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‘Das Wort Jehovas wuchs weiterhin’Der Wachtturm 2001 | 1. April
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1, 2. Welche Aufgabe übertrug Jesus seinen Jüngern, und was gehörte alles dazu?
EINE der erstaunlichsten Prophezeiungen der Bibel ist in Apostelgeschichte 1:8 zu finden. Kurz bevor Jesus in den Himmel auffuhr, sagte er zu seinen treuen Nachfolgern: „Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist, und ihr werdet Zeugen von mir sein ... bis zum entferntesten Teil der Erde.“ Als was für eine gewaltige Aufgabe sich das doch erweisen würde!
2 Der Auftrag, das Wort Gottes auf der ganzen Erde zu verkündigen, muß für die Handvoll Jünger beängstigend gewesen sein. Überlegen wir nur, was alles damit verbunden war. Sie sollten den Menschen helfen, die gute Botschaft zu verstehen (Matthäus 24:14). Für Jesus Zeugnis abzulegen erforderte auch, seine machtvollen Lehren an andere weiterzugeben und Jesu Rolle in Jehovas Vorsatz zu erläutern. Des weiteren schloß das Werk ein, aus Menschen Jünger zu machen und sie dann zu taufen. Und das sollte weltweit geschehen! (Matthäus 28:19, 20).
3. Was sicherte Jesus seinen Nachfolgern zu, und welches Echo fand der Auftrag bei ihnen?
3 Allerdings sicherte Jesus seinen Nachfolgern zu, der heilige Geist werde bei ihnen sein, wenn sie das Werk, das er ihnen aufgetragen hatte, ausführen würden. Trotz der Größenordnung der Aufgabe und trotz unerbittlicher heftiger Bemühungen von Gegnern, die frühen Jünger Jesu mundtot zu machen, führten sie mit Erfolg das aus, wozu Jesus sie angewiesen hatte. Das ist historisch belegt.
4. Inwiefern kam Gottes Liebe durch den Auftrag zum Ausdruck, zu predigen und andere zu lehren?
4 Der weltweite Predigt- und Lehrfeldzug war ein Ausdruck der Liebe Gottes zu Menschen, die ihn nicht kannten. Er bot ihnen die Gelegenheit, sich Jehova zu nahen und Vergebung von Sünden zu empfangen (Apostelgeschichte 26:18). Der Predigt- und Lehrauftrag verriet auch Gottes Liebe zu den Überbringern der Botschaft, denn dadurch konnten sie ihre Ergebenheit gegenüber Jehova und ihre Liebe zu den Mitmenschen zeigen (Matthäus 22:37-39). Der Apostel Paulus stufte den christlichen Dienst so hoch ein, daß er ihn als „Schatz“ bezeichnete (2. Korinther 4:7).
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‘Das Wort Jehovas wuchs weiterhin’Der Wachtturm 2001 | 1. April
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Heiliger Geist am Werk
16. Woraus geht hervor, daß der heilige Geist die Jünger befähigte, mit Freimut zu sprechen?
16 Erinnern wir uns, daß Jesus seinen Jüngern zusicherte, der heilige Geist werde am Wachstum des Wortes Gottes beteiligt sein. In ihrer Predigttätigkeit würde der heilige Geist die Jünger befähigen (Apostelgeschichte 1:8). Wie geschah dies? Nicht lange nachdem der Geist zu Pfingsten auf die Jünger ausgegossen worden war, wurden Petrus und Johannes vor den jüdischen Sanhedrin geladen, um sich vor dem obersten Gericht des Landes zu äußern, dessen Richter für die Hinrichtung Jesu Christi verantwortlich waren. Würden die Apostel vor einer solch beeindruckenden feindseligen Versammlung vor Angst zittern? Keineswegs! Heiliger Geist befähigte Petrus und Johannes, mit einem solchen Freimut zu reden, daß sich ihre Gegner wunderten und ‘sie als solche zu erkennen begannen, die mit Jesus gewesen waren’ (Apostelgeschichte 4:8, 13). Durch heiligen Geist wurde auch Stephanus veranlaßt, freimütig vor dem Sanhedrin zu reden (Apostelgeschichte 6:12; 7:55, 56). Zuvor hatte der heilige Geist die Jünger dazu bewogen, mit Freimut zu reden. Lukas berichtet: „Als sie flehentlich gebetet hatten, wurde die Stätte, an der sie versammelt waren, erschüttert; und sie wurden allesamt mit dem heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut“ (Apostelgeschichte 4:31).
17. In welcher anderen Hinsicht unterstützte der heilige Geist die Jünger in ihrem Dienst?
17 Durch seinen machtvollen heiligen Geist leitete Jehova gemeinsam mit dem auferstandenen Jesus die Predigttätigkeit (Johannes 14:28; 15:26). Als der Geist auf Kornelius sowie dessen Verwandte und enge Freunde ausgegossen wurde, erkannte der Apostel Petrus, daß unbeschnittene Heiden im Namen Jesu Christi getauft werden durften (Apostelgeschichte 10:24, 44-48). Später spielte der Geist dabei eine Schlüsselrolle, Barnabas und Saulus (der Apostel Paulus) eine missionarische Tätigkeit zu übertragen und sie anzuweisen, wohin sie gehen sollten und wohin nicht (Apostelgeschichte 13:2, 4; 16:6, 7). Der Geist leitete den Entscheidungsprozeß der Apostel und älteren Männer in Jerusalem (Apostelgeschichte 15:23, 28, 29). Von heiligem Geist geleitet war auch die Ernennung von Aufsehern in der Christenversammlung (Apostelgeschichte 20:28).
18. Wie brachten die frühen Christen Liebe zum Ausdruck?
18 Der heilige Geist tat sich auch in den Christen selbst kund, indem er göttliche Eigenschaften wie die Liebe in ihnen hervorrief (Galater 5:22, 23). Aus Liebe teilten die Jünger vieles miteinander. Zum Beispiel wurde nach Pfingsten 33 u. Z. eine Gemeinschaftskasse geschaffen, um für die leiblichen Bedürfnisse der Jünger in Jerusalem zu sorgen. Im Bibelbericht heißt es: „Nicht einer unter ihnen litt Not; denn alle, die Besitzer von Feldern oder Häusern waren, verkauften sie gewöhnlich und brachten den Wert der verkauften Dinge, und sie legten ihn jeweils zu den Füßen der Apostel nieder. Darauf wurde einem jeden zugeteilt, so wie er bedürftig war“ (Apostelgeschichte 4:34, 35). Diese Liebe wurde nicht nur Mitgläubigen erwiesen, sondern auch anderen, und zwar sowohl durch das Überbringen der guten Botschaft als auch durch andere gütige Taten (Apostelgeschichte 28:8, 9). Jesus sagte, seine Nachfolger seien an aufopferungsvoller Liebe zu erkennen (Johannes 13:34, 35). Bestimmt fühlten sich Menschen wegen dieser wichtigen Eigenschaft, der Liebe, zu Gott hingezogen, was zu dem Wachstum im ersten Jahrhundert beitrug, ebenso wie es heute dazu beiträgt (Matthäus 5:14, 16).
19. (a) Auf welche drei verschiedenen Arten wuchs das Wort Jehovas im ersten Jahrhundert? (b) Was werden wir im folgenden Artikel untersuchen?
19 Der Ausdruck „heiliger Geist“ kommt in der Apostelgeschichte insgesamt 41mal vor. Im ersten Jahrhundert war das Wachstum unter wahren Christen eindeutig mit der Macht und der Leitung des heiligen Geistes verknüpft. Die Jünger nahmen an Zahl zu, das Wort Gottes verbreitete sich weit und gewann die Oberhand über Religionen und Philosophien jener Tage. Dieses Wachstum im ersten Jahrhundert findet seine Parallele in der Tätigkeit von Jehovas Zeugen heute. In dem folgenden Artikel werden wir das ebenso dramatische Wachstum des Wortes Gottes in der Neuzeit betrachten.
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