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„Seid wachsam im Hinblick auf Gebete“Der Wachtturm 2013 | 15. November
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1, 2. (a) Warum ist es ungemein wichtig, „wachsam im Hinblick auf Gebete“ zu bleiben? (b) Über welche Fragen lohnt es sich, gründlich nachzudenken?
MUSSTEST du schon einmal die ganze Nacht über wach bleiben? Dann wirst du vermutlich einem ehemaligen Nachtarbeiter zustimmen, der sagte: „Am allerschwierigsten ist das Wachbleiben kurz vor dem Morgengrauen.“ Vor einer ähnlichen Herausforderung stehen wir heute im übertragenen Sinn. So kurz vor dem Ende von Satans bösem System, also in der dunkelsten Phase der langen „Nacht“, wach zu bleiben, ist für uns Christen alles andere als leicht (Röm. 13:12). Doch ausgerechnet jetzt einzuschlafen wäre hochgefährlich! Deshalb müssen wir unbedingt den Rat beherzigen: „Seid daher gesunden Sinnes, und seid wachsam im Hinblick auf Gebete“ (1. Pet. 4:7).
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„Seid wachsam im Hinblick auf Gebete“Der Wachtturm 2013 | 15. November
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8, 9. Warum wäre es unpassend, Petrus und die Apostel dafür zu kritisieren, dass sie im Garten Gethsemane einschliefen?
8 Interessant ist, dass gerade der Apostel Petrus Christen ermahnte: „Seid wachsam im Hinblick auf Gebete.“ Er selbst blieb bei mindestens einer Gelegenheit ja nicht wachsam, sondern schlief ein. Das war, als Jesus im Garten Gethsemane betete. Auch nachdem Jesus ihn und die anderen Jünger aufgefordert hatte: „Wacht und betet unablässig“, schliefen sie wieder ein. (Lies Matthäus 26:40-45.)
9 Wer nun missbilligend den Kopf schüttelt und vorwurfsvoll fragt, wie man in so einer Situation nur einschlafen kann, der vergisst womöglich, was für einen anstrengenden Tag Petrus und die anderen Apostel hinter sich hatten. Tagsüber hatten sie eine Menge für das Passahfest vorbereiten müssen. Abends hatten sie es gefeiert. Dann hatte Jesus das Abendmahl des Herrn eingesetzt als Muster für alle künftigen Feiern zum Gedenken an seinen Tod (1. Kor. 11:23-25). „Nach Lobgesängen“ waren sie schließlich durch die verwinkelten Gassen Jerusalems zum nahe gelegenen Ölberg hinausgezogen (Mat. 26:30, 36). Mittlerweile war es vermutlich weit nach Mitternacht. Wären wir in dieser Nacht im Garten Gethsemane gewesen — wer weiß, ob wir nicht genauso eingeschlafen wären! Statt mit den erschöpften Aposteln zu schimpfen, gestand Jesus ihnen liebevoll mildernde Umstände zu: „Der Geist ist zwar voller Eifer, aber das Fleisch ist schwach.“
Petrus kam zu Fall, lernte aber, „wachsam im Hinblick auf Gebete“ zu sein (Siehe Absatz 10, 11)
10, 11. (a) Was lernte Petrus aus seinen Erlebnissen im Garten Gethsemane? (b) Wie berührt das, was Petrus erlebte, dich persönlich?
10 Dass Petrus nicht wachsam geblieben war, hatte sehr schmerzliche Folgen für ihn. Jesus hatte zuvor gesagt: „Ihr alle werdet in dieser Nacht meinetwegen zum Straucheln gebracht werden.“ Petrus hatte protestiert: „Wenn auch alle anderen deinetwegen zum Straucheln kommen, werde ich niemals zum Straucheln gebracht werden!“ Daraufhin hatte Jesus vorausgesagt, Petrus werde ihn dreimal verleugnen. Doch Petrus blieb dabei: „Selbst wenn ich mit dir sterben müsste, will ich dich auf keinen Fall verleugnen“ (Mat. 26:31-35). Und dann? Kam es genau so, wie von Jesus angekündigt! Als Petrus aufging, wie sehr er versagt hatte, brach er zusammen und „weinte bitterlich“ (Luk. 22:60-62).
11 Diese Erfahrung war ihm eine Lektion fürs Leben. Was ihm mit Sicherheit geholfen hat, daraus zu lernen und sich nicht zu sehr auf sich selbst zu verlassen, war das Gebet. Warum kann man das sagen? Weil ja gerade er von Jehova zu dem Rat inspiriert wurde: „Seid wachsam im Hinblick auf Gebete.“
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