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Sucht Jehova vor dem Tag seines ZornesDer Wachtturm 2001 | 15. Februar
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sucht Jehova, all ihr Sanftmütigen der Erde, die ihr SEINE eigene richterliche Entscheidung ausgeführt habt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Sanftmut. Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“
4 Um bewahrt zu werden, mußte man also 1. Jehova suchen, 2. Gerechtigkeit suchen und 3. Sanftmut suchen. Diese Voraussetzungen sind für uns heute sehr von Interesse. Warum? Weil so, wie einst Juda und Jerusalem im siebten Jahrhundert v. u. Z. auf einen Tag der Abrechnung zusteuerten, auch die Nationen der Christenheit, ja, alle Bösen, auf eine Kraftprobe mit Jehova Gott zusteuern — die „große Drangsal“ (Matthäus 24:21). Wer dann geborgen sein möchte, muß jetzt entschlossen handeln. Was ist zu tun? Er muß, ehe es zu spät ist, Jehova suchen, Gerechtigkeit suchen und Sanftmut suchen.
5. Was gehört heute dazu, ‘Jehova zu suchen’?
5 Vielleicht sagen wir uns: „Ich bin doch ein getaufter Diener Gottes, ein Zeuge Jehovas. Erfülle ich nicht bereits diese Voraussetzungen?“ Tatsächlich geht es um mehr, als sich Jehova hinzugeben. Israel war eine Gott hingegebene Nation, aber in den Tagen Zephanjas lebte man in Juda nicht entsprechend dieser Hingabe. Deshalb wurde die Nation schließlich verworfen. ‘Jehova zu suchen’ bedeutet heute, in Gemeinschaft mit seiner irdischen Organisation eine innige, persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Es bedeutet, Jehovas Ansichten kennenzulernen und seine Empfindungen zu berücksichtigen. Wir suchen Jehova, wenn wir sein Wort sorgfältig studieren, darüber nachsinnen und uns im Leben davon leiten lassen. Wenn wir außerdem Jehova im innigen Gebet um Leitung bitten und uns von seinem Geist leiten lassen, wird unser Verhältnis zu ihm vertieft, und wir werden den inneren Drang verspüren, ihm ‘mit unserem ganzen Herzen, unserer ganzen Seele und unserer ganzen Tatkraft’ zu dienen (5. Mose 6:5; Galater 5:22-25; Philipper 4:6, 7; Offenbarung 4:11).
6. Wie suchen wir Gerechtigkeit, und warum ist das selbst in der Welt von heute möglich?
6 Die zweite Voraussetzung, die in Zephanja 2:3 erwähnt wird, ist, ‘Gerechtigkeit zu suchen’. Die meisten haben wichtige Änderungen vorgenommen, um sich taufen lassen zu können, aber wir müssen weiterhin, unser Leben lang, für Gottes gerechte Maßstäbe eintreten. Manche, die in dieser Hinsicht einen guten Anfang machten, haben sich von der Welt besudeln lassen. Gerechtigkeit zu suchen ist nicht leicht, denn wir leben unter Menschen, für die sexuelle Unmoral, Lügen und andere Missetaten normal sind. Jehova unbedingt gefallen zu wollen kann aber jede Neigung bezwingen, die Anerkennung der Welt dadurch zu erlangen, daß man sich ihr angleicht. Juda verlor Gottes Gunst, als es seine gottlosen Nachbarnationen nachahmte. Statt es der Welt gleichzutun, wollen wir „Nachahmer Gottes“ sein und an der ‘neuen Persönlichkeit’ arbeiten, „die nach Gottes Willen in wahrer Gerechtigkeit und Loyalität geschaffen worden ist“ (Epheser 4:24; 5:1).
7. Wie suchen wir Sanftmut?
7 Drittens wird in Zephanja 2:3 darauf hingewiesen, daß man ‘Sanftmut suchen’ muß, um am Tag des Zornes Jehovas geborgen zu sein. Tag für Tag kommen wir mit Männern, Frauen und Jugendlichen in Berührung, die alles andere als sanftmütig sind. Milde ist für sie ein Makel. Unterwürfigkeit gilt bei ihnen als ernsthafte Schwäche. Sie sind fordernd, egoistisch und rechthaberisch, und sie meinen, andere hätten sich ihren persönlichen „Rechten“ und Vorlieben um jeden Preis zu beugen. Wie bedauerlich wäre es, wenn solche Verhaltensweisen auf uns abfärbten! Heute gilt es, ‘Sanftmut zu suchen’. Wie? Unterordnen wir uns Gott, nehmen wir demütig Zucht von ihm an, und fügen wir uns seinem Willen.
Warum „wahrscheinlich“ geborgen?
8. Was wird in Zephanja 2:3 durch den Gebrauch des Wortes „wahrscheinlich“ angedeutet?
8 Beachten wir, daß es in Zephanja 2:3 heißt: „Wahrscheinlich könnt ihr am Tag des Zornes Jehovas geborgen werden.“ Warum gebrauchte Zephanja das Wort „wahrscheinlich“, als er sich an die Sanftmütigen der Erde richtete? Nun, die Sanftmütigen hatten bereits positive Schritte unternommen, aber sie durften keinesfalls selbstsicher werden. Noch hatten sie ihr Leben nicht in Treue beendet. Es war vorstellbar, daß einige von ihnen in Sünde verfallen würden. Das trifft auch auf uns zu. Jesus sagte: „Wer ... bis zum Ende ausgeharrt haben wird, der wird gerettet werden“ (Matthäus 24:13). Ob wir am Tag des Zornes Jehovas gerettet werden, hängt davon ab, daß wir weiterhin tun, was in Gottes Augen recht ist. Haben wir uns das fest vorgenommen?
9. Welche rechtschaffenen Schritte unternahm der junge König Josia?
9 Allem Anschein nach fühlte sich König Josia auf die Worte des Propheten Zephanja hin veranlaßt, ‘Jehova zu suchen’. In der Bibel heißt es: „Im achten Jahr seiner Regierung, während ... [Josia] noch ein [etwa 16jähriger] Knabe war, begann er, den Gott Davids, seines Vorvaters, zu suchen“ (2. Chronika 34:3). Josia fuhr auch fort, ‘Gerechtigkeit zu suchen’, denn wir lesen: „Im zwölften Jahr [als Josia um die 20 war] fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den heiligen Pfählen und den gehauenen Bildern und den gegossenen Standbildern zu reinigen. Ferner riß man vor ihm die Altäre der Baale nieder“ (2. Chronika 34:3, 4). Josia suchte auch „Sanftmut“, indem er demütig handelte und Jehova dadurch zu gefallen suchte, daß er das Land von Götzendienst und von anderen Bräuchen der falschen Religion reinigte. Wie sehr sich andere Sanftmütige doch über diese Entwicklungen gefreut haben müssen!
10. Was geschah in Juda im Jahr 607 v. u. Z., aber wer blieb verschont?
10 Während der Herrschaft Josias kehrten viele Juden zu Jehova um. Nicht lange nach dem Tod des Königs war bei den meisten allerdings wieder alles beim alten — ihr Verhalten war für Gott völlig unannehmbar. Wie von Jehova angeordnet, überrannten die Babylonier im Jahr 607 v. u. Z. das Land Juda und zerstörten dessen Hauptstadt Jerusalem. Doch die Lage war nicht völlig aussichtslos. Der Prophet Jeremia, der Äthiopier Ebed-Melech, Nachkommen Jonadabs und andere, die Gott treu waren, blieben an jenem „Tag des Zornes Jehovas“ geborgen (Jeremia 35:18, 19; 39:11, 12, 15-18).
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