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Die Pfingstbewegung — Religion mit RhythmusDer Wachtturm 1964 | 1. April
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an die Gefühle appellierendes Erlebnis. Wir sollten in der wahren Religion nicht nach sichtbaren Zeichen, sondern nach der biblischen Wahrheit suchen. Unser Glaube sollte nicht auf sichtbaren Zeichen beruhen, sondern auf den biblischen Wahrheiten, die wir kennenlernen. Wir sollten uns stets an die biblische Warnung erinnern: „Doch ist die Gegenwart des Gesetzlosen gemäß der Wirksamkeit des Satans mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern und mit Trug der Ungerechtigkeit für jene, die zur Vergeltung dafür zugrunde gehen, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, um gerettet zu werden.“ — 2. Thess. 2:9, 10, NW.
Da die Pfingstleute selbst zugeben, daß es bei ihnen auch Kundgebungen des Geistes gebe, die nicht echt seien, wie W. J. Seymour es zum Beispiel bestätigte, könnte man da nicht mit Recht auch die anderen in Frage ziehen? Wenn dämonische Besessenheit solche Erscheinungen hervorrufen kann, sollten wir da tatsächlich annehmen, einige würden durch den heiligen Geist und andere durch Dämonen hervorgerufen und man müsse daher zwischen echten und falschen unterscheiden? „Eine Quelle läßt doch nicht etwa aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere hervorsprudeln?“ (Jak. 3:11, NW) Man sollte daher die Anzeichen, die darauf hindeuten, daß die Erlebnisse der Pfingstleute dämonischem Einfluß zuzuschreiben sind, nüchtern und sachlich prüfen. Vergessen wir nicht, daß der inspirierte Apostel Paulus Christen warnend schrieb, Satan suche „mit jeder Machttat und mit lügenhaften Zeichen und Wundern“ alle irrezuführen, die „die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen“ hätten. — 2. Thess. 2:9, 10, NW.
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Das Ziel verfehlenDer Wachtturm 1964 | 1. April
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Das Ziel verfehlen
IN MANCHEN Kreisen der heutigen Gesellschaft gilt der Glaube an die Sünde als veraltet und das Schuldbewußtsein als eine Gefahr für unsere geistige Gesundheit. Diese Ansicht verfolgt die Tendenz, alle sittlichen Hemmungen zu verdrängen, und führt daher zu einem allgemeinen Sittenverfall. Nach dem Psychologen O. Hobart Mowrer, dem ehemaligen Präsidenten der Gesellschaft amerikanischer Psychologen, soll Freuds Psychologie viel zur Entwicklung dieser demoralisierenden Denkweise beigetragen haben. Er sagt:
„Seit einem halben Jahrhundert haben wir Psychologen nun größtenteils die Freudsche Lehre vertreten, daß ... der Patient eigentlich zu gut gewesen sei; daß er seine inneren Triebe, besonders den Lust- und Haßtrieb, unnötig gehemmt habe. Die Gesundheit verlange aber, sagen wir ihm, daß sich diese Triebe äußern könnten.“ Durch den Versuch, das Schuldbewußtsein zu zerstören, hätten die Psychologen auch die sittlichen Hemmungen verdrängt, führt Dr. Mowrer weiter aus, und
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