-
Wie kann man wahres Glück finden?Erwachet! 1977 | 8. November
-
-
„Was uns am meisten beeindruckte, war das liebevolle Interesse der Zeugen füreinander. Diese liebevolle Gemeinschaft schätzen wir bis jetzt am meisten.“ Ein Interessierter aus Neumexiko schrieb: „Ich besuchte einige Zusammenkünfte und war von der Liebe und Freundlichkeit, die die Versammlung mir entgegenbrachte, beeindruckt.“ Als ein Mann gefragt wurde, was dazu beitrug, daß er seinen früheren, ungeziemenden Lebenswandel aufgab, erwiderte er: „Man erwies mir Liebe. Man war an mir interessiert.“
Jesus sagte: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Matth. 22:39). Nächstenliebe zeigt sich unter anderem darin, daß man hilfsbereit ist und die Rechte und das Eigentum anderer achtet. Das führt oft zu guten Ergebnissen. Nach einem Kongreß, den Jehovas Zeugen in Kelowna (Britisch-Kolumbien, Kanada) durchgeführt hatten, schrieb beispielsweise der für die Arena Verantwortliche an die Zeugen:
„Während der zwanzig oder mehr Jahre, in denen ich für diese Arena arbeite, hatte ich noch nie einen Brief wie diesen zu schreiben. Das ist das erste und wahrscheinlich auch das letzte Mal, daß ich einen Brief an einen Mieter geschrieben habe, um ihm aufrichtig für eine solch ausgezeichnete Zusammenarbeit zu danken, wie sie während dieser Veranstaltung dem Personal der Arena geboten worden ist.
Ihre Brüder und Schwestern, die mit der Verwaltung und den allgemeinen Arbeiten bei diesem Kongreß betraut waren, erwiesen sich ausnahmslos als sehr hilfsbereit und ließen diese Veranstaltung zu einer der erfreulichsten Aufgaben werden die wir zu erfüllen hatten, seitdem wir dem Verwaltungsstab der Arena angehören.
Wir danken Ihnen, daß Sie in unsere Arena gekommen sind, und hoffen, daß wir noch im Dienst stehen, wenn Sie wiederkommen.“
Als Jesus sagte: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, schloß er sicherlich auch die Personen ein, die uns am nächsten stehen. Das wären unsere engsten Angehörigen. Da die Familie eine Einrichtung Gottes ist, darf man vernünftigerweise erwarten, darin glücklich werden zu können.
Auch hier werden gute Ergebnisse gezeitigt, wenn wir die „Goldene Regel“ anwenden und selbstlos etwas für andere Familienglieder tun. Manch eine Familie, die nahe daran war auseinanderzubrechen, wurde sehr gestärkt und glücklicher, weil sie diesen Rat befolgte. Und je besser diese Verhaltensgrundsätze angewandt werden, desto glücklicher wird eine Familie sein. Läßt man sie aber außer acht, so kann nie wiedergutzumachender Schaden entstehen.
Im Familienleben gibt es viele einfache Freuden, die eine Quelle des Glücks sein können, wenn wir nur darüber nachdenken. Von einem Beispiel wird in der Zeitschrift Maclean’s berichtet:
„Der Historiker Will Durant erzählt, daß er sein Glück im Wissen suchte und Enttäuschung fand. Er suchte es in Reisen und wurde dessen überdrüssig, in Reichtum und fand Zwietracht und Sorgen. Er suchte sein Glück im Schreiben und wurde dessen müde.
Eines Tages beobachtete er eine Frau, die in einem kleinen Auto wartete und ein schlafendes Kind in den Armen hielt. Ein Mann stieg aus einem Zug, kam herüber, küßte zärtlich zuerst die Frau, dann das Kind, ganz sanft, um es nicht aufzuwecken. Dann fuhren sie gemeinsam ab ... und entschwanden den Blicken Durants der mit der überwältigenden Erkenntnis zurückblieb, was wahres Glück ist.
Er schrieb später: ,Jede normale Funktion des Lebens birgt eine gewisse Freude in sich.‘“
Ja, Dankbarkeit für das Gute, das man empfangen hat, und das Ausleben der Liebe auf allen Ebenen menschlicher Beziehungen trägt erstaunlich viel zu unserem Glück bei. Das hat sogar in einer Welt voller Probleme seine Gültigkeit.
Es gibt jedoch eine noch viel wichtigere Voraussetzung, die von so großer Bedeutung ist, daß wir nicht wirklich glücklich sein können, wenn sie unerfüllt bleibt. Worum handelt es sich bei dieser unerläßlichen Voraussetzung für Glück? Der folgende Artikel wird es zeigen.
-
-
Der entscheidende Faktor für GlückErwachet! 1977 | 8. November
-
-
Der entscheidende Faktor für Glück
MATERIELLE Dinge können in einem gewissen Maße zum Glück beitragen. Eine größere Rolle spielt (wie im vorangegangenen Artikel gezeigt worden ist) echte Liebe, die wir einander erweisen sollten. Doch es gibt noch etwas, was für das Glück der Menschen weit wichtiger ist als alle anderen Faktoren.
Als Jesus sagte: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, wies er darauf hin, daß dies das zweite der größten Gebote sei, die man beachten sollte (Matth. 22:39). Welches ist denn das erste und daher das wichtigste?
Jesus sagte: „Du sollst Jehova, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Sinn“ (Matth. 22:37, 38). Heute und in der Zukunft wird man nur dann wirklich glücklich sein, wenn man dieses Gebot befolgt.
Wieso?
Wie kommt das? Weil Jehova Gott der Schöpfer des Menschen ist. Körper und Sinn sind sein Werk. Er weiß daher viel besser als die Menschen darüber Bescheid, was am meisten zu ihrem Glück beiträgt.
Psychologen und Philosophen experimentieren und spekulieren mit Prinzipien und Regeln für das menschliche Verhalten, doch Jehova hat das nicht nötig. Er weiß, welche die besten sind, da er sie festgelegt hat. Wenn wir daher seine Worte beachten, erhalten wir den besten für Menschen verfügbaren Rat darüber, was uns glücklich macht.
Je mehr wir uns Gottes Gesetzen und Grundsätzen anpassen, desto glücklicher werden wir. Was würde beispielsweise geschehen, wenn jeder Autofahrer seine eigenen Verkehrsregeln aufstellen wollte? Man kann sich leicht vorstellen, zu welchem Chaos das führen würde. An jeder belebten Kreuzung wäre man seines Lebens nicht mehr sicher. Fußgänger wären besonders gefährdet. Es müssen einfach vernünftige Verkehrsregeln, die für uns alle von Nutzen sind, von einer höheren Stelle festgelegt werden.
So hat auch Jehova Gott, der Schöpfer, die besten Regeln und Grundsätze für das menschliche Verhalten aufgestellt. Sie funktionieren wirklich. Sie sind praktisch und führen zu den besten Ergebnissen. Wenn wir sie außer acht lassen, beschwören wir genauso sicher Probleme herauf wie Autofahrer, die die Verkehrsregeln mißachten. Ja, die vielen Schwierigkeiten auf der Erde sind im Grunde genommen darauf zurückzuführen, daß die Menschen ihre eigenen Regeln aufstellen möchten.
Glücklichere Menschen
In der Bibel wird der Schöpfer als der „glückliche Gott“ bezeichnet (1. Tim. 1:11). Daraus läßt sich also schließen, daß diejenigen, die Gottes Willen tun und seine für das menschliche Verhalten gültigen Regeln beachten, dieses Glück oder ein gewisses Maß davon widerspiegeln können.
Der Psalmist schrieb deshalb: „O Jehova der Heerscharen, glücklich ist der Mensch, der auf dich vertraut.“ Und an einer anderen Stelle lesen wir: „Glücklich sind die auf ihrem Wege Untadeligen, die im Gesetz Jehovas wandeln. Glücklich sind, die seine Mahnungen beachten.“ Ja, „glücklich ist das Volk, dem es geradeso ergeht“! (Ps. 84:12; 119:1, 2; 144:15).
-