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  • Ausländer zu Gottes Haus des Gebets versammelt
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • Ausländer beten Gott zusammen mit seinem Volk an

      11. Wozu werden Ausländer ermuntert, damit sie gesegnet werden?

      11 Wie verhält es sich mit den Ausländern? Die Prophezeiung kommt nun auf sie zurück und Jehova hat sehr tröstliche Worte für sie. Jesaja schreibt: „Die Ausländer, die sich Jehova angeschlossen haben, um ihm zu dienen und den Namen Jehovas zu lieben, um ihm zu Knechten zu werden, alle, die den Sabbat beobachten, um ihn nicht zu entweihen, und die an meinem Bund festhalten, sie will ich dann zu meinem heiligen Berg bringen und sie erfreuen in meinem Haus des Gebets. Ihre Ganzbrandopfer und ihre Schlachtopfer werden zur Annahme auf meinem Altar sein. Denn mein eigenes Haus wird ja ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden“ (Jesaja 56:6, 7).

      12. Wie verstand man einst Jesu Prophezeiung von den „anderen Schafen“?

      12 In unseren Tagen sind die „Ausländer“ nach und nach in Erscheinung getreten. Vor dem Ersten Weltkrieg verstand man, dass wesentlich mehr Menschen gerettet werden als die Anzahl derer, die hoffen, einmal mit Jesus im Himmel zu herrschen — also nicht nur diejenigen, die wir heute als das Israel Gottes kennen. Erforscher der Bibel waren sich der in Johannes 10:16 aufgezeichneten Worte Jesu bewusst: „Ich habe andere Schafe, die nicht aus dieser Hürde sind; auch diese muss ich bringen, und sie werden auf meine Stimme hören, und sie werden e i n e Herde werden unter e i n e m Hirten.“ Diese „anderen Schafe“ verstand man als eine irdische Klasse. Aber die meisten Erforscher der Bibel glaubten, die anderen Schafe gäbe es erst während der Tausendjahrherrschaft Jesu Christi.

      13. Warum argumentierte man, dass die in Matthäus, Kapitel 25 erwähnten Schafe in den letzten Tagen des gegenwärtigen Systems der Dinge zu erwarten sind?

      13 Schließlich verstand man eine verwandte Schriftstelle besser, in der ebenfalls von Schafen die Rede ist. In Matthäus, Kapitel 25 wird von Jesu Gleichnis von den Schafen und den Ziegenböcken berichtet. Gemäß diesem Gleichnis erhalten die Schafe ewiges Leben, weil sie Jesu Brüder unterstützen. Somit handelt es sich um eine andere Klasse, die sich von den gesalbten Brüdern Christi unterscheidet. Auf einem Kongress in Los Angeles (Kalifornien, USA) wurde 1923 erklärt, dass diese Schafe nicht während des Millenniums, sondern während der letzten Tage des gegenwärtigen Systems der Dinge zu erwarten sind. Wieso? Weil Jesus dieses Gleichnis erzählte, als er die Frage beantwortete: „Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ (Matthäus 24:3).

      14, 15. Inwiefern verstand man die Stellung der anderen Schafe in der Zeit des Endes nach und nach besser?

      14 In den 1920er-Jahren stellte sich bei einigen, die mit den Bibelforschern verbunden waren, das Gefühl ein, der Geist Jehovas bezeuge ihnen nicht, dass sie die himmlische Berufung hätten. Sie waren jedoch eifrige Diener Gottes, des Höchsten. 1931 verstand man diese Haltung besser, als das Buch Rechtfertigung herausgegeben wurde. Es enthielt eine Vers-für-Vers-Besprechung des Bibelbuches Hesekiel, in der die Vision von dem „Mann“ mit dem Schreibzeug erklärt wurde (Hesekiel 9:1-11). Dieser „Mann“ geht in der Vision durch Jerusalem und bringt an die Stirn derer ein Kennzeichen an, die über die dort verübten Abscheulichkeiten seufzen und stöhnen. Der „Mann“ stellt Jesu Brüder dar, den Überrest der gesalbten Christen, die in der Gerichtszeit des gegenbildlichen Jerusalem, der Christenheit, auf der Erde leben. Die Gekennzeichneten sind die anderen Schafe, die in dieser Zeit leben. In der Vision werden sie bewahrt, wenn Jehovas Urteilsvollstrecker an jener abtrünnigen Stadt Rache üben.

      15 Im Jahr 1932 wurde das prophetische Drama von dem israelitischen König Jehu und seinem nichtisraelitischen Unterstützer Jonadab besser verstanden. Und das ließ erkennen, wie die anderen Schafe die gesalbten Brüder Christi unterstützen — ebenso wie Jonadab Jehu begleitete und unterstützte, als dieser die Baalsanbetung ausrottete. 1935 erkannte man schließlich, dass es sich bei den anderen Schafen, die in der Zeit des Endes des gegenwärtigen Systems der Dinge leben, um die große Volksmenge der Vision des Apostels Johannes handelt. Das wurde zum ersten Mal auf dem erwähnten Kongress in Washington (D. C.) erläutert, als Joseph F. Rutherford darauf hinwies, dass die Menschen mit der irdischen Hoffnung die „große Volksmenge“ bilden.

      16. Welche Vorrechte und Aufgaben haben die „Ausländer“?

      16 So begriff man allmählich, welche bedeutende Rolle die „Ausländer“ in Jehovas Vorsätzen in den gegenwärtigen letzten Tagen spielen. Sie kommen zum Israel Gottes, um Jehova anzubeten (Sacharja 8:23). Zusammen mit dieser geistigen Nation bringen sie Gott annehmbare Schlachtopfer dar und gehen in die Sabbatruhe ein (Hebräer 13:15, 16). Außerdem beten sie in Gottes geistigem Tempel an, der wie der Tempel in Jerusalem „ein Haus des Gebets für alle Nationen“ ist (Markus 11:17). Sie üben Glauben an das Loskaufsopfer Jesu Christi aus, ‘waschen ihre langen Gewänder und machen sie in dem Blut des Lammes weiß’. Und sie dienen Jehova fortgesetzt, indem sie ‘ihm Tag und Nacht heiligen Dienst darbringen’ (Offenbarung 7:14, 15).

      17. Inwiefern halten die neuzeitlichen Ausländer an dem neuen Bund fest?

      17 Diese neuzeitlichen Ausländer halten in dem Sinne an dem neuen Bund fest, dass sie durch ihre Gemeinschaft mit dem Israel Gottes die Vorteile und Segnungen genießen, die durch den neuen Bund kommen. Sie sind zwar nicht an diesem Bund beteiligt, unterwerfen sich jedoch von ganzem Herzen den damit verbundenen Gesetzen. So ist Jehovas Gesetz in ihrem Herzen und sie lernen Jehova als ihren himmlischen Vater und als den höchsten Souverän kennen (Jeremia 31:33, 34; Matthäus 6:9; Johannes 17:3).

  • Ausländer zu Gottes Haus des Gebets versammelt
    Die Prophezeiung Jesajas — Licht für alle Menschen II
    • 24. Beschreibe die Einheit zwischen dem geistigen Israel und den Ausländern.

      24 Jehova bringt jedoch Millionen Ausländer in sein großes geistiges Haus des Gebets, damit sie zusammen mit den Letzten des Israels Gottes ihn anbeten. Diese Ausländer sind, obwohl aus vielen Nationen, Rassen und Sprachen, in Einheit miteinander und mit dem Israel Gottes. Sie sind überzeugt, dass Rettung nur von Jehova Gott durch Jesus Christus kommen kann. Motiviert von Liebe zu Jehova und vereint mit den gesalbten Brüdern Christi, verleihen sie ihrem Glauben Ausdruck. Und sie sind tief berührt von den inspirierten Worten des Apostels, der schrieb: „Wenn du dieses ‘Wort in deinem eigenen Mund’, dass Jesus Herr ist, öffentlich verkündigst und in deinem Herzen Glauben übst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden“ (Römer 10:9).

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