, daß vielleicht eine Verheißung Gottes unerfüllt bliebe? Jehova Gott hat bereits das große Opfer erbracht. Seine Äußerungen gegenüber Abraham — sein Wort und sein Eid — haben sich nicht als Lüge, sondern als absolute Wahrheit erwiesen. Er hat im Laufe der Menschheitsgeschichte seine Vertrauenswürdigkeit bewiesen. Stets hat er sein Wort gehalten. Ja, Jehova ist ein Gott, der unser absolutes Vertrauen verdient. Er wird uns nicht im Stich lassen. Mögen wir daher bestrebt sein, ihn nicht zu verlassen, und uns bemühen, seine Gunst zu behalten.
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Kein Teil der Welt zu sein kann einem das Leben rettenDer Wachtturm 1976 | 15. Februar
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Kein Teil der Welt zu sein kann einem das Leben retten
Jesus Christus sagte von seinen Nachfolgern: „Die Welt hat sie gehaßt, weil sie kein Teil der Welt sind“ (Joh. 17:14). Da wahre Christen sich von der Welt — von ihrer Politik, ihren Methoden und ihren Anschauungen — fernhalten, werden sie oft zur Zielscheibe des Spottes und des Hasses. Kein Teil der Welt zu sein kann aber in Zeiten politischer Unruhen auch als Schutz dienen.
Ein Mann, der in einer südamerikanischen Universitätsstadt lebt, kann dies aus Erfahrung bestätigen. Er spielte im politischen Leben der Universität eine führende Rolle. Nachdem dann durch ein Gespräch mit einem Zeugen Jehovas sein Interesse an der Bibel geweckt worden war, begann er, ernsthaft die Bibel zu studieren. Als er erfuhr, daß ein Christ sich nicht in die Politik einmischen sollte, wandte er sich allmählich von seinen Freunden und ihren politischen Anschauungen ab.
Seine früheren Kameraden und seine politischen Freunde spotteten über seine, wie sie sagten, „neugefundene Unkenntnis“. Er erklärte ihnen immer wieder seine auf der Bibel beruhende Einstellung. Dann trat Anfang der 1970er Jahre unerwartet eine Wende in der Entwicklung des politischen Geschehens ein, die eine allgemeine Änderung der Einstellung zu den politischen Anschauungen, die dieser Mann früher unterstützt hatte, bewirkte. Seine ehemaligen Parteifreunde wurden entweder des Landes verwiesen, zu Gefängnisstrafen verurteilt oder getötet. Dieser Mann ist glücklich darüber, daß er noch am Leben und in Freiheit ist, weil er als ein Jünger Jesu Christi die richtige Stellung bezogen hat.
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Fragen von LesernDer Wachtturm 1976 | 15. Februar
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Fragen von Lesern
● Verstößt die Wiedergabe von Johannes 1:1 in der Neuen-Welt-Übersetzung nicht gegen die Regeln der griechischen Grammatik und gegen die Anbetung eines einzigen Gottes?
Johannes 1:1 lautet nach der Neuen-Welt-Übersetzung wie folgt: „Im Anfang war das WORT, und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott.“ Einige haben die Wiedergabe „ein Gott“ im letzten Teil dieses Verses beanstandet. Ihrer Meinung nach haben die Übersetzer das Wörtchen „ein“ zu Unrecht vor „Gott“ gesetzt. Ist diese Übersetzung aber tatsächlich inkorrekt?
Die griechische Sprache hat im Unterschied zur deutschen Sprache keinen unbestimmten Artikel. Sie hat aber einen bestimmten Artikel, ho, der im Deutschen oft mit „der“ wiedergegeben wird, zum Beispiel ho Christós, „der Christus“, ho kýrios, „der Herr“, oder ho Theós, buchstäblich „der Gott“.
Im Griechischen kommen Nomina oder Hauptwörter aber oft ohne Artikel vor. Grammatiker bezeichnen diese Nomina als artikellos. Interessanterweise steht vor dem im letzten Teil von Johannes 1:1 mit „Gott“ wiedergegebenen griechischen Wort theós der bestimmte Artikel ho nicht. Wie geben Übersetzer solche artikellose griechische Nomina im Deutschen wieder?
Oft fügen sie den deutschen unbestimmte Artikel bei, um den richtigen Sinn der Stelle wiederzugeben. Zum Beispiel lautet der letzte Teil von Johannes 9:17 im Griechischen nach der zwischenzeiligen Übersetzung des Theologen Alfred Marshall, D. Litt.: „Und er sagte[,] — Ein Prophet er ist.“ Hier steht vor dem mit „Prophet“ wiedergegebenen griechischen Wort kein bestimmter Artikel. Der Übersetzer hat dieses Wort daher mit „ein Prophet“ wiedergegeben und auch andere Übersetzer haben dies getan.
Das heißt jedoch nicht, daß ein artikelloses Nomen jedesmal, wenn es im griechischen Text steht, im Deutschen mit dem unbestimmten Artikel wiedergegeben werden sollte. Die Übersetzer geben diese Nomina unterschiedlich wieder; manchmal fügen sie sogar den bestimmten Artikel bei, obwohl er im Griechischen fehlt. In Matthäus 27:40 findet sich zum Beispiel in einigen deutschen Bibelübersetzungen der Ausdruck „der Sohn Gottes“, obwohl im Griechischen das mit „Sohn“ wiedergegebene Wort ohne den bestimmten Artikel steht.
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