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    Der Wachtturm 1971 | 15. August
    • als Ganzes geistig aufzuerbauen. Diese Männer gehörten im Grunde genommen alle der Versammlung, sie waren eine Gabe Gottes zu ihrem Wohl. — 1. Kor. 3:5-8; Eph. 4:8-12.

      Paulus betonte, daß die Versammlung ein Tempel des lebendigen Gottes sei, den Gott durch Geist bewohne. Sich gewisser führender Männer zu rühmen wäre daher töricht, und wer dies tun würde, würde seine Stellung als Glied dieses Tempels Gottes entehren. — 1. Kor. 3:16-19.

      An die Versammlung in Rom schrieb Paulus: „Nun wissen wir, daß Gott alle seine Werke zum Guten derer mitwirken läßt, die Gott lieben, derer, die nach seinem Vorsatz die Berufenen sind.“ (Röm. 8:28, 29) Christen sollten dies erkennen; sie dürfen nicht irgendeinem Menschen, einer Gruppe von Menschen, der Welt oder den Dingen darin „gehören“, ihnen nachfolgen oder dienen. — 1. Kor. 7:23.

      Folglich gehört die „Welt“ diesen geistgezeugten Christen oder Dienern Gottes in dem Sinne, daß die von Gott unter den Menschen angeordneten Dinge ihnen zur Verfügung stehen. Zum Beispiel sagt die Bibel von den „obrigkeitlichen Gewalten“, den politischen Herrschern der Welt: „Sie [die Obrigkeit] ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Kundgabe des Zorns an dem, der Schlechtes verübt.“ Die obrigkeitlichen Gewalten sind „Gottes öffentliche Diener, die für eben diesen Zweck beständig dienen“. (Röm. 13:1-4, 6) Sie dienen den Interessen des Christen, wenn sie Recht und Ordnung aufrechterhalten, so daß der Christ „weiterhin ein ruhiges und stilles Leben“ führen kann „mit völliger Gottergebenheit und Ernsthaftigkeit“. — 1. Tim. 2:1, 2.

      Christen können demzufolge die öffentlichen Verkehrsmittel, die Post, die Polizei und andere rechtmäßige Einrichtungen als etwas, was ihnen „gehört“, in Anspruch nehmen, um ein geordnetes Leben zu führen und die gute Botschaft zu predigen. Später gab aber Paulus Christen den ernsten Rat, daß „jene, die von der Welt Gebrauch machen, wie solche [sein sollten] die nicht vollen Gebrauch von ihr machen“. (1. Kor. 7:31) Man sollte davon nur so weit Gebrauch machen wie dadurch christlichen Interessen gedient wird.

      Das „Leben“ gehört dem Christen, weil er es von Gott empfangen hat, um es im Dienste Gottes zu gebrauchen. Timotheus wurde gesagt, daß „Gottergebenheit ... eine Verheißung auf gegenwärtiges und künftiges Leben“ habe. (1. Tim. 4:8) Das jetzige Leben eines Christen ist, obwohl es mit Verfolgung verbunden sein mag, dennoch weit besser als ein Leben ohne Gott und ohne Hoffnung. Es ist nicht zwecklos, sondern sinnvoll.

      Der „Tod“ gehört dem Christen, obwohl er ihn nicht herbeiwünscht. Der gesalbte, geistgezeugte Christ, der die Hoffnung auf himmlisches Leben hat, weiß, daß er sterben muß, um als Geistgeschöpf im Himmel auferweckt zu werden und mit Christus vereint sein zu können. Auf diese Weise wird er den Sieg über den Tod erleben. — 1. Kor. 15:35, 36, 42, 54-57.

      Das „Gegenwärtige“, Ereignisse, Verhältnisse und Situationen im gegenwärtigen System der Dinge, ist dem Walten Gottes unterworfen, so daß der Christ davon nicht überwältigt und in seiner Lauterkeit nicht erschüttert werden kann. Christen können auch alles, was Gott ihnen zukommen läßt, zu seiner Verherrlichung gebrauchen. Das „Zukünftige“, das sie als Diener Gottes entweder im Himmel oder auf der Erde empfangen werden, wird sie bestimmt erfreuen und auferbauen und ihnen in alle Ewigkeit nützlich sein.

      Was Christen betrifft, so gehören sie weder einem Menschen noch einer Sache in dieser Welt. Sie gehören Christus, der sie mit seinem Blut erkauft hat. (Joh. 6:51; 1. Petr. 1:18, 19) Gesalbte Christen leben, um Christus, ihr Haupt, dem alle Dinge unterworfen werden, zu verherrlichen. (1. Kor. 11:3; 15:27; Kol. 1:18) Dadurch verherrlichen sie auch Gott, dem Christus gehört.

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1971 | 15. August
    • Bekanntmachungen

      GLAUBWÜRDIGE NACHRICHTEN

      In den letzten Jahren hat man oft davon gehört, daß Regierungsbeamte Berichte abgegeben haben, die nicht den Tatsachen entsprachen. Auch Zeitungen bringen manchmal Berichte, die nicht den Tatsachen entsprechen. Sie entstellen die Wahrheit mitunter aus politischen Gründen oder um geschäftliche Interessen zu wahren. Anders verhält es sich mit der Zeitschrift Erwachet! Sie ist keinem politischen Einfluß und auch keiner Propaganda unterworfen. Da sie keine Inserenten hat, die sie berücksichtigen muß, braucht sie sich nicht zu scheuen, die Wahrheit zu sagen, und sie sagt sie auch unumwunden. Erwachet! ist eine freie Zeitschrift. Sie erkennt Tatsachen an, nimmt Stellung zu Tatsachen und besitzt die Freiheit, Tatsachen zu veröffentlichen. Sie erscheint zweimal im Monat und wird durch die Post zugestellt. Die Kosten für ein Jahresabonnement betragen 5 DM (Österreich 30 öS; Luxemburg 50 lfrs). Als Geschenk erhält jeder neue Abonnent die drei Broschüren Tausend Jahre Frieden nahen!, „Diese gute Botschaft vom Königreich“ und „Siehe! Ich mache alle Dinge neu“.

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      19. September: Weltweite Einigkeit — ein dringendes Bedürfnis. Seite 489. Lieder: Nr. 5, 6.

      26. September: Die gute Botschaft, die die Menschheit vereinigt. Seite 495. Lieder: Nr. 36, 64.

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