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Wie wir einander loyale Liebe zeigen könnenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2021 | November
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9. Wieso dachte Noomi, Jehova hätte sich gegen sie gestellt?
9 Das Bibelbuch Ruth erzählt die Geschichte von Noomi, ihrer Schwiegertochter Ruth und dem gottesfürchtigen Boas, einem Verwandten von Noomis Mann. Noomi, ihr Mann und ihre zwei Söhne zogen wegen einer Hungersnot in Israel nach Moab. Dort starb Noomis Mann. Ihre zwei Söhne heirateten, starben dann aber leider auch (Ruth 1:3-5; 2:1). Noomi versank tiefer und tiefer in Verzweiflung. Ihr Kummer wurde so übermächtig, dass sie dachte, sie hätte Jehova gegen sich. Sie sagte: „Jehovas Hand [hat sich] gegen mich gewandt.“ „Der Allmächtige hat mir das Leben sehr bitter gemacht.“ Und: „Jehova [hat sich] gegen mich gestellt und der Allmächtige [hat] Unglück über mich gebracht“ (Ruth 1:13, 20, 21).
10. Wie reagierte Jehova auf Noomis bittere Worte?
10 Wie reagierte Jehova auf Noomis bittere Worte? Er wandte sich nicht von ihr ab, sondern fühlte mit ihr. Jehova ist bewusst: „Unterdrückung kann einen Weisen in den Wahnsinn treiben“ (Pred. 7:7). Noomi brauchte Hilfe, um zu sehen, dass Jehova auf ihrer Seite war. Was tat er für sie? (1. Sam. 2:8). Er veranlasste Ruth, für Noomi da zu sein und ihr loyale Liebe zu zeigen. Ruth stand ihrer Schwiegermutter gern zur Seite. Liebevoll half sie Noomi, ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden und zu sehen, dass Jehova sie nach wie vor liebte. Was können wir von Ruth lernen?
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Wie wir einander loyale Liebe zeigen könnenDer Wachtturm (Studienausgabe) 2021 | November
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18. Was muss Ruth sehr wehgetan haben?
18 Nimm es nicht persönlich. Als Noomi und Ruth in Bethlehem ankamen, begegnete Noomi ihren früheren Nachbarn. Sie sagte zu ihnen: „Als ich wegzog, hatte ich alles, und jetzt lässt Jehova mich mit leeren Händen zurückkommen“ (Ruth 1:21). Wie muss sich Ruth da gefühlt haben! Sie hatte alles gegeben, um Noomi zu helfen. Sie hatte mit ihr geweint, sie getröstet und war tagelang mit ihr unterwegs gewesen. Und trotzdem sagte Noomi: „Jetzt lässt Jehova mich mit leeren Händen zurückkommen.“ Kein Wort darüber, was Ruth, die direkt neben ihr stand, alles für sie getan hatte. Das muss Ruth sehr wehgetan haben. Und doch hielt sie fest zu Noomi.
19. Was hilft uns, Niedergeschlagene nicht aufzugeben?
19 Was das für uns bedeutet: Vielleicht reagiert eine niedergeschlagene Schwester, der wir helfen wollen, zunächst mit verletzenden Worten. Aber wir versuchen, das nicht persönlich zu nehmen. Wir halten fest zu unserer Schwester und bitten Jehova, uns zu zeigen, wie wir sie trösten können (Spr. 17:17).
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