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ChronologieEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Der Bibelbericht erwähnt nicht ausdrücklich eine einzige Ära, deren Anfangspunkt zur Datierung aller folgenden Ereignisse diente. Dies an sich bedeutet aber nicht, dass keine Zeittafel existiert hätte, die vergangene Ereignisse an bestimmter und richtiger Stelle in den Strom der Zeit einordnete. Die Tatsache, dass die Bibelschreiber, wenn sie über besondere Begebenheiten berichteten, genaue Zeitangaben machen konnten, die sich zum Teil auf Zeiträume von mehreren hundert Jahren bezogen, beweist, dass es weder den Israeliten noch ihren Vorfahren an Interesse auf dem Gebiet der Chronologie mangelte. Deshalb konnte Moses schreiben: „Es geschah am Ende der vierhundertdreißig Jahre [hier von dem Zeitpunkt an gerechnet, als Abraham auf dem Weg in das Land Kanaan den Euphrat überquerte und Gott offensichtlich den Bund mit Abraham in Kraft setzte], ja es geschah an ebendiesem Tag, dass alle Heere Jehovas aus dem Land Ägypten auszogen“ (2Mo 12:41; siehe AUSZUG AUS ÄGYPTEN; vgl. Gal 3:16, 17). Ferner finden wir in 1. Könige 6:1 die Worte aufgezeichnet, dass „im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Auszug der Söhne Israels aus dem Land Ägypten“ König Salomo mit dem Bau des Tempels in Jerusalem begonnen habe. Dennoch verwendete man später im Allgemeinen weder den Zeitpunkt, als der abrahamische Bund in Kraft trat, noch den Auszug aus Ägypten als den Anfang einer Ära, von dem aus andere Ereignisse hätten datiert werden können.
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ChronologieEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
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Von 1943 v. u. Z. bis zum Auszug aus Ägypten. In 2. Mose 12:40, 41 heißt es: „Die Wohnzeit der Söhne Israels, die in Ägypten gewohnt hatten, betrug vierhundertdreißig Jahre. Und es geschah am Ende der vierhundertdreißig Jahre, ja es geschah an ebendiesem Tag, dass alle Heere Jehovas aus dem Land Ägypten auszogen.“ Während die meisten Übersetzungen Vers 40 in dem Sinn wiedergeben, dass sich die 430 Jahre ausschließlich auf die Wohnzeit in Ägypten beziehen, kann man den hebräischen Urtext auch in obiger Weise übersetzen. Außerdem bringt Paulus in Galater 3:16, 17 die 430-Jahr-Periode mit der Zeit zwischen dem Inkrafttreten des abrahamischen Bundes und der Schließung des Gesetzesbundes in Verbindung. Als Abraham auf Gottes Verheißung hin im Jahr 1943 v. u. Z. auf seinem Weg nach Kanaan den Euphrat überquerte und tatsächlich gemäß Gottes Anweisung in „das Land“ einzog, trat offensichtlich der abrahamische Bund in Kraft (1Mo 12:1; 15:18-21). Genau 430 Jahre nach diesem Ereignis, im Jahr 1513 v. u. Z., wurden seine Nachkommen aus Ägypten befreit, und im selben Jahr wurde der Gesetzesbund mit ihnen geschlossen. Man muss schon sehr früh verstanden haben, dass die in 2. Mose 12:40, 41 erwähnte Zeitperiode von der Zeit an zu zählen begann, als sich die Vorfahren der Nation auf den Weg nach Kanaan begaben, wie aus der Lesart der Septuaginta hervorgeht: „Aber die Wohnzeit der Söhne Israels, die sie im Land Ägypten und im Land Kanaan wohnten, [betrug] vierhundertdreißig Jahre.“
Die Zeitspanne von da an, als sich Abraham nach Kanaan aufmachte, bis zur Reise Jakobs nach Ägypten betrug 215 Jahre. Diese Zahl erhält man wie folgt: 25 Jahre vergingen von der Abreise Abrahams aus Haran bis zur Geburt Isaaks (1Mo 12:4; 21:5); bis zur Geburt Jakobs verstrichen weitere 60 Jahre (1Mo 25:26); und Jakob war bei seiner Ankunft in Ägypten 130 Jahre alt (1Mo 47:9). Dies ergibt insgesamt 215 Jahre (von 1943 bis 1728 v. u. Z.). Das bedeutet, dass die Israeliten im Anschluss daran die gleiche Anzahl von Jahren (215) in Ägypten zubrachten (von 1728 bis 1513 v. u. Z.). Die Israeliten konnten sich in den 215 Jahren so vermehrt haben, dass zu dem Volk 600 000 „kräftige Männer“ gehörten, was unter dem Stichwort AUSZUG AUS ÄGYPTEN besprochen wird (2Mo 12:37).
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