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Wie man die Ehebande stärken kannDer Wachtturm 1993 | 15. August
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Dennoch wollte Jesus damit nicht sagen, man müsse sich von dem untreuen Ehepartner scheiden lassen. Die Entscheidung, sich scheiden zu lassen oder nicht, bleibt dem unschuldigen Partner überlassen, der auch die Folgen abwägen muß. Ehefrauen, die sich mit dem Gedanken an eine schriftgemäße Scheidung tragen, sollten auch im Sinn behalten, was Gott sagte, als er die erste Frau für ihre Sünde verurteilte. Gott erwähnte gegenüber Eva nicht nur die Todesstrafe, sondern sagte außerdem: „Dein tiefes Verlangen wird nach deinem Mann sein, und er wird über dich herrschen“ (1. Mose 3:16). In dem Werk Biblischer Commentar über das Alte Testament umschreiben C. F. Keil und F. Delitzsch dieses „Verlangen“ mit „einem an Krankhaftigkeit grenzenden Verlangen“. Freilich ist ein solches Verlangen nicht bei jeder Frau gleich stark, doch wenn eine unschuldige Ehefrau eine Scheidung in Betracht zieht, sollte sie dabei vernünftigerweise die emotionellen Bedürfnisse mit berücksichtigen, die Frauen von Eva geerbt haben. Da sich der unschuldige Ehepartner durch den Seitensprung des schuldigen Partners sexuell übertragbare Krankheiten, einschließlich Aids, zuziehen könnte, haben sich jedoch einige entsprechend dem von Jesus genannten Grund zu einer Scheidung entschlossen.
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Wie man die Ehebande stärken kannDer Wachtturm 1993 | 15. August
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Jehovas Urteilsspruch über Adam und Eva kündigte noch einen weiteren Schwierigkeitsfaktor an. Jehova sagte zu Eva bezüglich ihres Verhältnisses zu ihrem Mann: „Er wird über dich herrschen.“ Wie Isao, der im ersten Artikel erwähnt wurde, herrschen heutzutage viele Ehemänner in skrupelloser Weise über ihre Frau, ohne Rücksicht auf deren Gefühle zu nehmen. Dennoch haben zahlreiche Frauen ein Verlangen nach der Aufmerksamkeit ihres Mannes. Wird das Verlangen nicht gestillt, holen sich Frauen diese Aufmerksamkeit einfach und handeln selbstsüchtig. Da etliche Männer über ihre Frau herrschen und Frauen ein übertriebenes Verlangen nach ihrem Mann haben, herrscht ein Geist der Selbstsucht, und der Frieden ist dahin. In einem Bericht mit der Überschrift „Zur Analyse heutiger Scheidungen“ schrieb Shunsuke Serizawa: „Eine Analyse des Scheidungsproblems würde mit einem Schlag unmöglich, ließe man die Wurzel des Problems außer acht: Jeder möchte ‚seinen Willen durchsetzen‘, das heißt, den eigenen Interessen wird höchste Priorität eingeräumt.“
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