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RahelEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Jehova tröstete sie jedoch mit der Verheißung, dass die ins Exil Weggeführten „gewiss aus dem Land des Feindes zurückkehren“ würden (Jer 31:16).
Matthäus zitierte diesen Text in Verbindung mit dem von Herodes angeordneten Kindermord in Bethlehem (Mat 2:16-18). Da sich Rahels Grab zumindest ziemlich nahe bei Bethlehem befand (obwohl anscheinend nicht an der von der Überlieferung bevorzugten Stelle), war die weinende Rahel ein passendes Sinnbild für die trauernden Mütter, deren Kinder ermordet worden waren. Die Prophezeiung Jeremias zu zitieren war aber vor allem wegen der Ähnlichkeit der Situation angebracht, in der sich die Israeliten in diesem Fall befanden. Sie waren einer fremden Macht unterworfen. Erneut hatte man ihre Söhne weggenommen, aber dieses Mal war das „Land des Feindes“, in das sie gegangen waren, offensichtlich kein politischer Bereich wie in alter Zeit. Es war das Grab, das von ‘König Tod’ beherrschte Gebiet (vgl. Ps 49:14; Off 6:8), denn der Tod wird als der „letzte Feind“ bezeichnet, der zunichtegemacht wird (Rö 5:14, 21; 1Ko 15:26). Eine Rückkehr aus diesem „Exil“ kann natürlich nur durch eine Auferstehung von den Toten erfolgen.
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RamaEinsichten über die Heilige Schrift, Band 2
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Wie Jeremia anschließend erklärt, gab es eine Hoffnung, denn die Juden würden aus dem Exil zurückkehren (Jer 31:16).
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