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  • Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes
    Der Wachtturm 1996 | 15. September
    • „Eine Purpurhändlerin“

      Lydia lebte in Philippi, der bedeutendsten Stadt Mazedoniens. Sie stammte allerdings aus Thyatira, einer Stadt in der Region Lydien im Westen Kleinasiens. Daher vermuten einige, daß „Lydia“ ein Beiname war, den man ihr in Philippi gegeben hatte. Mit anderen Worten: Sie war „die Lydische“, vergleichbar mit der Frau, der Jesus Zeugnis gab und die als „die samaritische Frau“ bezeichnet wurde (Johannes 4:9). Lydia verkaufte Purpur oder Artikel, die mit diesem Farbstoff gefärbt waren (Apostelgeschichte 16:12, 14). Daß es in Thyatira und in Philippi Färber gab, ist durch Inschriften bezeugt, die von Archäologen zutage gefördert wurden. Möglicherweise war Lydia aus geschäftlichen Gründen umgezogen — entweder um ein eigenes Geschäft zu betreiben oder um thyatirische Färbereien zu vertreten.

      Purpur wurde auf unterschiedliche Weise gewonnen. Der teuerste Farbstoff wurde aus verschiedenen Arten von Schalen- oder Weichtieren gewonnen, die im Meer vorkommen. Gemäß Aussagen des römischen Dichters Martial soll ein Umhang aus bestem tyrischen Purpur (Tyrus war ein anderes Zentrum, wo dieser Farbstoff hergestellt wurde) bis zu 10 000 Sesterze oder 2 500 Denare gekostet haben, ein Betrag, für den ein Tagelöhner 2 500 Tage arbeiten mußte. Natürlich handelte es sich bei solchen Gewändern um Luxusartikel, die sich nur wenige leisten konnten. Lydia war möglicherweise eine wohlhabende Frau. Jedenfalls war sie in der Lage, dem Apostel Paulus und seinen Gefährten Lukas, Silas, Timotheus und vielleicht auch anderen Gastfreundschaft zu erweisen.

  • Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes
    Der Wachtturm 1996 | 15. September
    • „Eine Anbeterin Gottes“

      Lydia war zwar „eine Anbeterin Gottes“, doch möglicherweise war sie eine jüdische Proselytin, die nach der Wahrheit suchte. Trotz ihrer einträglichen Beschäftigung war Lydia nicht materialistisch. Sie nahm sich vielmehr Zeit für geistige Interessen. „Jehova öffnete ihr das Herz weit, um den Dingen, die Paulus redete, Aufmerksamkeit zu schenken“, und Lydia nahm die Wahrheit an. Tatsächlich wurden ‘sie und ihre Hausgenossen getauft’ (Apostelgeschichte 16:14, 15).

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