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  • Gestärkt durch Ermunterung
    Der Wachtturm 1963 | 15. September
    • Petrus. Dann vergleicht er ihre Lage mit dem Leidensweg Christi, indem er sagt: „Denn hierzu seid ihr berufen worden; denn auch Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, auf daß ihr seinen Fußstapfen nachfolget; welcher keine Sünde tat, noch wurde Trug in seinem Munde erfunden, der, gescholten, nicht wiederschalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der recht richtet.“ Welch ein ermutigendes Vorbild für uns! — 1. Petr. 2:18-23.

      15. (a) Worauf lenkte Petrus die Aufmerksamkeit christlicher Ehefrauen, um sie zu ermuntern? (b) Welchen Rat gab er Ehemännern zur Ermunterung? (c) Worauf sollten Mann und Frau bedacht sein, um einander zu stärken und zu helfen?

      15 Diese beispielhafte Unterwürfigkeit empfiehlt Petrus auch christlichen Frauen, selbst denen, die ungläubige Männer haben, denn zu Beginn seines Rates gebraucht er den Ausdruck „ebenso“ und lenkt dadurch die Aufmerksamkeit auf seine vorangehenden Erklärungen über die Unterwürfigkeit. Auch die Frauen können sich an Christus ein Beispiel nehmen, und zwar heute noch genauso wie im ersten Jahrhundert. Petrus gibt ihnen einen Rat, der sie ermuntert und ihnen zeigt, wozu ihr geduldiges Ausharren führen wird. Er sagt: „Seid euren Männern untertan, damit sie, wenn einige dem Worte nicht gehorchen, durch das Benehmen ihrer Frauen ohne ein Wort gewonnen werden, weil sie Augenzeugen eures keuschen Wandels und tiefen Respekts gewesen sind.“ Auch die Männer haben ihre Probleme und können ein ermunterndes Wort gebrauchen. Darum bespricht Petrus, der selbst verheiratet war und vom Geiste Jehovas geleitet wurde, auch ihre Schwierigkeiten. Er fordert sie auf, für ihre Frauen Verständnis zu haben und stets daran zu denken, daß die Frau ein „schwächeres Gefäß“ sei und sie von ihr daher nicht erwarten könnten, daß sie so empfinde oder arbeite wie der Mann. Das Wichtigste, worauf Mann und Frau bedacht sein sollten, ist ihr Verhältnis zu Gott. Sie sollten nie zulassen, daß häusliche Schwierigkeiten ihren ernsthaften Wunsch, einander zu helfen, das ewige Leben zu gewinnen, beeinträchtigen. Welch ein praktischer, ermunternder Rat! Welche Hilfe war es doch damals für alle, daß ihre schwierigen Probleme einmal behandelt und ihnen die christlichen Grundsätze, von denen sie sich leiten lassen sollten, vor Augen geführt wurden, ja daß ihnen gezeigt wurde, wieviel Gutes sie bewirken könnten, wenn sie selbst unter schwierigen Verhältnissen treu blieben. Dieser inspirierte Brief gibt uns in der prüfungsreichen Zeit, in der wir heute leben, ebenfalls Kraft. — 1. Petr. 3:1-9, NW.

      16. Welche Dinge werden im 5. Kapitel des ersten Petrusbriefes mit den Aufsehern behandelt, und warum?

      16 Auch die Aufseher vergaß Petrus in seinem Brief nicht. Er dachte nicht, sie hätten es nicht nötig, ermuntert zu werden. Im Gegenteil, er besprach mit ihnen Dinge, die ihnen besonders am Herzen lagen: die richtige Einstellung zu ihrem Dienst, ihr Verhältnis zu Gott und zu ihren Brüdern, die Behandlung schwieriger Probleme und die Verfolgung. „Hütet die euch anvertraute Herde Gottes ... jene ..., welche Gottes Erbteil sind“, schrieb er. Welchen Aufseher ergreift es auch heute nicht tief, wenn er daran denkt, daß die Glieder der Versammlung, der er vorsteht, Menschen sind, die Gott gehören? Ein Aufseher, der seine Aufgabe von dieser Warte aus betrachtet, „herrscht“ nicht über die Herde, er wird auch nicht stolz, sondern befolgt den Rat: „Demütigt euch daher unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur fälligen Zeit, wobei ihr all eure Sorge auf ihn werft; denn er sorgt für euch.“ Das Bewußtsein, nicht die ganze Last allein tragen zu müssen, ist für einen demütigen Aufseher wirklich eine Quelle der Ermunterung. Er wird aufgefordert, sich bei der Behandlung von Problemen von Gott leiten zu lassen und all seine Sorge auf ihn zu werfen, indem er sein Wort zum Führer nimmt und ihn im Gebet anruft. Er steht auch nicht allein da, wenn er von Satans Welt verfolgt wird, denn Petrus sagte: „Ihr wißt, daß dieselben Dinge bezüglich Leiden sich an der ganzen Gemeinschaft eurer Brüder in der Welt erfüllen. Aber der Gott aller unverdienten Güte, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Einheit mit Christus, wird, nachdem ihr eine kleine Weile gelitten habt, selbst eure Schulung vollenden, er wird euch befestigen, er wird euch stark machen.“ (1. Petr. 5:1-10, NW) Aufseher haben somit allen Grund, mutig zu sein.

      17. Wer stärkt uns, und warum?

      17 Jehova stärkt sein Volk. Er veranlaßte, daß die ermunternden Worte niedergeschrieben wurden, die wir eben betrachtet haben. Die Verheißungen, die sein Wort, die Bibel, enthält, flößen uns Hoffnung ein. Seine Belehrungen helfen uns, mit den Problemen des Lebens fertig zu werden. Da er uns stärkt, können wir standhaft bleiben, selbst wenn die ganze Welt gegen uns wäre. Ja, wir können wie David sagen: „Jehova ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher frohlockt mein Herz, und ich werde ihn preisen mit meinem Liede. Jehova ist ihre [seines Volkes, NW] Stärke.“ — Ps. 28:7, 8.

  • Andere ermuntern
    Der Wachtturm 1963 | 15. September
    • Andere ermuntern

      1. Warum sind wir als Christen verpflichtet, einander zu ermuntern, und an wem können wir uns in dieser Hinsicht ein Beispiel nehmen?

      JEDEM von uns bieten sich Gelegenheiten, andere zu ermuntern. Wieviel Gutes können wir doch bewirken, wenn wir solche Gelegenheiten richtig nutzen! Jehova geht uns in dieser Beziehung mit gutem Beispiel voran. Er vergibt uns unsere Fehler, flößt uns Hoffnung ein und stärkt uns für bevorstehende Prüfungen und die vor uns liegende Arbeit. Auch sein Sohn Jesus Christus war uns auf diesem Gebiet ein Vorbild. Durch seine Handlungsweise wurden gutgesinnte Menschen ermuntert, denn er zeigte sein Mitleid mit Kranken und Bedrängten und ging seinen Jüngern mit gutem Beispiel voran, indem er Seite an Seite mit ihnen die gute Botschaft predigte und schließlich sogar sein Leben für sie niederlegte. (Joh. 15:13) Die Apostel erkannten ebenfalls, daß sie, wenn sie ihren Auftrag erfüllen wollten, bei der Durchführung des Predigt­werkes nicht nur auf Leistungsfähigkeit bedacht sein durften, sondern ihre Mitarbeiter auch liebevoll ermuntern mußten, und das taten sie durch auferbauende Briefe, durch Besuche und begeisternde Ansprachen in den Versammlungen. (1. Petr. 5:12; Hebr. 13:22; Apg. 11:23; 20:2, Fußnote) Welch vortreffliche Beispiele für uns! Wir sollten sie unbedingt nachahmen, denn die Bibel spornt uns an, Nachahmer Gottes zu werden, in den Fußstapfen seines Sohnes zu wandeln und die Apostel nachzuahmen, wie sie Christus nachahmten. Folglich müssen auch wir einander ermuntern. — Eph. 5:1; 1. Petr. 2:21; 1. Kor. 11:1.

      2. Wie werden heute viele von ihren Mitmenschen behandelt, und warum ist diese Handlungsweise eine so allgemeine Erscheinung?

      2 In der heutigen Welt neigt man jedoch eher dazu, einander herabzusetzen und das Verhalten und die Gewohnheiten anderer zu verurteilen, nur um sich selbst beliebt zu machen. Man unterdrückt andere, damit sie einen nicht überflügeln können. Der Arbeiter wird kaum noch gelobt, er kann seine Arbeit noch so gut machen. Unterläuft ihm aber einmal ein Fehler, so wird ihm gleich gehörig die Meinung gesagt. Viele Hausfrauen verlieren den Mut, weil ihre Männer alles, was

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