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Wie erzieht man Kinder im Sinne Gottes?Erwachet! 2004 | 8. November
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Die wahre Bedeutung von Zucht
In der Bibel wird die Rolle, die Eltern in Verbindung mit Zucht spielen, klar definiert. Beispielsweise heißt es in Epheser 6:4: „Ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung Jehovas.“ Dieser Bibeltext bezeichnet speziell den Vater als denjenigen, der die Führung bei der Kindererziehung übernehmen sollte. Die Mutter steht ihrem Mann natürlich hilfreich zur Seite.
Zu diesem Thema bemerkt das Werk The Interpreter’s Dictionary of the Bible: „Nach der Bibel ist Zucht eng verbunden mit Schulung, Unterweisung und Erkenntnis, aber auch mit Zurechtweisung, Korrektur und Strafe. Die praktische Umsetzung erfolgt im Rahmen der Kindererziehung.“ Zucht ist also weit mehr als Verweise erteilen — sie schließt jede Art Schulung ein, die Kinder benötigen, um zu gedeihen. Doch wie können Eltern vermeiden, ihre Kinder zu reizen?
Einfühlsam sein
Was reizt ein Kind? Man stelle sich folgende Situation vor: Jemand hat einen schlecht gelaunten, ungeduldigen Arbeitskollegen, dem man nichts recht machen kann. An allem, was man tut oder sagt, hat er etwas auszusetzen. Häufig weist er die gemachte Arbeit zurück und der so Behandelte fühlt sich auch als Person abgelehnt. Würde uns das nicht verärgern und entmutigen?
So ähnlich kann es einem Kind ergehen, dessen Eltern ständig an ihm herumnörgeln oder es zornig korrigieren. Es stimmt zwar, dass Kinder von Zeit zu Zeit Zurechtweisung benötigen und dass die Bibel Eltern auch dazu berechtigt. Aber ein Kind zu reizen, indem man grob und lieblos mit ihm umgeht, kann emotionalen, geistigen und sogar körperlichen Schaden verursachen.
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Wie erzieht man Kinder im Sinne Gottes?Erwachet! 2004 | 8. November
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[Kasten/Bild auf Seite 27]
DIE ‘ERNSTE ERMAHNUNG JEHOVAS’
In Epheser 6:4 ist von der „ernsten Ermahnung Jehovas“ die Rede. Der im griechischen Urtext gebrauchte Ausdruck für „ernste Ermahnung“ wird in einigen Bibelübersetzungen mit „Lehre“, „Weisung“ und „Ermahnung“ übersetzt. Diese Bezeichnungen zeigen, dass Familien mehr tun müssen als lediglich in der Bibel zu lesen und routinemäßig Stoff in biblischen Schriften durchzunehmen. Eltern müssen sichergehen, dass ihre Kinder den Sinn des Wortes Gottes erfassen und die Wichtigkeit des Gehorsams verstehen. Außerdem müssen die Kinder begreifen, dass Gott sie liebt und ihnen Schutz bietet.
Wie können Eltern das erreichen? Judy, eine Mutter von drei Kindern, erkannte, dass mehr nötig war, als ihre Kinder immer wieder an göttliche Grundsätze zu erinnern. „Mir wurde bewusst, dass sie es nicht mochten, wenn ich auf die gleiche Art und Weise immer wieder dasselbe sagte. Ich bemühte mich, andere Wege zu finden, um sie zu unterweisen. Daher suchte ich nach Artikeln in der Zeitschrift Erwachet!, die die betreffenden Punkte aus einem anderen Blickwinkel beleuchteten. So konnte ich den Kindern die notwendige Anleitung geben, ohne sie zu verärgern.“
Angelo, dessen Familie eine schwierige Zeit durchmachte, berichtet, wie er seinen Töchtern beibrachte, über Gottes Wort nachzusinnen. „Wir lasen gemeinsam in der Bibel. Dann wählte ich einige Textpassagen aus und erklärte, wie sie auf die jeweilige Situation meiner Töchter zutrafen. Als sie dann später für sich allein die Bibel studierten, bemerkte ich, dass sie gründlich nachdachten, um herauszufinden, welche Bedeutung das Gelesene für sie hatte.“
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