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  • Die Ergebnisse: „Die Felder“ sind „weiß ... zur Ernte“
    Gottes Königreich regiert!
    • 3. (a) Was veranlasste Jesus möglicherweise zu der Aussage, dass die Felder „weiß sind zur Ernte“? (Siehe Fußnote.) (b) Wie erläuterte Jesus seine Worte?

      3 Jesu Gespräch mit seinen Jüngern ergab sich Ende des Jahres 30 u. Z. in der Nähe der samaritischen Stadt Sychar. Während die Jünger in die Stadt gingen, blieb Jesus bei einem Brunnen und sprach mit einer Frau über tiefe Gedanken. Sie verstand schnell, wie bedeutsam seine Lehren waren. Als die Jünger zurückkamen, eilte die Frau nach Sychar, um ihren Nachbarn die sensationellen Neuigkeiten zu erzählen. Ihre Worte stießen auf großes Interesse, und viele Samariter liefen zu dem Brunnen, um Jesus kennenzulernen. Als Jesus seinen Blick über die Felder hinaus in die Ferne schweifen ließ, sah er eine Menschenmenge kommen. Vielleicht war das der Moment, in dem er sagte: „Schaut die Felder an, dass sie weiß sind zur Ernte.“a Seine anschließenden Worte „Der Schnitter . . . sammelt Frucht zum ewigen Leben“ verdeutlichen, dass er nicht von einer buchstäblichen, sondern von einer geistigen Ernte sprach (Joh. 4:5-30, 36).

      4. (a) Auf welche zwei Merkmale der Ernte wies Jesus hin? (b) Welche Fragen werden wir untersuchen?

      4 Welche zwei wichtigen Merkmale dieser Ernte stellte Jesus heraus? Erstens: Die Arbeit ist dringend. Seine Aussage, dass die Felder „weiß sind zur Ernte“, war für seine Nachfolger ein Aufruf zur Tat. Wie dringlich das Werk war, betonte er mit den Worten: „Schon empfängt der Schnitter Lohn.“ Ja, die Ernte hatte schon begonnen — man durfte keine Zeit verlieren. Zweitens: Die Arbeiter freuen sich. Nach Jesu Worten würden sich Sämann und Schnitter „zusammen freuen“ (Joh. 4:35b, 36). Ähnlich wie sich Jesus gefreut haben muss, als er sah, dass „viele der Samariter“ an ihn glaubten, würden auch seine Jünger tiefe Freude bei ihrem vollen Einsatz in der Ernte empfinden (Joh. 4:39-42). Dieser Bericht aus dem 1. Jahrhundert hat uns viel zu sagen, denn er veranschaulicht, was heute bei der größten Ernte aller Zeiten vor sich geht. Wann begann die Ernte in neuerer Zeit? Wer macht dabei mit? Wie sehen die Ergebnisse aus?

  • Die Ergebnisse: „Die Felder“ sind „weiß ... zur Ernte“
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    • Warum alle Grund zur Freude haben

      16, 17. Was ist ein Grund, warum „sich der Sämann und der Schnitter zusammen freuen können“? (Siehe auch den Kasten „Zwei Traktate berühren zwei Herzen im Amazonaswald“.)

      16 Wir erinnern uns bestimmt daran, dass Jesus zu seinen Aposteln sagte: „Der Schnitter . . . sammelt Frucht zum ewigen Leben, sodass sich der Sämann und der Schnitter zusammen freuen können“ (Joh. 4:36). Warum gibt die weltweite Ernte Anlass, sich gemeinsam zu freuen? Greifen wir einmal drei Gründe heraus.

      17 Erstens freuen wir uns über die Rolle, die Jehova bei dem Ganzen spielt. Beim Predigen der Botschaft vom Königreich sät man Samen (Mat. 13:18, 19). Kann man jemandem helfen, ein Jünger Christi zu werden, bringt man die Ernte ein. Und wir alle empfinden tiefe Freude, wenn wir staunend beobachten, wie Jehova den Samen vom Königreich „sprossen“ und „wachsen“ lässt (Mar. 4:27, 28). Manche Samenkörner gehen erst später auf und jemand anders bringt die Ernte ein. Vielleicht ist es dir auch schon so gegangen wie Joan aus Großbritannien, die sich vor 60 Jahren taufen ließ. Sie berichtete: „Schon mehrere haben mir gesagt, ich hätte vor Jahren Samen in ihr Herz gesät, als ich ihnen von der Wahrheit erzählte. Irgendwann haben dann andere ein Bibelstudium mit ihnen angefangen und ihnen geholfen, sich für Jehova zu entscheiden. Ich freue mich, dass meine Saat aufgegangen ist und geerntet wurde.“ (Lies 1. Korinther 3:6, 7.)

      JEHOVA MACHTE ES MÖGLICH

      JESUS erklärte: „Dinge, die bei Menschen unmöglich sind, sind bei Gott möglich“ (Luk. 18:27). Das können viele von uns bestätigen. Man hat schon oft versucht, die Predigttätigkeit zu unterbinden, doch Jehova hat uns immer weitergeholfen.

      Zacharie

      Zacharie Elegbe (66 Jahre, 1963 getauft) erinnert sich daran, wie ein Verbot der Zeugen Jehovas in Benin den Brüdern letztlich zugutekam: „1976, als wir 2 300 Verkündiger waren, wurde unser Werk verboten und die Regierung ließ diese Entscheidung in allen einheimischen Sprachen über den Rundfunk bekannt geben. So etwas war noch nie da gewesen. Benin hat zwar über 60 Sprachen, aber Rundfunksendungen wurden damals normalerweise nur in 5 Sprachen ausgestrahlt. Durch die Bekanntgabe in allen einheimischen Sprachen hörten etliche Tausende in abgelegenen Gebieten zum allerersten Mal von uns. Sie fragten sich: ‚Zeugen Jehovas — wer ist das denn? Und warum sind sie verboten?‘ Als wir diese Gebiete später bearbeiteten, nahmen viele auf der Stelle die Wahrheit an.“ Heute gibt es in Benin mehr als 11 500 Zeugen Jehovas.

      Marija

      Marija Sinitsch (74 Jahre, 1957 getauft) erzählt: „Ich war ungefähr 12, da wurde unsere ganze Familie von der Ukraine nach Sibirien in Russland verbannt. Die Regierung wollte uns überall in der ehemaligen Sowjetunion mundtot machen. Doch obwohl man uns so erbittert bekämpfte, war ein erstaunliches Wachstum zu verzeichnen. Das überzeugte mich davon: Es ist das Werk Jehovas. Niemand kann es aufhalten!“ Eine andere Marija (73 Jahre, 1960 getauft) sagt: „Durch die Deportationen nach Sibirien erfuhren viele Menschen in entlegenen Gebieten von der Wahrheit.“

      Jesús

      Jesús Martín (77 Jahre, 1955 getauft) berichtet: „Als ich die Wahrheit kennenlernte, gab es bei uns in Spanien 300 Zeugen Jehovas. 1960 wurden die Übergriffe gegen uns brutal. Die Polizei sollte Jehovas Zeugen ausschalten. Damals konnten wir uns nicht vorstellen, wie wir jemals im ganzen Land die gute Botschaft predigen sollten. Es gab keinen Lichtblick für uns. Doch heute zählen wir in Spanien fast 111 000 Verkündiger. Kein Widerstand konnte dieses Wachstum bremsen. Das hat mich in der Überzeugung bestärkt: Mit Jehova an unserer Seite ist nichts unmöglich!“

      18. Welcher Grund zur Freude wird in 1. Korinther 3:8 genannt?

      18 Zweitens können wir freudige Arbeiter sein, wenn wir im Sinn behalten, was Paulus sagte: „Jeder [wird] seinen eigenen Lohn gemäß seiner eigenen mühevollen Arbeit empfangen“ (1. Kor. 3:8). Der Lohn wird für die Arbeit gegeben, nicht für die Ergebnisse. Das kann allen Mut machen, die in ihrem Predigtgebiet nur wenig Widerhall finden. In Gottes Augen trägt jeder Zeuge, der mit ganzem Herzen Samen sät, „viel Frucht“ und hat deshalb Grund, sich zu freuen (Joh. 15:8; Mat. 13:23).

      19. (a) Was hat Jesu Prophezeiung aus Matthäus 24:14 mit unserer Freude zu tun? (b) Was dürfen wir nicht vergessen, wenn es uns persönlich nicht gelingt, Jünger zu machen?

      19 Drittens freuen wir uns, weil sich durch unsere Arbeit eine Prophezeiung erfüllt. Denken wir an Jesu Antwort auf die Frage seiner Apostel: „Was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“ Als ein Merkmal dieses Zeichens führte er ein globales Predigtwerk an. Sprach er hier vom Jüngermachen? Nein. Jesus sagte: „Diese gute Botschaft vom Königreich wird auf der ganzen bewohnten Erde gepredigt werden, allen Nationen zu einem Zeugnis“ (Mat. 24:3, 14). Die Verkündigung des Königreiches — das Aussäen von Samen — ist somit ein Bestandteil des Zeichens. Wenn es uns also beim Predigen der guten Botschaft nicht gelingt, Jünger zu machen, gelingt es uns dennoch, „Zeugnis“ abzulegen.d Wie auch immer die Menschen reagieren, wir tragen zur Erfüllung der Prophezeiung Jesu bei und fühlen uns geehrt, „Gottes Mitarbeiter“ zu sein (1. Kor. 3:9). Wenn das kein Grund zur Freude ist!

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