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Die breite Straße der religiösen SpaltungDer Wachtturm 1953 | 15. August
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(eine der Gegenmissionsgruppen) vertreten und besagt, daß Gott in Eden dem Menschen den guten Samen eingab und Satan der Teufel den Menschen den schlechten Samen. Sie glauben, daß bereits die Säuglinge mit dem einen oder anderen Samen geboren werden. Missionstätigkeit ist darum zwecklos, denn ein Mensch mit einem schlechten Samen ist sowieso hilflos und jemand mit einem guten Samen wird auf alle Fälle zur Kirche kommen. Beim letzten Bericht (vor acht Jahren) war ihre Mitgliedszahl auf 200 Personen gefallen. Ihre Lehre ist auf eine Falschauslegung des Textes in 1. Mose 3:15 über den Samen des Weibes zurückzuführen.
Ein anderer Schreiber gab den Kommentar: „In irgendeiner großen Stadt kann man die unmöglichsten Sekten finden, die häufig nur aus ein oder zwei Kirchen bestehen. Ein unzufriedener Prediger kann eine Gruppe leicht wegführen und seine eigene neue Denomination bilden. … Die meisten kleinen Gruppen haben in ihrer Chronik bestimmt einen Kirchenstreit aufzuweisen. Wenige nur haben wirklich sehr unterschiedliche Lehren oder Bräuche.“ Es wird geschätzt, daß es mehr als 3000 solcher unabhängigen Gruppen gibt.
Vor einiger Zeit, im Jahre 1890, sagte ein kleines Buch, Kurze Geschichte der Kirche in den Vereinigten Staaten, „Die Vermehrung der kirchlichen Organisationen ist stets ein Merkmal des amerikanischen religiösen Lebens gewesen.“ Viele nennen sie gern die „vielen Wohnungen“ im Hause des Vaters und verdrehen damit den Text in Johannes 14:2, der sich auf himmlische Segnungen bezieht. Trotz des schändlich verschwommenen Mischmasches von Ansichten, das dazu geführt hat, daß die Lehren immer mehr auseinander laufen und die Lehrsätze vielseitiger werden, schwebt den meisten der Gedanke vor, daß all die verschiedenen Straßen zum gleichen Ziel führen. Aber das ist nicht der Fall. Während sie ihren eigenen Lehren nachgehen, können sie sich nicht mit Christus versammeln. Er war es, der die religiösen Führer seiner Tage, die der Tradition folgten und nicht für die rechte Lehre eintraten, aber göttliche Vollmacht für ihre Taten beanspruchten, Heuchler, blinde Leiter, Narren, Schlangen, Otternbrut nannte, die zur Vernichtung bestimmt sind. (Matth. 12:30; 23:1-39) Jene, die Leben und Wahrheit suchen, müssen diese breite Straße verlassen, ihre Bibeln abstauben und aus ihren tausend Seiten den Unterschied zwischen all diesem Mischmasch der sich widersprechenden Lehren und dem wahren inspirierten Worte Jehovas kennenlernen. Aber zur Besprechung dieses Punktes und seiner Wichtigkeit müssen wir auf den folgenden Artikel verweisen: „Der enge Weg führt zum Leben“.
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Der enge Weg führt zum LebenDer Wachtturm 1953 | 15. August
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Der enge Weg führt zum Leben
Hütet euch vor toten Geleisen!
ES GIBT Leute, die denken, die Religion habe lediglich den Zweck, die Menschen gut zu machen. Ihre Ansicht ist: „Alles, was von uns erwartet wird, ist Aufrichtigkeit in unserer Religion.“ Andere betrachten die Religion als eine Beruhigungspille für geistige Bedrängnis oder als Hilfe für Personen, die in Schwierigkeiten sind. Sie sagen: „Alle diese Religionen entsprechen den Bedürfnissen gewisser Leute; wenn sie das Gute tun, so ist dies ausgezeichnet!“ Wieder andere, die denken, es sei genug, wenn man nur den Namen „Christ“ trage, sagen: „Es gibt wohl verschiedene Wege, aber alle führen an denselben Ort.“ Deswegen wird oft beantragt, diese verschiedenen Wege zu einem breiten Mittelweg
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