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Erwachet! 1973
g73 22. 1. S. 13-14

Eine „Generation des Friedens“ oder Weltfrieden von kurzer Dauer?

EINE weltweite Détente oder Entspannung der internationalen Beziehungen ist jetzt im Werden. Wie lange wird sie andauern? Wird sie eine „Generation des Friedens“ in einer „neuen Weltordnung“ herbeiführen, wie einige sie voraussehen?

Trotz aller dringenden Gründe, nach Weltfrieden zu trachten, trotz all der großen Mühe, die man sich bei Verhandlungen gibt, trotz aller Entschlossenheit und aller Wünsche der Weltführer und trotz der Intelligenz ihrer Berater wird der kommende Weltfrieden, an dem sie arbeiten, von kurzer Dauer sein. Warum?

Aus zwei bedeutenden Hauptgründen.

Einer besteht darin, daß dadurch die Probleme der Menschheit, die den Frieden stören, nicht gelöst werden — ja, nicht gelöst werden können. Die Führer der Welt übersehen folgende Tatsache oder wollen sie übersehen: Kriege werden nicht durch Bomben oder Schlachtschiffe oder Geschosse verursacht. Kriege werden von Menschen verursacht. Keine von den Nationen getroffene Friedensregelung wird je die Selbstsucht der Menschen beseitigen. Und diese ist offensichtlich die Wurzel aller Uneinigkeit, aller gewaltsamen Zusammenstöße und Kriege.

Tatsächlich hat die kommende Friedensregelung als solche weitgehend Selbstsucht zur Grundlage. Bringt man Frieden nicht mit einem starken gegenseitigen Vertrauen in Verbindung? Doch über die amerikanisch-russischen Abmachungen sagte der Hauptunterhändler, Dr. Henry Kissinger: „Wir befürworten diese Vereinbarungen nicht aufgrund von Vertrauen, sondern aufgrund der vernünftigen eigenen Interessen beider Seiten.“ Die Worte „vernünftige eigene Interessen“ sind nur eine höfliche Art, von „schlauer Selbstsucht“ zu sprechen.

In einer Abhandlung über das kürzlich getroffene Abkommen zur Rüstungsbeschränkung wurde in der Zeitschrift Time der Mangel an gegenseitigem Vertrauen mit folgenden Worten unterstrichen: „Von beiden Seiten wird erwartet, daß sie viel für Beobachtungssatelliten ausgeben, um irgendeinen Betrug durch die andere Seite aufzudecken.“

Bringt man Frieden nicht mit Ruhe und Freiheit von Furcht in Verbindung? Aber der kommende internationale Frieden stützt sich auf ein sogenanntes „Gleichgewicht des Schreckens“, das als ein Hauptmittel zur Verhütung des Krieges dient. Der Gedanke ist der, daß jede Seite eine solche Macht beibehalten wird, daß sie, selbst wenn sie überraschend angegriffen wird, mit einem verheerenden Hagel von Wasserstoffbomben Vergeltung üben kann. Dadurch soll jeder Versuch, einen uneingeschränkten Krieg zu beginnen, verhindert werden.

Aber dies ist etwa so, als ob zwei Personen miteinander tanzen wollten, während sie beide eine Pistole auf das Herz des anderen richten und den Finger am Abzug halten. Inwieweit kann es unter solchen Umständen wahre Ruhe und wahren Herzensfrieden geben?

Wie verhält es sich mit folgenden Problemen?

Selbst wenn die Menschen in der Lage wären, die stets vorhandene Möglichkeit einer Vernichtung durch Atomwaffen aus ihrem Sinn zu verbannen, wäre dennoch außerdem die Frage zu stellen: Wieviel Frieden könnten sie haben, wenn weiterhin in überhandnehmendem Maße Verbrechen geschehen? Wieviel würde irgendein Weltfriedensgebilde bedeuten, wenn sie sich immer noch fürchteten, abends auszugehen, oder wenn sie sich selbst hinter verschlossenen Türen in ihrer Wohnung unsicher fühlten?

Selbst wenn große internationale Spaltungen behoben werden sollten, wäre die Frage zu stellen: Wie verhält es sich mit der Uneinigkeit innerhalb der einzelnen Länder?

Würde ein politischer Weltfrieden die Kluft zwischen den verschiedenen religiösen Gruppen beseitigen, zum Beispiel in Irland, wo der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten in den vergangenen drei Jahren mehr als 540 Männern, Frauen und Kindern das Leben gekostet und außerdem unermeßliche Sachschäden angerichtet hat?

Würde dadurch Uneinigkeit und Haß zwischen den Rassen, wie zum Beispiel zwischen Arabern und Juden, oder Stammesrivalität wie in dem afrikanischen Land Burundi beseitigt werden? In Burundi hat der Haß zwischen den Stämmen der Tutsi und der Hutu allein in wenigen Monaten dazu geführt, daß schätzungsweise 120 000 Männer, Frauen und Kinder brutal hingemetzelt wurden — mehr als das Doppelte aller in den elf Jahren des Vietnamkrieges gefallenen Amerikaner!

Und was ist über all die Korruption, den Schwindel und den Betrug im politischen und kommerziellen Leben zu sagen, worunter die Nationen seit Jahrhunderten zu leiden haben? Wie verhält es sich mit dem Mißbrauch von Macht und Autorität, wodurch Ungerechtigkeit, ungleiche Behandlung und regelrechte Bedrückung bewirkt werden? Wie friedlich wird es hier auf Erden sein, solange diese Zustände andauern, selbst wenn dies nur in örtlichem Ausmaß der Fall ist?

Aber wir haben gesagt, es gäbe zwei überzeugende Hauptgründe, weshalb die kommende Friedensregelung nur von kurzer Dauer sein wird. Welches ist der zweite Grund? Und welche Hoffnung läßt er uns?

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