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    Der Wachtturm 1969 | 15. April
    • So, wie Martin Luther diesen Vers wiedergibt, könnte man denken, eine Frau würde durch Kindergebären ewige Rettung erlangen, doch das kann nicht gemeint sein. Viele andere Texte lassen erkennen, daß sowohl Männer als Frauen an den Herrn Jesus glauben, eine genaue Erkenntnis erlangen und Glauben ausüben müssen, um die ewige Rettung zu erlangen. — Apg. 16:30, 31; Joh. 17:3; Röm. 10:10.

      Andere Übersetzungen erwecken den Eindruck, als ob es sich bei diesem Text um eine Verheißung handle, nach der Gott alle Frauen, die ihm dienen, bei der Geburt eines Kindes am Leben erhalten würde. (Moffatt, New American Standard Bible) Das war aber bis dahin nicht immer der Fall und ist auch seither nicht immer der Fall gewesen. (1. Mose 35:16-18) Es gab gläubige und ungläubige Frauen, die die Geburt ihrer Kinder überlebten, und es gab gläubige und ungläubige Frauen, die an einer Geburt starben. Folglich bedeuten diese Worte nicht, daß die Frauen während der Geburt eines Kindes am Leben bewahrt werden, sondern daß sie durch Kindergebären und durch die Erfüllung der damit verbundenen Pflichten am Leben bewahrt oder „in Sicherheit bleiben“ werden, vorausgesetzt, daß sie auch Glauben, Liebe und einen gesunden Sinn an den Tag legen.

      Wie bereits erwähnt, behandelte Paulus in diesem Zusammenhang die richtige Einstellung der Frauen und ihre Pflichten. Sie sollten in der Versammlung unterwürfig sein und erkennen lassen, daß sie nicht versuchen, Gewalt über Männer auszuüben. Um zu veranschaulichen, zu welchen Schwierigkeiten es führen kann, wenn eine Frau ihre Stellung nicht anerkennt, führt der Apostel Eva als Beispiel an. Sie eilte Adam voraus, wurde betrogen und geriet in Übertretung. — 1. Tim. 2:11-14.

      Etwas später in diesem Brief ermahnt Paulus christliche Frauen zur Vorsicht in bezug auf ihre Handlungsweise. Von jüngeren Witwen sagt er: „[Sie sind] unbeschäftigt ..., indem sie in den Häusern umherlaufen, ja nicht nur unbeschäftigt, sondern auch Schwätzer und solche, die sich in die Angelegenheiten anderer Leute einmischen und Dinge reden, die sich nicht gehören.“ Eine solche Handlungsweise könnte alle möglichen Schwierigkeiten zur Folge haben und Frauen veranlassen, Dinge zu entscheiden, deren Entscheidung eigentlich die Sache von Ehemännern oder von ernannten Dienern in der Versammlung wäre. Wie könnten jüngere Witwen vor diesen Gefahren bewahrt werden? Paulus erwähnt unter anderem, daß sie „heiraten, Kinder gebären, einen Haushalt führen“ sollten. — 1. Tim. 5:11-15.

      Wenn er also schrieb, Frauen würden „durch Kindergebären in Sicherheit bleiben“, wollte er damit sagen, daß sie sich mit nützlichen Dingen beschäftigen sollten. Sie würden, wenn sie einen Haushalt führten und sich der Erziehung ihrer Kinder widmeten, Aufgaben erfüllen, für die Gott die Frau mit wunderbaren Fähigkeiten ausgestattet hat, und würden dadurch vielleicht „in Sicherheit bleiben“ und vor den Gefahren bewahrt werden, in die untheokratische Frauen geraten mochten. Die Erfüllung dieser Aufgaben würde auch eine vortreffliche Ergänzung zu ihrer gottesdienstlichen Tätigkeit sein und würde ihnen helfen, „in Glauben und Liebe und Heiligung“ zu verharren.

      Unverheiratete oder kinderlose Frauen und christliche Männer können aus dem Grundsatz, der diesem inspirierten Rat zugrunde liegt, folgendes lernen: Wir sollten alle darauf achten, daß wir uns mit nützlichen Dingen beschäftigen. Gottes Wort gibt uns den ernsten Rat: „So wacht denn streng darüber, wie ihr wandelt, nicht als Unweise, sondern als Weise, indem ihr die gelegene Zeit für euch selbst auskauft, weil die Tage böse sind.“ — Eph. 5:15, 16.

  • Bekanntmachungen
    Der Wachtturm 1969 | 15. April
    • Bekanntmachungen

      PREDIGTDIENST

      Es gibt Leute, die sagen, die Zeugen Jehovas seien die am schnellsten wachsende Religionsorganisation der Welt. Das stimmt vielleicht nicht, aber wir wissen, daß von ihnen gesagt werden kann, daß sie die einzigen Menschen sind, die wirklich mit ganzem Herzen, ganzem Sinn, ganzer Seele und ganzer Kraft an die Worte glauben: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis; und dann wird das Ende kommen.“ (Matth. 24:14) Sie haben ihren aufrichtigen Glauben an diese Worte bewiesen, indem sie immer weiter, ja bis in die entferntesten Teile der Erde vorgedrungen sind, um die Menschen zu ermuntern, die gute Botschaft vom Königreich ebenfalls zu predigen. Sie haben auf eine des Königreiches würdige Weise Zeugnis von dieser neuen, von Gott geschaffenen Regierung gegeben. Seit 1947 haben sie über 5 425 000 000 Bücher, Broschüren, Handzettel und Traktate, durch die Gottes Königreich bekanntgemacht worden ist, in 165 Sprachen verbreitet. Darüber hinaus haben sie Millionen und aber Millionen Exemplare der Zeitschriften Der Wachtturm und Erwachet! verbreitet, durch die die Menschen diese Botschaft ebenfalls vernommen haben. Im April bieten sie überall, wo sich die Gelegenheit bietet, ein Jahresabonnement auf die Zeitschrift Der Wachtturm zusammen mit drei bibelerklärenden Broschüren gegen einen Beitrag von 5 DM an (Österreich 30 öS; Luxemburg 50 lfrs).

      „WACHTTURM“-STUDIEN FÜR DIE WOCHE VOM

      11. Mai: Warum Gott, der Allmächtige, über die Nationen lacht. Seite 232. Lieder: Nr. 57, 89.

      18. Mai: Einzelne und Nationen zum Gelächter gemacht. Seite 239. Lieder: Nr. 63, 20.

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