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  • ‘Gott ist nicht parteiisch’
    Der Wachtturm 1976 | 15. September
    • Namen und deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm hören), und er kommt tatsächlich und betet gegen dieses Haus hin, so mögest du selbst von den Himmeln, deiner festen Wohnstätte, her hören, und du wollest gemäß allem tun, worum der Ausländer zu dir ruft, auf daß alle Völker der Erde deinen Namen kennenlernen, damit sie dich ebenso fürchten, wie es dein Volk Israel tut“ (1. Kö. 8:41-43).

      NICHTISRAELITEN, DIE GESEGNET WURDEN

      In der Bibel wird sogar davon berichtet, daß mehrere Nichtisraeliten, die Glauben ausübten, von Jehova Gott besonders gesegnet wurden.

      Da lebte beispielsweise eine Witwe in Zarephath, die Elia, dem Propheten Jehovas, Gastfreundschaft erwies. Durch ein Wunder ging deshalb ihr kleiner Vorrat an Mehl und Öl während einer Hungersnot nicht aus. Ein noch größeres Wunder war die Auferweckung ihres einzigen Sohnes (1. Kö. 17:8-24; Luk. 4:25, 26).

      Rahab, eine Hure aus Jericho, gab ihre entwürdigende Beschäftigung auf, glaubte an Jehova und handelte in Übereinstimmung mit der Tatsache, daß er Israel gebrauchte. Sie und ihre Angehörigen verloren daher im Gegensatz zu den anderen Bewohnern Jerichos nicht das Leben. Außerdem wurde ihr ohne ihr Wissen das Vorrecht zuteil, in die Abstammungslinie des Messias aufgenommen zu werden, als sie mit Salmon eine ehrbare Ehe einging (Ruth 4:20-22; Matth. 1:5, 6; Hebr. 11:30, 31; Jak. 2:25).

      Auch Ruth, die Moabiterin, erlangte Gottes Wohlgefallen. Sie erwählte Jehova zu ihrem Gott und verließ freiwillig ihr Heimatland, um unter den Israeliten zu leben, einem Volk, das Jehova als den wahren Gott anerkannte. Der Höchste gewährte ihr, ein Glied in der bedeutendsten Abstammungslinie, der Linie, die zum Messias führte, zu werden (Matth. 1:5).

      Als der Messias, Jesus, kam, wurde den Israeliten aufgrund des Bundes, den Gott mit ihrem Vorvater Abraham geschlossen hatte, zuerst die Gelegenheit eingeräumt, loyale Jünger des Messias zu werden. Im Jahre 36 u. Z. wurde dann der ersten Gruppe unbeschnittener Nichtjuden dasselbe Vorrecht zuteil. An diese Gruppe wandte sich der Apostel Petrus mit den Worten: „Bestimmt merke ich, daß Gott nicht parteiisch ist, sondern daß ihm in jeder Nation der Mensch, der ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, annehmbar ist“ (Apg. 10:34, 35).

      AHME GOTTES UNPARTEILICHKEIT NACH

      Da Gott unparteiisch ist, sollten alle, die sein Wohlgefallen erlangen möchten, ihm gleichen. Das heißt, sie sollten niemand aufgrund seiner Bildung, seiner finanziellen Verhältnisse, seiner prominenten Stellung oder dergleichen bevorzugen. Sie sollten niemand nach fleischlichen oder unvollkommenen menschlichen Maßstäben beurteilen. Was wirklich zählt, ist nicht jemandes Äußeres, sondern was der Betreffende in seinem Herzen ist.

      Gottes Unparteilichkeit erlegt seinen Dienern die Verantwortung auf, ihren Mitmenschen zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu verhelfen. Niemand sollte der Meinung sein, ein anderer sei dieser Hilfe unwürdig. Menschen, die sich wirklich ändern wollen, kann geholfen werden, sich zu ändern. Der Apostel Paulus schrieb an die Korinther: „Weder Hurer noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei Männern liegen, noch Diebe, noch Habgierige, noch Trunkenbolde, noch Schmäher, noch Erpresser werden Gottes Königreich ererben. Und doch waren das einige von euch. Aber ihr seid reingewaschen worden“ (1. Kor. 6:9-11). Demnach können Personen, die ihr Leben mit Gottes Willen in Übereinstimmung bringen, reine, annehmbare Diener Gottes werden.

      Wenn wir verstehen, daß Gott unparteiisch ist, werden wir auch zu dem, was andere von uns denken mögen, richtig eingestellt sein. Es wird uns nicht daran gelegen sein, Menschen zu gefallen, die man durch das Äußere beeindrucken kann, sondern Jehova Gott, der sieht, was im Herzen ist. Wir werden uns an den biblischen Rat halten: „Was immer ihr tut, arbeitet daran mit ganzer Seele als für Jehova und nicht für Menschen, denn ihr wißt, daß ihr den gebührenden Lohn, das Erbe, von Jehova empfangen werdet. Dient als Sklaven für den Herrn, Christus. Wer unrecht tut, wird bestimmt das zurückerhalten, was er unrechterweise getan hat, und da ist keine Parteilichkeit“ (Kol. 3:23-25).

      Ja, Gottes Unparteilichkeit hat zu wunderbaren Segnungen für die Menschen geführt. Nicht nur für einige wenige, sondern für alle ist die Voraussetzung dafür geschaffen worden, daß sie sich entschließen können, in ein annehmbares Verhältnis zu Gott zu gelangen und die Aussicht auf ewiges Leben zu haben. Die Kenntnis dieser Tatsache sollte uns veranlassen, so vielen Menschen wie möglich zu einer genauen Erkenntnis der Wahrheit zu verhelfen. Sie sollte uns bewegen, niemand zu bevorzugen und nicht ungebührend darum besorgt zu sein, was Menschen von uns denken mögen. Wenn wir alles als für Jehova tun und seine Unparteilichkeit nachahmen, dürfen wir davon überzeugt sein, reich belohnt zu werden.

  • Wieso Jesu Gleichnisse den Menschen eine Hilfe waren
    Der Wachtturm 1976 | 15. September
    • Wieso Jesu Gleichnisse den Menschen eine Hilfe waren

      JESUS wollte den Menschen helfen. Er empfand Mitleid mit ihnen, besonders mit den Kranken und den Bedrückten, weil er sah, daß sie „umhergestoßen wurden wie Schafe, die keinen Hirten haben“ (Matth. 9:36). Er heilte viele dieser Menschen. Ein Aussätziger bat ihn zum Beispiel inständig, indem er auf die Knie fiel und sagte: „Wenn du nur willst, kannst du mich rein machen.“ Jesus wurde daraufhin von Mitleid bewegt, er streckte seine Hand aus und sagte zu ihm: „Ich will es. Werde rein!“ (Mark. 1:40, 41).

      Aber Jesus half den Menschen auf eine noch nützlichere und dauerhaftere Weise als durch die Heilung ihrer körperlichen Leiden. Ja, seine Heilungen waren keinesfalls der wichtigste Bestandteil seines Werkes. Geheilt wurden verhältnismäßig wenige, doch jedermann im Land hörte von seinen Lehren.

      WIESO GLEICHNISSE EINE HILFE SIND

      Gleichnisse spielten eine bedeutende Rolle, wenn Jesus zu einer Menschenmenge sprach und sie belehrte. Die Bibel berichtet: „Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen, doch wenn sie allein waren, erklärte er seinen Jüngern jeweils alles“ (Mark. 4:34). Wieso waren seine Gleichnisse besonders für diejenigen eine Hilfe, die wirklich eine Erklärung wünschten? Vor allem deshalb, weil Gleichnisse die geistigen Dinge, die Gedanken und die Handlungsweise Gottes, den Menschen verständlich machten. Jesus gebrauchte Dinge und Vorgänge aus dem täglichen Leben, um Abstraktes und tiefere Dinge zu veranschaulichen. Man muß nicht besonders gebildet sein, um die durch die Gleichnisse vermittelten Grundsätze zu verstehen. Jesu Gleichnisse sind heute ebenso passend und anwendbar wie zu der Zeit, als er sie erzählte.

      Wer könnte zum Beispiel aus dem Gleichnis vom undankbaren Sklaven nicht den Grundsatz erfassen, daß wir untereinander barmherzig und zum Vergeben bereit sein sollten? In diesem Gleichnis spricht Jesus von einem König,

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