Wachtturm ONLINE-BIBLIOTHEK
Wachtturm
ONLINE-BIBLIOTHEK
Deutsch
  • BIBEL
  • PUBLIKATIONEN
  • ZUSAMMENKÜNFTE
  • Systeme der Dinge
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Der Apostel Paulus schrieb an die Christen in Rom: „Formt euch nicht mehr nach diesem System der Dinge, sondern werdet durch die Neugestaltung eures Sinnes umgewandelt“ (Rö 12:2). Es war nicht die Zeitperiode an sich, nach der sich die Menschen jener Zeit formten, ausrichteten oder an der sie sich orientierten, sondern es waren die Wertmaßstäbe, Praktiken, Sitten, Gebräuche, Ansichten, der Lebensstil und andere Merkmale, die jene Periode kennzeichneten. In Epheser 2:1, 2 sagt der Apostel von denen, an die er schreibt, sie seien ‘in ihren Verfehlungen und Sünden tot gewesen, in denen sie einst wandelten gemäß dem System der Dinge [„nach der Lebensweise“, vEß; „nach der Art“, Lu] dieser Welt’. In einem Kommentar zu diesem Text wird Folgendes gesagt: „Von der gewöhnlich angenommenen Bedeutung von ... [aiṓn], Zeit, ausgehend, könnte man aber den Ausdruck vielleicht in dem Sinne ‚Zeitlauf, Zeitrichtung‘ fassen, wenn man nicht richtiger ... die Bedeutung von ... [aiṓn] dahin bestimmt, dass der Ausdruck gar nicht den abstracten Begriff Zeit, sondern die Bewegung und Entwicklung in der Zeit bedeutet“ (H. Olshausen, Biblischer Commentar über sämmtliche Schriften des Neuen Testaments, Bd. 4, 1840, S. 174). In einem anderen Kommentar heißt es: „Der Apostel ... weist auf einen Zustand hin, in welchem die Sünde die Lebenssphäre der Betreffenden geworden war. ... Im N[euen] T[estament] bedeutet αἰών [aiṓn] eine Weltperiode ... Hier legt der Apostel der Welt in ihrer gottentleerten Diesseitigkeit die Eigenschaftsbestimmung einer ‚Periode‘, eines ‚Zeitlaufes‘ bei“ (J. P. Lange, Theologisch-homiletisches Bibelwerk, Die Briefe an die Epheser, Philipper, Kolosser, Bielefeld 1862, S. 27).

  • Systeme der Dinge
    Einsichten über die Heilige Schrift, Band 2
    • Der weltliche aiṓn oder das weltliche System der Dinge hatte bereits vor der Einführung des Gesetzesbundes bestanden. Er verlief parallel zum aiṓn dieses Bundes und dauerte über das Ende des aiṓn oder Zustandes hinaus an, den der Gesetzesbund eingeleitet hatte. Der weltliche aiṓn begann offensichtlich einige Zeit nach der Flut, als sich eine ungerechte Lebensweise entwickelt hatte, die durch Sünde und Auflehnung gegen Gott und seinen Willen gekennzeichnet war. Folglich konnte Paulus auch vom „Gott dieses Systems der Dinge“ sagen, dass er den Sinn der Ungläubigen verblendet – eine eindeutige Bezugnahme auf Satan, den Teufel (2Ko 4:4; vgl. Joh 12:31). Hauptsächlich Satans Herrschaft und Einfluss haben den weltlichen aiṓn geformt und ihm seine charakteristischen Merkmale und seinen Geist verliehen. (Vgl. Eph 2:1, 2.) In einem Kommentar zu Römer 12:2 heißt es in The Expositor’s Greek Testament (herausgegeben von W. R. Nicoll, 1967, Bd. II, S. 688): „Sogar eine scheinbare oder oberflächliche Angleichung an ein System, das von solch einem Geist beherrscht wird, wäre für das christliche Leben verhängnisvoll, wie viel mehr eine tatsächliche Anpassung an seine Lebens- und Denkweise.“ Dieser weltliche aiṓn sollte noch lange Zeit nach dem Tod des Apostels weiterbestehen.

Deutsche Publikationen (1950-2026)
Abmelden
Anmelden
  • Deutsch
  • Teilen
  • Einstellungen
  • Copyright © 2026 Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutzerklärung
  • Datenschutzeinstellungen
  • JW.ORG
  • Anmelden
Teilen