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„Eine tüchtige Frau“Der Wachtturm 2012 | 1. Oktober
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Zwischen den beiden Frauen entspann sich ein Gespräch, und Ruth erzählte, wie nett Boas zu ihr gewesen war. Noomi sagte ganz gerührt: „Gesegnet sei er von Jehova, der von seiner liebenden Güte gegenüber den Lebenden und den Toten nicht abgelassen hat“ (Ruth 2:19, 20). Sie erkannte hinter der Güte und Freundlichkeit von Boas die Hand Jehovas, der seine Diener dazu bewegt, großzügig zu sein, und ihnen verspricht, sie für ihre Liebe und Güte zu belohnen (Sprüche 19:17).b
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„Eine tüchtige Frau“Der Wachtturm 2012 | 1. Oktober
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Als Ruth Boas das erste Mal erwähnte, sagte Noomi: „Der Mann ist mit uns verwandt. Er ist einer unserer Rückkäufer“ (Ruth 2:20). Was bedeutete das? In dem Gesetz, das Gott den Israeliten gegeben hatte, gab es liebevolle Regelungen für Familien, die verarmt waren oder es wegen eines Todesfalles sehr schwer hatten. Kinderlose Witwen traf es besonders hart, denn ohne Nachkommen würde ihre Familie aussterben und der Name ihres Mannes für alle Zeiten in Vergessenheit geraten. Gottes Gesetz bot nun dem Bruder des Verstorbenen die Möglichkeit, die Witwe zu heiraten. So könnte sie einen Erben zur Welt bringen, der den Namen des Verstorbenen tragen und den Besitz der Familie übernehmen würde (5. Mose 25:5-7).c
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„Eine tüchtige Frau“Der Wachtturm 2012 | 1. Oktober
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b Wie Noomi bemerkte, erweist Jehova nicht nur den Lebenden liebende Güte, sondern auch den Toten. Noomi hatte ihren Mann und ihre zwei Söhne verloren. Ruth hatte ihren Mann verloren. Das muss für die beiden sehr schlimm gewesen sein! Alles, was Noomi und Ruth an Güte erwiesen wurde, galt gewissermaßen auch ihren Ehemännern, die sich gewünscht hätten, dass für ihre lieben Frauen gut gesorgt wird.
c Das Recht, eine solche Witwe zu heiraten, sowie das entsprechende Erbrecht stand offensichtlich zunächst den Brüdern des Verstorbenen zu, dann den nächsten männlichen Verwandten (4. Mose 27:5-11).
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