-
Götter, GöttinnenEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
-
-
Die Leute, die zerstreut wurden, nahmen ihrerseits, wohin sie auch gingen, ihre falsche Religion mit, die sie dann unter neuen Bedingungen und in ihrer neuen Sprache und an neuen Orten ausübten. Die Menschen wurden in den Tagen Pelegs zerstreut, der ungefähr ein Jahrhundert nach der Sintflut geboren wurde und im Alter von 239 Jahren starb. Da sowohl Noah als auch sein Sohn Sem Peleg überlebten, fand die Zerstreuung zu einer Zeit statt, als man die Tatsachen über frühere Ereignisse, wie über die Sintflut, kannte (1Mo 9:28; 10:25; 11:10-19). Diese Kenntnisse blieben zweifellos in irgendeiner Form im Gedächtnis der Menschen haften, die zerstreut wurden. Ein Hinweis hierauf ist der Umstand, dass die Götter- und Heldensagen der Alten ein Abklatsch verschiedener Teile des Bibelberichts sind, allerdings in entstellter, polytheistischer Form. In diesen Legenden werden gewisse Götter als Schlangentöter hingestellt; auch schloss die Religion vieler alter Völker die Anbetung eines Gottes ein, der in der Rolle eines Wohltäters auf der Erde eines gewaltsamen Todes stirbt und dann wieder zum Leben erweckt wird. Dies lässt darauf schließen, dass ein solcher Gott in Wirklichkeit ein Mensch war, der, zum Gott erhoben, zu Unrecht als der „verheißene Same“ angesehen wurde. (Vgl. 1Mo 3:15.) Die Mythen erzählen von den Liebschaften der Götter mit irdischen Frauen und von den Heldentaten der daraus hervorgegangenen Mischwesen. (Vgl. 1Mo 6:1, 2, 4; Jud 6.) Es gibt wohl kaum ein Volk auf der Erde, das nicht eine Sage überliefert hat, die von einer weltweiten Flut berichtet; und Spuren der Erzählung vom Turmbau sind ebenfalls in den Sagen der Völker zu finden.
-
-
Götter, GöttinnenEinsichten über die Heilige Schrift, Band 1
-
-
Die Anbetung von Mutter und Sohn war in Ägypten ebenfalls sehr populär. Isis wird oft mit dem Horoskind auf dem Schoß dargestellt. Diese Darstellungen sind den Bildnissen, die die Madonna mit dem Kind zeigen, so ähnlich, dass mitunter gewisse Personen in der Christenheit sie unwissentlich verehrt haben (BILD, Bd. 2, S. 529). Im Fall des Gottes Horos deutet einiges darauf hin, dass die in Eden geäußerte Prophezeiung von dem Samen, der der Schlange den Kopf zertreten würde, entstellt wurde (1Mo 3:15). Hin und wieder wird Horos als jemand abgebildet, der Krokodile zertrampelt und Schlangen und Skorpione mit den Händen packt. Gemäß einer Erzählung verwandelte sich Seth, der Mörder des Osiris, in eine Schlange, als Horos den Tod seines Vaters Osiris rächen wollte.
-