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  • Ein „lauteres Auge“ ist erforderlich
    Der Wachtturm 1973 | 1. Oktober
    • Gott uns davor bewahren möge, etwas Schlechtes als begehrenswert anzusehen. Dann stimmen wir mit dem Psalmisten überein, der betete: „Laß meine Augen an dem vorübergehen, was zu sehen wertlos ist.“ — Ps. 119:37.

      Ein weiterer wichtiger Faktor, der uns hilft, ein „lauteres Auge“ zu bewahren, ist die Wertschätzung für das Verhältnis, das wir zum Schöpfer, zu Jehova Gott, haben. Dieses Verhältnis sollte uns in unserem Leben immer als das Wichtigste vor Augen stehen. Dann werden wir angespornt, uns zu bemühen, Jehovas Gunst zu behalten, und wir lassen uns nicht von selbstsüchtigen Begierden ablenken.

      Wer ein „lauteres Auge“ hat, wird nicht vergängliche, materielle Dinge zu seinem Lebensziel machen, sondern wird sich ‘Schätze im Himmel aufhäufen’, die nicht verlorengehen und nicht gestohlen oder zerstört werden können. (Matth. 6:19-21) Seine vortrefflichen Werke sind tatsächlich wie Reichtum, den man bei Jehova Gott hinterlegt, der die treuen Taten seiner Diener nicht vergißt, sondern der sie mit wunderbaren Segnungen belohnt. (Hebr. 6:10) Zu diesen vortrefflichen Werken gehört nicht nur, daß man anderen hilft, eine genaue Erkenntnis des Vorhabens Gottes zu erlangen, sondern auch, daß man darauf bedacht ist, seiner Verantwortung als Christ richtig nachzukommen, indem man seine Familienpflichten erfüllt, bei der Arbeit, in der Schule und auch sonstwo ein gutes Vorbild ist und indem man schnell bereit ist, Mitgläubigen zu helfen, wenn sie körperlich oder geistig krank sind. (Gal. 6:10; Eph. 4:25; 1. Tim. 5:8; Tit. 2:1-10) Ja, statt auf vergänglichen Reichtum zu vertrauen oder selbstsüchtig danach zu trachten, noch größeren Reichtum aufzuhäufen, ist derjenige, der ein „lauteres Auge“ hat, bestrebt, alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel zu benutzen, um die wahre Anbetung zu fördern und um denen zu helfen, die tatsächlich in Not sind.

      Wenn man seinen Blick wirklich auf den Schöpfer gerichtet hält, dann macht man sich keine übermäßigen Sorgen um seinen Lebensunterhalt. Man erkennt dann die Weisheit des Rates Jesu: „Hört auf, euch Sorgen zu machen um eure Seele über das, was ihr essen oder was ihr trinken werdet, oder um euren Leib über das, was ihr anziehen werdet. Bedeutet die Seele nicht mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? Beobachtet aufmerksam die Vögel des Himmels, denn sie säen nicht, noch ernten sie, noch sammeln sie etwas in Vorratshäuser ein, dennoch ernährt sie euer himmlischer Vater. Seid ihr nicht mehr wert als sie?“ — Matth. 6:25, 26.

      Das bedeutet nicht, daß ein Diener Gottes nie Schwierigkeiten haben würde, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, oder daß er nicht benachteiligt oder angefeindet würde. In Sprüche 24:16 heißt es: „Der Gerechte mag sogar siebenmal fallen.“ Aber wird der „Gerechte“ völlig verlassen werden und keine Hilfe erhalten, wenn er sich in solch widrigen Umständen befindet? Keineswegs. In dem Spruch heißt es weiter: „Er wird gewißlich aufstehen.“ Gott wird ihm helfen, seine Probleme zu überwinden.

      Derjenige, dessen „Auge“ immer auf Jehova gerichtet ist, wird sich daher die beruhigende Gewißheit nicht nehmen lassen, daß sein Gott ihn, ungeachtet dessen, was geschehen mag, nicht verlassen wird. (Hebr. 13:5) Er wird sich nicht dazu verleiten lassen zu denken, er müsse zu unehrlichen Mitteln Zuflucht nehmen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Zusammen mit anderen ergebenen Dienern Gottes wird er guten Mutes sein und sagen: „Jehova ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann mir ein Mensch antun?“ — Hebr. 13:6.

      Ein „lauteres Auge“ ist wirklich erforderlich; es ist ein echter Schutz. Dadurch, daß sich das „lautere Auge“ von dem Wunsch, Reichtum zu erlangen, und von der übertriebenen Sorge um den Lebensunterhalt abwendet, können die Fähigkeiten des Körpers dazu benutzt werden, wertvolle geistige Reichtümer zu erwerben. Außerdem wird jemand, der alles von Gottes Standpunkt aus sieht, nicht die entarteten Werke des Fleisches verüben. (Gal. 5:19-21) Aus Galater 5:16 geht hervor, wie dies möglich ist: „Wandelt beständig durch den Geist, und ihr werdet die Begierde des Fleisches überhaupt nicht vollbringen.“

      Bemühst du dich wirklich, ein „lauteres Auge“ zu bewahren, ein Auge, das seine ganze Aufmerksamkeit auf Jehova Gott richtet und das alles aus reinen Motiven betrachtet? Dein Wohl und dein Leben hängen davon ab.

  • Gewissenhaft gegenüber allen das Gute wirken
    Der Wachtturm 1973 | 1. Oktober
    • Gewissenhaft gegenüber allen das Gute wirken

      WÜRDEST du, wenn du in einem Lebensmittelgeschäft arbeiten würdest, ein verdorbenes Stück Fleisch verkaufen? Oder würdest du einem Fußgänger nachts einen Weg zeigen, von dem du wüßtest, daß er durch eine sehr gefährliche Gegend führt, in der viele Verbrechen geschehen?

      Es ist unwahrscheinlich, daß du so etwas tun würdest. Warum? Weil dir dein Gewissen — dein innerer Sinn für das, was recht und was unrecht ist — sagt, daß es verkehrt wäre, so etwas zu tun.

      Jemand mag jedoch aufgrund seiner Erziehung und der Umgebung, in der er aufgewachsen ist, etwas tun, was gemäß Gottes Gesetz verkehrt ist, ohne daß er dabei Gewissensbisse hat. Aber wenn ein Christ erfährt, wie Gott die Dinge betrachtet, dann sollte er die erforderlichen Änderungen vornehmen. Sein innerer Sinn für Recht und Unrecht sollte ihn veranlassen, das zu tun, was Gott gefällt. Tut dies dein Gewissen? Wirkst du gewissenhaft gegenüber allen das Gute? — Gal. 6:10.

      TABAKANBAU

      In den vergangenen Jahren ist viel über Tabak geschrieben und veröffentlicht worden, was gezeigt hat, daß er gesundheitsschädlich ist. Ja, in einem Bericht des Königlichen Ärztekollegiums in Großbritannien hieß es diesbezüglich: „Das Zigarettenrauchen ist heute eine ebenso bedeutende Todesursache, wie es die großen epidemischen Krankheiten, Typhus, Cholera und Tuberkulose, waren, die frühere Generationen in diesem Land heimsuchten.“ Außerdem lebt jemand, der raucht, nicht in Übereinstimmung mit der biblischen Ermahnung: „Laßt uns uns selbst reinigen von jeder Befleckung des Fleisches und Geistes, indem wir die Heiligkeit in der Furcht Gottes vervollkommnen.“ — 2. Kor. 7:1.

      Ist es in Anbetracht dessen Gott wohlgefällig, den Tabak anzubauen, der dann verarbeitet wird und durch den ein Mensch langsam vergiftet und so seine Gesundheit geschädigt wird?

      Viele Christen sind in den letzten Monaten und Jahren zu dem Schluß gekommen, daß sie es mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können, Tabak anzubauen. So schreibt ein Dienstamtgehilfe der Versammlung der Zeugen Jehovas in Harrodsburg (Kentucky):

      „Zweiundzwanzig Jahre lang war der Tabak unsere Haupteinnahmequelle. Nachdem wir vor einigen Jahren zu einer Erkenntnis der biblischen Wahrheit gelangt waren, kamen wir zu der Überzeugung, es sei nicht richtig, Tabak anzubauen, da das Rauchen gegen biblische Grundsätze verstößt. Doch erst im April 1971 entschlossen wir uns, keinen Tabak mehr anzubauen. Im folgenden Jahr (1972) vermieteten wir unsere Rechte auf Tabakanbau, das heißt die Genehmigung der Regierung für den Anbau einer gewissen Menge Tabak.

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