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Du weißt nicht, wo es Erfolg haben wirdDer Wachtturm 2008 | 15. Juli
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Das Gleichnis vom Senfkorn
3, 4. Was wird durch das Gleichnis vom Senfkorn herausgestellt?
3 Durch das Gleichnis vom Senfkorn, ebenfalls in Markus, Kapitel 4 aufgezeichnet, werden zwei Hauptpunkte herausgestellt: erstens das erstaunliche Wachstum der Königreichsbotschaft und zweitens der Schutz, den die erhalten, die diese Botschaft annehmen. Jesus sagte: „Womit sollen wir das Königreich Gottes vergleichen, oder in welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? Es ist einem Senfkorn gleich, das zu der Zeit, da man es auf die Erde säte, die winzigste aller Samenarten war, die es auf der Erde gibt — doch wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle anderen Gartengewächse und treibt große Zweige, sodass sich die Vögel des Himmels unter seinem Schatten niederlassen können“ (Mar. 4:30-32).
4 Das ist ein anschauliches Bild vom Wachstum des „Königreiches Gottes“, wie es von Pfingsten 33 u. Z. an zu beobachten war, als sich die Königreichsbotschaft schnell ausbreitete und die Christenversammlung immer größer wurde. Das Senfkorn, ein vergleichsweise winziger Samen, ist ein passendes Bild für etwas sehr Kleines. (Vergleiche Lukas 17:6.) Bei einer Senfart kann aber die Pflanze, die daraus entsteht, eine Höhe von drei bis fünf Metern erreichen und mit ihren starken Zweigen ein richtiger Baum werden (Mat. 13:31, 32).
5. Welches Wachstum erlebte die Versammlung der Christen im ersten Jahrhundert?
5 Mit dem Wachstum der Christenversammlung fing es ganz klein an, als 33 u. Z. etwa 120 Jünger mit heiligem Geist gesalbt wurden. In relativ kurzer Zeit wurden dieser sehr kleinen Gruppe von Jüngern Tausende Gläubige hinzugefügt. (Lies Apostelgeschichte 2:41; 4:4; 5:28; 6:7; 12:24; 19:20.) Nach nur drei Jahrzehnten war die Zahl der Erntearbeiter so stark angewachsen, dass der Apostel Paulus an die Versammlung in Kolossä schreiben konnte, die gute Botschaft sei bereits „in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, gepredigt worden“ (Kol. 1:23). Wirklich ein beeindruckendes Wachstum!
6, 7. (a) Welches Wachstum ist seit 1914 zu beobachten? (b) Wie wird das Wachstum weitergehen?
6 Seit 1914 Gottes Königreich im Himmel aufgerichtet worden ist, sind die Zweige des „Senfbaums“ in einem Ausmaß gewachsen, das alle Erwartungen übertroffen hat. Gottes Diener haben erlebt, wie sich die Prophezeiung Jesajas buchstäblich erfüllte: „Der Kleine selbst wird zu einem Tausend werden und der Geringe zu einer mächtigen Nation“ (Jes. 60:22). Die kleine Gruppe Gesalbter, die das Königreichswerk Anfang des 20. Jahrhunderts anführte, konnte nicht ahnen, dass sich 2008 rund 7 Millionen Zeugen Jehovas in über 230 Ländern und Territorien daran beteiligen würden — ein erstaunliches Wachstum, treffend veranschaulicht durch das Wachstum des Senfkorns in Jesu Gleichnis!
7 Ist das Wachstum damit zu Ende? Nein. Eines Tages werden die Untertanen des Königreiches Gottes die ganze Erde bevölkern. Niemand wird sich dem Königreich mehr widersetzen. Erreicht wird das nicht durch die Anstrengungen von Menschen, sondern dadurch, dass der Souveräne Herr Jehova in das Weltgeschehen eingreift. (Lies Daniel 2:34, 35.) Dann wird sich eine weitere Prophezeiung Jesajas endgültig bewahrheiten: „Die Erde wird bestimmt erfüllt sein mit der Erkenntnis Jehovas, wie die Wasser das ganze Meer bedecken“ (Jes. 11:9).
8. (a) Wen stellen die Vögel in diesem Gleichnis Jesu dar? (b) Wovor werden wir schon heute beschützt?
8 Jesus sagte, im Schatten dieses Königreiches könnten sich die Vögel des Himmels niederlassen. Anders als im Gleichnis von den verschiedenen Bodenarten stellen die Vögel hier keine Feinde des Königreichs dar, die den guten Samen aufpicken würden (Mar. 4:4). Sie veranschaulichen vielmehr aufrichtige Menschen, die in der Christenversammlung Schutz suchen. Schon heute werden sie beschützt vor den unsauberen und verunreinigenden Gewohnheiten und Verhaltensweisen der bösen Welt. (Vergleiche Jesaja 32:1, 2.) Jehova verglich das messianische Königreich ebenfalls mit einem Baum und sagte voraus: „Auf den Berg der Höhe Israels werde ich ihn verpflanzen, und er wird gewiss Äste tragen und Frucht hervorbringen und zu einer majestätischen Zeder werden. Und unter ihr werden tatsächlich alle Vögel jeglichen Gefieders weilen; im Schatten ihres Laubwerks werden sie weilen“ (Hes. 17:23).
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Du weißt nicht, wo es Erfolg haben wirdDer Wachtturm 2008 | 15. Juli
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20, 21. (a) Was haben wir aus Jesu Gleichnissen über das Wachstum gelernt? (b) Wozu bist du entschlossen?
20 Was haben wir jetzt aus unserer kurzen Betrachtung der Gleichnisse Jesu über das Wachstum gelernt? Erstens: Wie das winzige Senfkorn zu einem „Baum“ heranwächst, sind die Königreichsinteressen hier auf der Erde enorm gewachsen. Die Ausbreitung des Werkes Jehovas ist nicht aufzuhalten! (Jes. 54:17). Zudem finden die, die sich ‘unter dem Schatten’ dieses Baumes niederlassen wollen, dort Schutz. Zweitens: Gott ist es, der es wachsen lässt. Wie bei dem verborgenen Sauerteig, der die ganze Masse Mehl durchsäuerte, ist dieses Wachstum nicht immer klar erkennbar oder nachvollziehbar gewesen, aber seine Kraft durchdringt alles! Drittens: Nicht alle, die günstig reagierten, haben sich auch als brauchbar erwiesen. Manche sind wie die unbrauchbaren Fische im Gleichnis Jesu gewesen.
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