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Wer kann die befreien, die um Hilfe rufen?Der Wachtturm 2010 | 15. August
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14, 15. Wieso wissen wir, dass Jesus die Gefühle von uns Menschen versteht und „den Armen befreien wird, der um Hilfe ruft“?
14 Die gefallene Menschheit befindet sich in einem bedauernswerten Zustand und benötigt dringend Hilfe. Und genau darauf dürfen wir hoffen! (Lies Psalm 72:12-14.) Jesus, der größere Salomo, kann mit uns mitfühlen, weil er weiß, was es für uns bedeutet, unvollkommen zu sein. Außerdem hat Jesus selbst um der Gerechtigkeit willen gelitten, wobei Gott zuließ, dass er auf sich allein gestellt Schweres durchmachte. Er stand unter so extremer psychischer Belastung, dass „sein Schweiß wie Blutstropfen wurde, die zur Erde fielen“ (Luk. 22:44). Als Jesus später am Marterpfahl hing, rief er aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mat. 27:45, 46). Obwohl Jesus vieles leiden musste und Satan alles versuchte, ihn auf seine Seite zu ziehen, blieb er Jehova stets treu.
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Wer kann die befreien, die um Hilfe rufen?Der Wachtturm 2010 | 15. August
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16. Warum konnte Salomo mit seinen Untertanen mitfühlen?
16 Da Salomo über Weisheit und Einsicht verfügte, traf auf ihn zweifellos die Aussage zu: „Es wird ihm leid sein um den Geringen.“ Auch sein eigenes Leben war nicht frei von traurigen, sogar traumatischen Geschehnissen. Salomos Bruder Amnon vergewaltigte seine Schwester Tamar; Absalom, ein anderer Bruder, ließ Amnon wegen dieses Vergehens umbringen (2. Sam. 13:1, 14, 28, 29). Absalom unternahm einen vergeblichen Versuch, David vom Thron zu stoßen, und wurde von Joab getötet (2. Sam. 15:10, 14; 18:9, 14). Später versuchte Salomos Bruder Adonia, das Königtum an sich zu reißen. Wäre ihm das gelungen, hätte es für Salomo den sicheren Tod bedeutet (1. Kö. 1:5). Dass Salomo wirklich verstand, was menschliches Leid bedeutet, zeigt sein Gebet bei der Einweihung des Tempels Jehovas. Darin sagte der König über seine Untertanen: „Jeder von ihnen kennt seine eigene Plage und seinen eigenen Schmerz . . . Du [Jehova] wollest vergeben und einem jeden gemäß all seinen Wegen geben“ (2. Chr. 6:29, 30).
17, 18. Mit welchem Schmerz müssen einige Diener Gottes fertigwerden, und was hilft ihnen dabei?
17 Unser „eigener Schmerz“ kann auf das zurückzuführen sein, was wir im Leben schon durchgemacht haben. Marya, eine Zeugin Jehovas Mitte 30, schreibt: „Ich habe eigentlich allen Grund, glücklich zu sein, aber ich schäme mich oft wegen meiner Vergangenheit und empfinde sogar Abscheu davor. Dann überfällt mich tiefe Traurigkeit und ich kämpfe mit den Tränen, als wäre alles erst gestern geschehen. Unauslöschliche Erinnerungen lösen bei mir immer noch extreme Minderwertigkeits- und Schuldgefühle aus.“
18 Nicht wenige Diener Gottes kennen solche Gefühle nur zu gut. Wie können sie die nötige Kraft erhalten, um alles zu ertragen? „Ich bin so froh, dass ich heute echte Freunde und meine Versammlung habe, die für mich wie eine Familie ist“, sagt Mary. „Außerdem versuche ich, mich bewusst auf das zu konzentrieren, was Jehova für die Zukunft verspricht. Dann werden statt Hilferufen bestimmt nur noch Freudenrufe von mir zu hören sein“ (Ps. 126:5). Wir alle müssen unsere Hoffnung auf den Sohn Gottes setzen, den er zum Herrscher bestimmt hat. Über ihn wurde vorausgesagt: „Es wird ihm leid sein um den Geringen und den Armen, und die Seelen der Armen wird er retten. Von Bedrückung und von Gewalttat wird er ihre Seele erlösen, und ihr Blut wird kostbar sein in seinen Augen“ (Ps. 72:13, 14). Wie tröstend und ermutigend!
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