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Was kommt nach dem Tod?Was lehrt uns die Bibel?
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KAPITEL 6
Was kommt nach dem Tod?
1-3. Welche Fragen stellen sich viele, wenn jemand stirbt? Welche Antworten geben die verschiedenen Religionen?
DIE Bibel verspricht uns für die Zukunft: „Den Tod wird es nicht mehr geben“ (Offenbarung 21:4). Wie wir in Kapitel 5 gelernt haben, ermöglicht das Lösegeld ewiges Leben. Aber noch sterben Menschen (Prediger 9:5). Daher beschäftigt viele die Frage, was beim Tod geschieht.
2 Das Thema berührt uns besonders, wenn jemand stirbt, den wir lieben. Vielleicht fragen wir uns: „Wo ist er jetzt? Beobachtet er uns? Kann er uns helfen? Werden wir ihn je wiedersehen?“
3 In den Religionen gibt es dazu die verschiedensten Antworten. Einige lehren, gute Menschen würden in den Himmel kommen und schlechte in die Hölle. Andere sagen, dass nach dem Tod die Seele oder der Geist weiterlebt und bei den verstorbenen Angehörigen ist. Noch andere lehren, man werde nach dem Tod wiedergeboren — je nachdem, wie man gelebt hat, käme man vielleicht als andere Person oder auch als Tier wieder.
4. Worin stimmen die meisten Religionen überein?
4 Was Religionen lehren, ist offensichtlich sehr unterschiedlich. Doch in einem Punkt stimmen die meisten überein. Sie sagen, dass ein Teil des Menschen weiterlebt, wenn er gestorben ist. Stimmt das?
WAS GESCHIEHT, WENN WIR STERBEN?
5, 6. Was geschieht beim Tod?
5 Jehova weiß, was beim Tod geschieht. Kurz gesagt: Eine Person, die gestorben ist, existiert nicht mehr. Tod ist das Gegenteil von Leben. Stirbt jemand, lebt also nichts von ihm irgendwo weiter.a Wer tot ist, kann nichts sehen, nichts hören, nichts denken, nichts fühlen.
6 König Salomo schrieb: „Die Toten wissen gar nichts.“ Sie können nicht lieben oder hassen. „Es gibt weder Tun noch Planen noch Wissen noch Weisheit im Grab.“ (Lies Prediger 9:5, 6, 10.) Wenn jemand stirbt, „ist es vorbei mit seinen Gedanken“, wie die Bibel in Psalm 146:4 sagt.
WAS JESUS ZUM THEMA TOD GESAGT HAT
Jehova hat Menschen erschaffen, damit sie für immer auf der Erde leben
7. Welchen Vergleich gebrauchte Jesus?
7 Jesus sagte einmal über einen guten Freund: „Lazarus ist eingeschlafen.“ Damit meinte Jesus nicht, dass sich Lazarus ausruhte. Er erklärte es seinen Jüngern genauer: „Lazarus ist gestorben“ (Johannes 11:11-14). Tot zu sein lässt sich also damit vergleichen zu schlafen. Jesus sagte nicht, Lazarus wäre im Himmel oder bei verstorbenen Angehörigen. Und er sagte auch nicht, Lazarus würde in der Hölle leiden oder in einem anderen Körper wiedergeboren werden. Im Gegenteil: Es war, als ob sich Lazarus im Tiefschlaf befand. Die Bibel gebraucht diesen Vergleich noch öfter. Als Stephanus getötet wurde, heißt es, dass er „entschlief“ (Apostelgeschichte 7:60, Fußnote). Auch der Apostel Paulus erwähnte Christen, die „entschlafen“ waren (1. Korinther 15:6, Fußnote).
8. Woher wissen wir, dass Gott den Tod nicht vorgesehen hatte?
8 Hatte Gott bei der Erschaffung von Adam und Eva den Tod vorgesehen? Nein. Er erschuf sie vollkommen gesund. Sie hätten für immer leben können. Jehova legte den Menschen von Anfang an den Wunsch ins Herz, ewig zu leben (Prediger 3:11). Eltern möchten nicht, dass ihre Kinder krank werden und sterben. Jehova geht es mit uns ganz genauso. Doch warum sterben wir, wenn Gott uns für das ewige Leben erschaffen hat?
WARUM STERBEN WIR?
9. Welche Gründe gab es für Adam und Eva, das Gebot Jehovas zu halten?
9 Jehova hatte zu Adam gesagt: „Du darfst von jedem Baum im Garten essen, bis du satt bist. Aber vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse darfst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, wirst du ganz bestimmt sterben“ (1. Mose 2:9, 16, 17). Es war nicht schwer, dieses klare Gebot zu befolgen. Und Jehova hatte das Recht, Adam und Eva zu sagen, was richtig und falsch ist. Wären sie Jehova gehorsam, würde das Achtung vor seiner Stellung beweisen. Sie könnten ihm so auch zeigen, wie dankbar sie für alles waren, was er ihnen gegeben hatte.
10, 11. (a) Wie brachte der Teufel Adam und Eva zum Sündigen? (b) Warum gibt es keine Entschuldigung für das, was Adam und Eva getan haben?
10 Leider wollten Adam und Eva Jehova nicht gehorchen. Der Teufel fragte Eva: „Hat Gott wirklich gesagt, dass ihr nicht von jedem Baum im Garten essen dürft?“ Eva antwortete: „Wir dürfen die Früchte von den Bäumen im Garten essen. Aber über die Früchte an dem Baum in der Mitte des Gartens hat Gott gesagt: ‚Davon dürft ihr nicht essen, nein, ihr dürft sie nicht einmal anfassen, sonst werdet ihr sterben‘ “ (1. Mose 3:1-3).
11 Der Teufel erwiderte: „Ihr werdet ganz bestimmt nicht sterben. Gott weiß, dass euch an dem Tag, an dem ihr davon esst, die Augen geöffnet werden. Ihr werdet wie Gott sein und erkennen, was gut und böse ist“ (1. Mose 3:4-6). Der Teufel wollte Eva einreden, sie könnte selbst entscheiden, was gut und böse ist. Und als er ihr sagte, wie es sich auswirken würde, log er. Er behauptete, sie würde nicht sterben. Eva aß von der Frucht und gab auch ihrem Mann etwas davon. Sie wussten, dass Jehova ihnen geboten hatte, nicht von der Frucht zu essen. Als sie davon aßen, übertraten sie ganz bewusst ein klares und berechtigtes Gebot. Das zeigte, dass sie ihren liebevollen Vater im Himmel nicht respektierten. Dafür gibt es keine Entschuldigung!
12. Wie muss sich Jehova gefühlt haben, als Adam und Eva ungehorsam wurden?
12 Wie traurig, dass die ersten Menschen Jehova gegenüber so respektlos waren! Angenommen, wir würden mit viel Liebe und Mühe einen Sohn und eine Tochter großziehen. Dann lehnen sie sich gegen uns auf und tun das Gegenteil von dem, was wir ihnen beigebracht haben. Wie würden wir uns fühlen? Würde es uns nicht das Herz brechen?
Adam war aus Staub gemacht und wurde wieder zu Staub
13. Was meinte Jehova, als er sagte: „Zum Staub wirst du zurückkehren“?
13 Durch ihren Ungehorsam verloren Adam und Eva die Möglichkeit, für immer zu leben. Jehova sagte zu Adam: „Staub bist du und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (Lies 1. Mose 3:19.) Was bedeutete das? Adam würde wieder zu Staub werden, als wäre er nie erschaffen worden (1. Mose 2:7). Weil Adam sündigte, musste er sterben und hörte auf zu existieren.
14. Warum sterben wir?
14 Hätten Adam und Eva auf Gott gehört, würden sie heute noch leben. Doch durch ihren Ungehorsam wurden sie zu Sündern und starben schließlich. Die Sünde ist wie eine schreckliche Erbkrankheit. Wir alle wurden als Sünder geboren. Deshalb sterben wir (Römer 5:12). Doch das war nicht Gottes Wille. Er wollte nie, dass Menschen sterben. Die Bibel bezeichnet den Tod als Feind (1. Korinther 15:26).
DIE WAHRHEIT ZU KENNEN BEFREIT
15. Warum ist es gut, die Wahrheit über den Tod zu kennen?
15 Zu wissen, was beim Tod geschieht, befreit uns von vielen falschen Vorstellungen. Die Bibel lehrt, dass die Toten keinen Schmerz oder Kummer haben. Wir können nicht mit ihnen sprechen und sie nicht mit uns. Wir können ihnen nicht helfen und sie nicht uns. Und sie können uns nicht schaden. Deshalb brauchen wir keine Angst vor ihnen zu haben. Trotzdem sagen viele Religionen, die Toten würden irgendwo anders weiterleben und wir könnten ihnen helfen, wenn wir spirituellen Führern oder Geistlichen Geld geben. Vor solchen Lügen sind wir geschützt, wenn wir die Wahrheit über den Tod kennen.
16. Welche Lüge lehren viele Religionen?
16 Falsche Religionen sind ein Mittel des Teufels, um uns zu belügen. Er will uns einreden, die Toten würden noch leben. Viele Religionen lehren zum Beispiel, dass nach dem Tod ein Teil von uns weiterlebt. Fragen wir uns: „Lehrt das meine Religion auch? Oder lehrt sie das, was die Bibel über die Toten sagt?“ Mit seinen Lügen will der Teufel verhindern, dass Menschen Jehova näherkommen.
17. Warum ist die Vorstellung von einer Strafe im Höllenfeuer eine Beleidigung für Jehova?
17 Was viele Religionen lehren, ist abstoßend. Einige sagen zum Beispiel, dass schlechte Menschen für immer in der Hölle gequält werden. Diese Lüge beleidigt Jehova. Niemals würde er Menschen so leiden lassen! (Lies 1. Johannes 4:8.) Wie würden wir über eine Person denken, die ihrem Kind zur Strafe die Hände verbrennt? Wir würden sie für sehr grausam halten und sie gar nicht erst kennenlernen wollen. Der Teufel möchte, dass wir genauso über Jehova denken.
18. Warum brauchen wir vor den Toten keine Angst zu haben?
18 Es gibt Religionen, die lehren, dass Menschen nach ihrem Tod als Geistwesen weiterleben. Sie behaupten, wir müssten vor solchen Geistwesen großen Respekt haben, denn sie könnten mächtige Freunde oder gefährliche Feinde werden. Viele glauben dieser Lüge. Aus Angst verehren sie deshalb die Toten, statt Jehova anzubeten. Doch wie wir gelernt haben, können die Toten nicht einmal irgendetwas spüren oder wahrnehmen. Wir müssen also erst recht nicht befürchten, dass sie uns etwas antun könnten. Jehova ist unser Schöpfer, der wahre Gott und der Einzige, den wir anbeten sollten (Offenbarung 4:11).
19. Warum ist es gut zu wissen, was beim Tod geschieht?
19 Wenn wir wissen, was beim Tod geschieht, befreit uns das von religiösen Lügen. Und wir begreifen besser, was Jehova uns für die Zukunft versprochen hat.
20. Wovon handelt das nächste Kapitel?
20 Vor langer Zeit fragte Hiob, ein Diener Gottes: „Wenn ein Mensch stirbt, kann er wieder leben?“ (Hiob 14:14). Ist es möglich, dass eine tote Person wieder lebt? Die Antwort, die Gott uns in der Bibel gibt, ist begeisternd. Mehr dazu im nächsten Kapitel.
a Einige glauben, dass nach dem Tod die Seele oder der Geist weiterlebt. Näheres zu Seele und Geist findet man in Endnote 17 und Endnote 18.
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Es wird eine Auferstehung geben!Was lehrt uns die Bibel?
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KAPITEL 7
Es wird eine Auferstehung geben!
1-3. Warum kann man sagen, dass wir alle gefangen sind? Wie wird Jehova uns befreien?
STELLEN wir uns vor, wir wären für ein Verbrechen, das wir nicht begangen haben, zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden. Es besteht keinerlei Aussicht, jemals aus dem Gefängnis freizukommen. Was für eine düstere Zukunft! Wir haben schon alle Hoffnung aufgegeben. Doch dann erfahren wir: Es gibt jemand, der unsere Freilassung bewirken kann und versprochen hat, genau das zu tun. Wie würden wir uns fühlen?
2 Eigentlich befinden wir uns alle in einer ähnlichen Situation. Keiner von uns kann dem Tod entkommen. So gesehen sind wir alle Gefangene. Doch Jehova hat die Macht, uns zu befreien. Und er hat versprochen: „Als letzter Feind wird der Tod beseitigt“ (1. Korinther 15:26).
3 Können wir uns vorstellen, wie erleichtert wir sein werden, wenn Jehova den Tod beseitigt und niemand mehr sterben muss? Doch er wird noch mehr tun. Er wird auch Verstorbene wieder zum Leben bringen. Denken wir darüber nach, was das für uns bedeutet. Jehova verspricht, dass die Toten wieder leben werden (Jesaja 26:19). In der Bibel wird das Auferstehung genannt.
WENN EIN GELIEBTER MENSCH STIRBT
4. (a) Wo findet man Trost, wenn jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis stirbt? (b) Wer gehörte zu Jesu guten Freunden?
4 Wenn ein Freund oder jemand aus der Familie stirbt, lässt sich der Schmerz oft kaum ertragen. Wir fühlen uns hilflos und wir können nichts tun, um die Person wieder zum Leben zu bringen. In so einer Situation gibt uns die Bibel echten Trost. (Lies 2. Korinther 1:3, 4.) Jehova und Jesus haben den starken Wunsch, unsere geliebten Verstorbenen aufzuerwecken. Das zeigt folgendes Beispiel: Als Jesus auf der Erde lebte, besuchte er oft Lazarus und dessen Schwestern, Martha und Maria. Alle 3 waren gute Freunde von Jesus. Die Bibel sagt: „Jesus liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus.“ Eines Tages starb Lazarus (Johannes 11:3-5).
5, 6. (a) Wie reagierte Jesus, als er Lazarus’ Familie und Freunde trauern sah? (b) Warum ist es tröstlich, zu wissen, wie Jesus empfindet?
5 Jesus machte sich auf, um Martha und Maria zu trösten. Als Martha davon hörte, ging sie ihm entgegen. Außerhalb der Ortschaft traf sie ihn. Sie freute sich, Jesus zu sehen, sagte aber zu ihm: „Wenn du hier gewesen wärst, wäre mein Bruder nicht gestorben.“ Martha dachte, Jesus käme zu spät. Dann sah Jesus ihre Schwester Maria weinen. Zu sehen, wie traurig alle waren, ging Jesus zu Herzen und auch ihm kamen die Tränen (Johannes 11:21, 33, 35). Er spürte, wie schmerzlich es ist, wenn man jemand verliert, den man geliebt hat.
6 Es ist wirklich tröstlich, dass Jesus wie wir empfindet, wenn jemand stirbt. Und Jesus empfindet wie sein Vater (Johannes 14:9). Jehova hat die Macht, den Tod für immer zu beseitigen. Das wird er auch schon sehr bald tun.
„LAZARUS, KOMM HERAUS!“
7, 8. Warum hatte Martha Bedenken, als der Stein von Lazarus’ Grab entfernt werden sollte? Was tat Jesus?
7 Als Jesus beim Grab von Lazarus ankam, war der Eingang mit einem großen Stein versperrt. Jesus sagte: „Nehmt den Stein weg.“ Martha hatte Bedenken. Der tote Körper lag immerhin schon 4 Tage im Grab (Johannes 11:39). Sie wusste nicht, was Jesus für ihren Bruder tun wollte.
Stellen wir uns vor, wie glücklich die Angehörigen und Freunde von Lazarus waren, als er auferweckt wurde (Johannes 11:38-44)
8 Jesus forderte Lazarus auf: „Komm heraus!“ Was Martha und Maria dann sahen, war unfassbar. „Der Mann, der gerade noch tot war, kam heraus — Füße und Hände umwickelt“ (Johannes 11:43, 44). Lazarus lebte wieder! Er war wieder mit seiner Familie und seinen Freunden zusammen. Sie konnten ihn berühren, umarmen und mit ihm reden. Das war ein Wunder! Jesus hatte Lazarus auferweckt.
„MÄDCHEN, ICH SAGE DIR, STEH AUF!“
9, 10. (a) Wer gab Jesus die Kraft, Menschen aufzuerwecken? (b) Warum sind die Auferstehungsberichte für uns wertvoll?
9 Hat Jesus Menschen durch seine eigene Kraft auferweckt? Nein. Bevor er Lazarus wieder zum Leben brachte, betete er zu Jehova. Jehova befähigte Jesus, Lazarus aufzuerwecken. (Lies Johannes 11:41, 42.) Lazarus war nicht die einzige Person, die auferweckt wurde. Die Bibel berichtet über ein 12-jähriges Mädchen, das sehr krank war. Ihr Vater Jairus war verzweifelt. Er flehte Jesus an, sie zu heilen. Das Mädchen war sein einziges Kind. Als Jairus noch mit Jesus redete, kamen einige Männer und sagten: „Deine Tochter ist gestorben. Warum dem Lehrer noch weiter Umstände machen?“ Doch Jesus sagte zu Jairus: „Hab keine Angst, hab einfach nur Glauben und sie wird gerettet werden.“ Dann begleitete er Jairus zu seinem Haus. Als sie ankamen, sah Jesus Menschen weinen. Er forderte sie auf: „Hört auf zu weinen, denn sie ist nicht gestorben, sondern schläft.“ Ihre Eltern müssen sich gefragt haben, was Jesus meinte. Er bat alle, das Haus zu verlassen, und ging mit den Eltern in das Zimmer, wo das Mädchen lag. Jesus nahm vorsichtig ihre Hand und sagte zu ihr: „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ Sie stand sofort auf und lief umher. Stellen wir uns vor, wie glücklich die Eltern waren! Jesus hatte ihre Tochter auferweckt (Markus 5:22-24, 35-42; Lukas 8:49-56). Der Anblick ihrer Tochter würde sie jetzt immer daran erinnern, was Jehova durch Jesus für sie getan hatte.a
10 Alle, die Jesus zum Leben zurückbrachte, starben später wieder. Aber das, was wir über diese Personen lesen, ist für uns wertvoll. Es gibt uns eine echte Hoffnung. Jehova möchte Menschen auferwecken und er wird es tun.
WAS WIR AUS AUFERSTEHUNGSBERICHTEN LERNEN
Der Apostel Petrus brachte die Christin Dorkas wieder zum Leben (Apostelgeschichte 9:36-42)
Elia auferweckte den Sohn einer Witwe (1. Könige 17:17-24)
11. Was lässt sich aus Prediger 9:5 über Lazarus ableiten?
11 In der Bibel heißt es ganz klar: „Die Toten wissen gar nichts“ (Prediger 9:5). Das traf auch auf Lazarus zu. Wie Jesus gesagt hatte, war es so, als hätte Lazarus geschlafen (Johannes 11:11). Als Lazarus im Grab war, wusste er „gar nichts“.
12. Woher wissen wir, dass Lazarus wirklich auferweckt wurde?
12 Viele Menschen waren dabei, als Jesus Lazarus auferweckte. Sogar die Feinde Jesu wussten davon. Lazarus lebte. Das bewies: Er war wirklich auferstanden (Johannes 11:47). Viele besuchten Lazarus und glaubten daraufhin, dass Jesus von Gott gesandt worden war. Aus Wut darüber wollten Jesu Feinde ihn und Lazarus umbringen (Johannes 11:53; 12:9-11).
13. Warum können wir sicher sein, dass Jehova Verstorbene auferwecken kann?
13 Wie Jesus sagte, werden alle auferweckt, „die in den Gedenkgräbern sind“ (Johannes 5:28, Fußnote). Das bedeutet, dass sich Jehova an jeden erinnert, den er auferwecken möchte. Doch dazu müsste er sich an alle Einzelheiten einer Person erinnern. Kann er das? Es gibt Milliarden von Sternen im Universum. Wie die Bibel sagt, kennt Jehova den Namen von jedem Stern. (Lies Jesaja 40:26.) Dann kann er sich sicher auch in allen Einzelheiten an Verstorbene erinnern. Und was noch wichtiger ist: Als Schöpfer hat Jehova außerdem die Macht, Menschen aufzuerwecken.
14, 15. Was lernen wir aus Hiobs Worten über die Auferstehung?
14 Hiob, ein treuer Diener Gottes, glaubte fest an die Auferstehung. Er fragte: „Wenn ein Mensch stirbt, kann er wieder leben?“ Dann sagte er zu Jehova: „Du wirst rufen und ich werde dir antworten. Nach dem, was deine Hände geschaffen haben, wirst du dich sehnen.“ Hiob wusste also, dass sich Jehova sogar darauf freut, die Toten aufzuerwecken (Hiob 14:13-15).
15 Was löst der Gedanke an eine Auferstehung bei uns aus? Vielleicht fragen wir uns: „Was ist mit meinen verstorbenen Angehörigen und Freunden? Werden sie auch auferweckt?“ Jehova sehnt sich danach, Tote wieder zum Leben zu bringen. Das zu wissen tröstet uns. Wer wird auferweckt und wo werden die Auferstandenen leben? Sehen wir uns an, wie die Bibel diese Fragen beantwortet.
SIE WERDEN „SEINE STIMME HÖREN UND HERAUSKOMMEN“
16. Was erwartet alle, die zu Leben auf der Erde auferweckt werden?
16 In der Vergangenheit lebten die Auferstandenen wieder auf der Erde bei ihrer Familie und ihren Freunden. So wird es auch in Zukunft sein, nur noch viel besser: Den Auferstandenen steht in Aussicht, für immer auf der Erde zu leben. Sie werden nie mehr sterben müssen. Und das Leben wird dann ganz anders sein, als wir es heute kennen. Es wird keinen Krieg, keine Verbrechen und keine Krankheiten mehr geben.
17. Wer wird auferweckt werden?
17 Wer wird auferweckt werden? Jesus sagte, dass „alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören und herauskommen werden“ (Johannes 5:28, 29). Und in Offenbarung 20:13 heißt es: „Das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und das Grab gaben die Toten heraus.“ Milliarden Menschen werden wieder leben! Der Apostel Paulus sprach von einer „Auferstehung der Gerechten und der Ungerechten“. (Lies Apostelgeschichte 24:15.) Was meinte er damit?
Im Paradies werden Verstorbene auferweckt und wieder bei ihrer Familie und ihren Freunden sein
18. Wer gehört zu den „Gerechten“, die auferweckt werden?
18 Zu den „Gerechten“ gehören treue Diener Jehovas, die lebten, bevor Jesus zur Erde kam. Personen wie Noah, Abraham, Sara, Moses, Ruth und Esther werden auferweckt werden und wieder auf der Erde leben. Über einige von diesen Personen wird in Hebräer, Kapitel 11 berichtet. Und was ist mit treuen Dienern Jehovas, die heute sterben? Auch sie zählen zu den „Gerechten“ und werden auferweckt.
19. Wer sind die „Ungerechten“? Welche Gelegenheit bekommen sie?
19 Zu den „Ungerechten“ gehören Milliarden Menschen, die keine Gelegenheit hatten, Jehova kennenzulernen. Sie sind gestorben, aber Jehova hat sie nicht vergessen. Er wird sie wieder zum Leben bringen. Dann können sie ihn kennenlernen und ihm dienen.
20. Wer wird nicht auferweckt werden?
20 Heißt das, jeder Verstorbene wird auferstehen? Nein. Wie Jesus deutlich machte, werden manche nicht auferstehen (Lukas 12:5). Wer urteilt darüber? Jehova, der höchste Richter, hat Jesus „zum Richter der Lebenden und der Toten bestimmt“ (Apostelgeschichte 10:42). Wer unverbesserlich böse ist, wird nicht auferweckt werden. (Siehe Endnote 19.)
AUFERSTEHUNG ZU LEBEN IM HIMMEL
21, 22. (a) Was geschieht mit jemand, der zu Leben im Himmel auferweckt wird? (b) Wer war der Erste, der nach seiner Auferstehung in den Himmel kam?
21 Die Bibel spricht auch von Personen, die nach ihrer Auferstehung im Himmel leben werden. Sie werden nicht als Menschen auferweckt, sondern als Geistwesen.
22 Jesus war der Erste, der diese Auferstehung erlebte (Johannes 3:13). Drei Tage nach Jesu Hinrichtung brachte Jehova ihn wieder zum Leben (Psalm 16:10; Apostelgeschichte 13:34, 35). Jesus war nach seiner Auferstehung kein Mensch. Wie der Apostel Petrus erklärte, wurde Jesus „als Mensch zu Tode gebracht, aber als Geist lebendig gemacht“ (1. Petrus 3:18). Jesus wurde als mächtiges Geistwesen auferweckt (1. Korinther 15:3-6). Doch die Bibel sagt, dass er nicht der Einzige wäre, der in den Himmel kommen würde.
23, 24. Wen meinte Jesus mit „kleine Herde“, und wie viele gehören dazu?
23 Bevor Jesus starb, versprach er seinen treuen Jüngern: „Ich mache mich . . . auf den Weg, um einen Platz für euch vorzubereiten“ (Johannes 14:2). Einige seiner Nachfolger sollten also bei ihm im Himmel leben. Wie viele? Jesus sagte, es wären wenige, eine „kleine Herde“ (Lukas 12:32). Der Apostel Johannes nannte die genaue Zahl: Er sah Jesus im Himmel „auf dem Berg Zion stehen und bei ihm 144 000“ (Offenbarung 14:1).
24 Wann würden die 144 000 auferweckt werden? Wie die Bibel sagt, wäre es nach Jesu Regierungsantritt im Himmel (1. Korinther 15:23). Genau in dieser Zeit leben wir jetzt. Die meisten der 144 000 sind schon zu Leben im Himmel auferweckt worden. Was ist mit denen, die noch auf der Erde leben? Wenn sie sterben, kommen sie sofort in den Himmel. Doch die allermeisten Menschen werden zu Leben im Paradies auf der Erde auferweckt werden.
25. Was erfahren wir im nächsten Kapitel?
25 Sehr bald wird Jehova alle Menschen vom Tod befreien. Den Tod wird es nicht mehr geben! (Lies Jesaja 25:8.) Doch was werden Personen, die in den Himmel kommen, dort tun? Die Bibel erklärt, dass sie mit Jesus zusammen regieren werden. Über diese Regierung erfahren wir im nächsten Kapitel mehr.
a Es gibt in der Bibel noch mehr Auferstehungsberichte. Auferweckt wurden Jung und Alt, Männer und Frauen, Israeliten und Menschen anderer Herkunft. Diese Berichte findet man in 1. Könige 17:17-24; 2. Könige 4:32-37; 13:20, 21; Matthäus 28:5-7; Lukas 7:11-17; 8:40-56; Apostelgeschichte 9:36-42 und 20:7-12.
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