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  • Apostelgeschichte 16
  • Die Bibel. Neue-Welt-Übersetzung (Studienausgabe)

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Übersicht über die Apostelgeschichte

    • K. Die 2. Missionsreise von Paulus (15:36 bis 18:22)

      • Paulus und Barnabas gehen getrennte Wege (15:36-41)

      • Paulus wählt Timotheus als Reisebegleiter aus (16:1-5)

      • Vision von einem Mann aus Mazedonien; gute Botschaft gelangt nach Europa (16:6-10)

      • Bekehrung von Lydia in Philippi (16:11-15)

      • Paulus und Silas in Philippi inhaftiert (16:16-24)

      • Der Gefängnisaufseher und seine Hausgemeinschaft lassen sich taufen (16:25-34)

      • Paulus verlangt offizielle Entschuldigung (16:35-40)

      • Paulus und Silas in Thessalonich (17:1-9)

      • Paulus und Silas in Beröa (17:10-15)

      • Paulus in Athen (17:16-22a)

      • Paulus hält Areopag-Rede (17:22b-31)

      • Unterschiedliche Reaktionen auf Rede von Paulus; einige werden gläubig (17:32-34)

      • Dienst von Paulus in Korinth (18:1-17)

      • Paulus reist über Ephesus zurück nach Antiochia (Syrien) (18:18-22)

Apostelgeschichte 16:1

  • Timotheus: Dieser griechische Name bedeutet „Gott Ehrender“. Timotheus wird hier zum ersten Mal in der Bibel erwähnt. Es ist nicht bekannt, wann genau er ein Christ wurde. Was man weiß, ist, dass seine Mutter Eunike, eine gläubige Jüdin, und vermutlich auch seine Großmutter Lois ihn von klein auf aus den Hebräischen Schriften – den „heiligen Schriften“ der Juden – belehrten (2Ti 1:5; 3:15). Höchstwahrscheinlich nahmen die beiden Frauen den christlichen Glauben an, als Paulus auf seiner ersten Missionsreise Lystra besuchte. Der Vater von Timotheus wird als Grieche bezeichnet, was heißt, dass seine Vorfahren entweder Griechen waren oder von einem anderen nicht jüdischen Volk abstammten. Offenbar war er kein Christ. Paulus kam während seiner zweiten Missionsreise Ende 49 oder Anfang 50 u. Z. erneut nach Lystra, offensichtlich die Heimatstadt von Timotheus. Zu diesem Zeitpunkt war Timotheus schon ein Christ, der „bei den Brüdern in Lystra und Ikonion einen guten Ruf [hatte]“ (Apg 16:2). Er könnte damals um die 20 Jahre alt gewesen sein, denn 10 bis 15 Jahre später – wahrscheinlich um die Zeit zwischen 61 und 64 u. Z. – schrieb ihm Paulus: „Niemand soll wegen deiner Jugend jemals auf dich herabsehen“ (1Ti 4:12). Das zeigt, dass Timotheus selbst zu dieser Zeit noch relativ jung war.

Querverweise

  • +Apg 14:5-7; 2Ti 3:11
  • +Apg 19:22; Rö 16:21; 1Ko 4:17; 1Th 3:2; 1Ti 1:2

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Er stärkte die Versammlungen“

    bt Kap. 15 Abs. 13-14

    Griechen, Griechenland

    it-1 „Griechen, Griechenland“ Abs. 45

    Lystra

    it-2 „Lystra“ Abs. 5

    Hätten Sie es gewusst?

    w15 1. 11. S. 9

    Jehovas Volk im Glauben befestigt

    w90 15. 6. S. 14 Abs. 19

  • Index der Publikationen

    bt 122; it-1 1014; it-2 241-242; w15 1. 11. 9; w90 15. 6. 14

Apostelgeschichte 16:2

Querverweise

  • +1Ti 3:7

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Er stärkte die Versammlungen“

    bt Kap. 15 Abs. 14

    Timotheus

    it-2 „Timotheus“ Abs. 2

    Ich liebe ihn, als wäre er mein eigener Sohn

    w15 1. 11. S. 14

    Junge Leute, ist euer Fortschritt erkennbar?

    w09 15. 5. S. 14 Abs. 5

    Unseren Fortschritt erkennen lassen

    w09 15. 12. S. 11 Abs. 2

    Jehovas Volk im Glauben befestigt

    w90 15. 6. S. 14 Abs. 19

  • Index der Publikationen

    bt 122; it-2 1131; w15 1. 11. 14; w09 15. 5. 14; w09 15. 12. 11; w90 15. 6. 14;

    w81 15. 3. 10; km 11/79 2; w77 1. 9. 530; yy 88; km 10/76 7; w72 1. 3. 142; yb72 17; w64 15. 1. 63

Apostelgeschichte 16:3

  • beschnitt ihn: Paulus war bewusst, dass sich ein Christ eigentlich nicht beschneiden lassen musste (Apg 15:6-29). Und Timotheus, der einen nicht jüdischen Vater hatte, war als Kind auch nicht beschnitten worden. Allerdings hätte das bei den Juden, mit denen sie auf ihrer Predigtreise in Kontakt kamen, Anstoß erregen und ihre Mission behindern können. Um dieses Risiko auszuschließen, bat Paulus Timotheus, sich dem schmerzhaften Eingriff zu unterziehen. Paulus schrieb später an die Korinther: „Für die Juden bin ich wie ein Jude geworden, um Juden zu gewinnen“ (1Ko 9:20). Diese Begebenheit ist ein Beispiel dafür, wie beide Männer das umsetzten.

Querverweise

  • +1Ko 9:20

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Er stärkte die Versammlungen“

    bt Kap. 15 Abs. 14

    Beschneidung

    it-1 „Beschneidung“ Abs. 12

    Griechen, Griechenland

    it-1 „Griechen, Griechenland“ Abs. 45

    Paulus

    it-2 „Paulus“ Nr. 1 ¶15

    Ich liebe ihn, als wäre er mein eigener Sohn

    w15 1. 11. S. 14

    Höhepunkte aus der Apostelgeschichte

    w08 15. 5. S. 32 Abs. 11

    Brauchen wir immer ein biblisches Gebot?

    w03 1. 12. S. 20-21

    Jehovas Volk im Glauben befestigt

    w90 15. 6. S. 14 Abs. 19

    Tut alles für die gute Botschaft

    w89 15. 11. S. 11-12 Abs. 3-7

  • Index der Publikationen

    bt 122; it-1 365, 1014; it-2 545; w15 1. 11. 14; w08 15. 5. 32; w03 1. 12. 20-21; w90 15. 6. 14; w89 15. 11. 11-12;

    w65 15. 10. 638-9

Apostelgeschichte 16:4

  • der Apostel und der Ältesten in Jerusalem: So wie es im Volk Israel auf nationaler Ebene Älteste in verantwortlichen Stellungen gab, bildeten diese Ältesten in Jerusalem zusammen mit den Aposteln eine leitende Körperschaft, die für alle Versammlungen der Christen im 1. Jh. zuständig war. (Siehe Anm. zu Apg 15:2.) Als die Apostel und Ältesten die Beschneidungsfrage geklärt hatten, teilten sie den Versammlungen ihre Entscheidung mit, die dann von allen als verbindlich betrachtet wurde.

Querverweise

  • +Apg 15:28, 29

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Er stärkte die Versammlungen“

    bt Kap. 15

    „Der treue und verständige Sklave“ – welche Aufgaben hat er?

    lff Lektion 54 Punkt 5

  • Index der Publikationen

    bt 123; lff Lektion 54;

    bq 12; w72 15. 2. 111; w63 15. 2. 119; w61 15. 5. 299; w60 1. 10. 599; w58 15. 9. 564

Apostelgeschichte 16:5

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Er stärkte die Versammlungen“

    bt Kap. 15

    „Der treue und verständige Sklave“ – welche Aufgaben hat er?

    lff Lektion 54 Punkt 5

    Jehovas Volk im Glauben befestigt

    w90 15. 6. S. 14 Abs. 19-20

  • Index der Publikationen

    bt 123; lff Lektion 54; w90 15. 6. 14;

    bq 12; or 63; w62 1. 7. 398; w61 15. 5. 299; w52 1. 11. 330

Apostelgeschichte 16:6

  • Provinz Asien: Siehe Worterklärungen zu „Asien; Asia“.

Fußnoten

  • *

    Oder „und“.

Querverweise

  • +Apg 18:23

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 2

    Asien

    it-1 „Asien“ Abs. 4

    Phrygien

    it-2 „Phrygien“ Abs. 6

    Wachsam sein wie die Apostel

    w12 15. 1. S. 9-10 Abs. 4-5

    Höhepunkte aus der Apostelgeschichte

    w08 15. 5. S. 32 Abs. 3

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 15

    Christus als aktiver Führer seiner Versammlung

    w87 1. 8. S. 12 Abs. 11

  • Index der Publikationen

    bt 125; it-1 215; it-2 599; w12 15. 1. 10; w08 15. 5. 32; w90 15. 6. 15; w87 1. 8. 12-13;

    w48 1. 9. 267

Apostelgeschichte 16:7

  • der Geist Jesu: Gemeint ist offenbar der heilige Geist oder die aktive Kraft, die Jesus „vom Vater empfangen“ hatte und hier einsetzte (Apg 2:33). Als Haupt der Christenversammlung leitete Jesus durch den Geist die Predigttätigkeit der ersten Christen und zeigte ihnen, worauf sie ihre Anstrengungen konzentrieren sollten. In diesem Fall hielt Jesus Paulus und dessen Reisegefährten durch den „heiligen Geist“ davon ab, in den Provinzen Asien und Bithynien zu predigen (Apg 16:6-10). Später erreichte die gute Botschaft aber auch diese Gebiete (Apg 18:18-21; 1Pe 1:1, 2).

Querverweise

  • +1Pe 1:1

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 4

    Asien

    it-1 „Asien“ Abs. 4

    Mysien

    it-2 „Mysien“ Abs. 2

    Wachsam sein wie die Apostel

    w12 15. 1. S. 9-10 Abs. 4-6

    Höhepunkte aus der Apostelgeschichte

    w08 15. 5. S. 32 Abs. 3

    Christus als aktiver Führer seiner Versammlung

    w87 1. 8. S. 12 Abs. 11

  • Index der Publikationen

    bt 125-126; it-1 215; it-2 404; w12 15. 1. 10; w08 15. 5. 32; w87 1. 8. 12-13;

    w74 15. 10. 614; w48 1. 9. 267

Apostelgeschichte 16:8

  • zogen sie an Mysien vorbei: Oder „zogen sie durch Mysien“. Das mit „vorbeiziehen“ übersetzte griechische Verb parérchomai kann auch bedeuten, durch eine Gegend zu reisen, was hier offensichtlich gemeint ist. Die Hafenstadt Troas lag in Mysien, einer Landschaft im NW von Kleinasien. Um nach Troas zu kommen, mussten Paulus und seine Begleiter zwangsläufig durch Mysien reisen. Wenn es also heißt, dass sie an Mysien vorbeizogen, dann ist gemeint, dass sie sich dort nicht länger aufhielten, um ausgiebig zu predigen.

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 4

    Mysien

    it-2 „Mysien“ Abs. 2

    Wachsam sein wie die Apostel

    w12 15. 1. S. 9-10 Abs. 4-7

  • Index der Publikationen

    bt 126; it-2 404; w12 15. 1. 10

Apostelgeschichte 16:9

  • Mazedonien: Siehe Worterklärungen.

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 5

    Wachsam sein wie die Apostel

    w12 15. 1. S. 9-10 Abs. 4-7

    Via Egnatia — Eine Straße, die zur Ausdehnung beitrug

    g97 22. 8. S. 16-17

  • Index der Publikationen

    bt 126; w12 15. 1. 10; g97 22. 8. 16-17;

    w66 1. 6. 343; bf 436; w61 15. 3. 177; w47 15. 8. 250

Apostelgeschichte 16:10

  • wir: Die Apostelgeschichte wird bis Kapitel 16, Vers 9 durchgehend in der dritten Person erzählt, d. h., der Schreiber Lukas bezieht sich in die Handlung nicht mit ein. Ab Vers 10 ändert sich das jedoch und Lukas steigt in das Geschehen ein: Von nun an gebraucht er immer wieder die Pronomen „wir“ und „uns“, und zwar dann, wenn er von Begebenheiten erzählt, bei denen er Paulus und dessen Reisegefährten offenbar begleitete. (Siehe Anm. zu Apg 1:1 und „Einführung in die Apostelgeschichte“.) Das erste Mal schloss sich Lukas Paulus um das Jahr 50 u. Z. an, als dieser von Troas nach Philippi reiste. Als Paulus Philippi verließ, kam Lukas jedoch nicht mit (Apg 16:10-17, 40; siehe Anm. zu Apg 20:5; 27:1).

    die gute Botschaft zu verkünden: Siehe Anm. zu Apg 5:42.

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Geht und macht Menschen zu meinen Jüngern“

    bt Kap. 1

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 5

    Troas

    it-2 „Troas“ Abs. 4

    Lukas — ein geliebter Mitarbeiter

    w07 15. 11. S. 18-19

  • Index der Publikationen

    bt 12, 126; it-2 1160-1161; w07 15. 11. 18;

    w63 1. 3. 159; w61 15. 3. 177; w61 1. 9. 543; w61 1. 10. 603; w47 15. 8. 250

Apostelgeschichte 16:11

Medien

  • Neapolis

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16

    Via Egnatia — Eine Straße, die zur Ausdehnung beitrug

    g97 22. 8. S. 16-18

  • Index der Publikationen

    bt 124; g97 22. 8. 16-18;

    g73 8. 3. 6; im 101-2

Apostelgeschichte 16:12

  • Philippi: Ursprünglich hieß die Stadt Krenides. Um die Mitte des 4. Jh. v. u. Z. eroberte Philipp II. von Mazedonien (der Vater von Alexander dem Großen) Krenides von den Thrakern und benannte es nach sich selbst. In der Umgebung gab es reiche Goldvorkommen, und Philipp ließ aus dem Gold Münzen prägen. Um 168 v. u. Z. besiegte der römische Konsul Lucius Aemilius Paullus König Perseus, den letzten mazedonischen König, und nahm Philippi und die umliegenden Gebiete ein. 146 v. u. Z. wurde ganz Mazedonien zu einer römischen Provinz erklärt. 42 v. u. Z. fand in der Ebene von Philippi die Schlacht statt, in der Oktavian (Octavianus) und Marcus Antonius die Heere der Cäsar-Mörder Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus besiegten. Zur Erinnerung an seinen großen Sieg machte Oktavian Philippi zu einer römischen Kolonie. Oktavian wurde einige Jahre später vom römischen Senat zum Kaiser erklärt. Als Cäsar Augustus gab er der Stadt den Namen Colonia Augusta Iulia Philippensium. (Siehe Anh. B13.)

Querverweise

  • +Php 1:1

Indexe

  • Studienleitfaden

    Philippi

    it-2 „Philippi“ Abs. 2

    Via Egnatia — Eine Straße, die zur Ausdehnung beitrug

    g97 22. 8. S. 16-18

    Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes

    w96 15. 9. S. 26-28

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 15 Abs. 5

    50. Bibelbuch — Philipper

    si S. 223 Abs. 1

  • Index der Publikationen

    it-2 590; g97 22. 8. 16-18; w96 15. 9. 27; w90 15. 6. 15; si 223;

    g73 8. 3. 6

Apostelgeschichte 16:13

  • Fluss: Viele Forscher gehen davon aus, dass es sich um den Gangites handelte, der 2,4 km westlich von Philippi entlangfloss, also mehr als eine Sabbat-Tagereise entfernt. Da Philippi militärisch geprägt war, vermuten einige, dass die Juden innerhalb der Stadt keine Gottesdienste abhalten durften und sich deshalb so weit weg trafen. Andere meinen, dass der besagte Fluss der Krenides war – ein kleiner Fluss, der näher an der Stadt lag und im Volksmund „Fluss von Lydia“ genannt wird. Allerdings hat man dort römische Gräber gefunden, und das Gelände war gut einsehbar, weshalb es einige für unwahrscheinlich halten, dass man sich dort zum Gebet traf. Wieder andere vermuten, dass die Gebetsstätte an einem Wasserlauf lag, der vor dem Neapolis-Tor entlangführte und heute ausgetrocknet ist. Dort hat man im 4. oder 5. Jh. u. Z. zur Erinnerung an den Besuch von Paulus mehrere Kirchen errichtet.

    Gebetsstätte: Da Philippi eine Militärkolonie war, kann es sein, dass die Juden in der Stadt keine Synagoge haben durften. Oder es gab in der Stadt nicht genug jüdische Männer, um eine Synagoge gründen zu können, denn nach der Tradition mussten es mindestens zehn sein.

Medien

  • Eine Gebetsstätte in der Nähe von Philippi

Indexe

  • Studienleitfaden

    Philippi

    it-2 „Philippi“ Abs. 6

    Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes

    w96 15. 9. S. 27

    Philippi — Stadt verschiedener Ströme

    g91 22. 3. S. 26-27

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 15 Abs. 5

  • Index der Publikationen

    it-2 591; w96 15. 9. 27; g91 22. 3. 26-27; w90 15. 6. 15-16;

    g73 8. 3. 6

Apostelgeschichte 16:14

  • Eine Frau namens Lydia: Diese Frau wird in der Bibel nur hier und in Apg 16:40 erwähnt. Manche glauben, „Lydia“ bedeute einfach nur „Frau aus Lydien“ und sei nicht ihr richtiger Name gewesen. Es gibt jedoch Belege dafür, dass „Lydia“ auch ein Eigenname war. Lydia und ihre Hausgemeinschaft wurden um 50 u. Z. Christen; sie gehörten damit zu den Ersten in Europa, die durch das Predigen von Paulus den christlichen Glauben annahmen. Lydia, die entweder verwitwet oder nie verheiratet war, war ausgesprochen großzügig. Dadurch bot sich ihr die besondere Gelegenheit, mit den Missionaren Paulus, Silas und Lukas Zeit zu verbringen (Apg 16:15).

    Purpurhändlerin: Lydia handelte möglicherweise mit den verschiedensten Purpurwaren wie Stoffen, Kleidern, Teppichen und Färbemitteln. Eine Inschrift aus Philippi belegt, dass es in dieser Stadt eine Purpurhändlerzunft gab. Ursprünglich kam Lydia aus Thyatira in Lydien, einer Region im W von Kleinasien. Lydien und die angrenzenden Regionen waren seit der Zeit Homers (9. oder 8. Jh. v. u. Z.) für ihre Purpurfärberei berühmt. Lydia muss eine erfolgreiche, wohlhabende Geschäftsfrau gewesen sein, denn für den Purpurhandel benötigte man einiges an Kapital. Außerdem hatte sie ein Haus, das groß genug war, um vier Gäste unterzubringen, nämlich Paulus, Silas, Timotheus und Lukas. Der Hinweis auf „ihre Hausgemeinschaft“ könnte bedeuten, dass sie mit Verwandten zusammenwohnte, aber auch, dass sie Sklaven und Bedienstete hatte (Apg 16:15). Paulus und Silas trafen sich vor ihrer Abreise noch mit einigen Brüdern bei Lydia, woraus sich schließen lässt, dass ihr gastfreundliches Haus zu einem Versammlungsort für die ersten Christen in Philippi wurde (Apg 16:40).

    Jehova öffnete ihr das Herz weit: In erhalten gebliebenen griechischen Handschriften steht hier ho kýrios („der Herr“). In den Christlichen Griechischen Schriften kann sich kýrios je nach Kontext auf Jehova Gott oder auf Jesus Christus beziehen. Hier geht jedoch aus dem Kontext hervor, dass Jehova Gott gemeint ist. Von Lydia wird gesagt, dass sie Gott anbetete, was darauf hindeutet, dass sie eine jüdische Proselytin war (Apg 13:43). Am Sabbat versammelte sie sich mit anderen Frauen an einer Gebetsstätte an einem Fluss außerhalb von Philippi (Apg 16:13). Möglicherweise gab es in Philippi nur wenige Juden und keine Synagoge. Lydia könnte in ihrer Heimatstadt Thyatira von Jehova gehört haben. Dort gab es eine große jüdische Bevölkerung und eine jüdische Anbetungsstätte. Jehova, der Gott, den sie anbetete, bemerkte, dass sie Paulus aufmerksam zuhörte. (Siehe Anh. C3, Einleitung, Apg 16:14.)

Querverweise

  • +Off 1:11
  • +Luk 24:45; 1Ko 3:7

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16

    Lydia

    it-2 „Lydia“

    Thyatira

    it-2 „Thyatira“ Abs. 4

    Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes

    w96 15. 9. S. 26-27

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 15 Abs. 5

  • Index der Publikationen

    bt 132; it-2 240-241, 1118; w96 15. 9. 26-27; w90 15. 6. 15-16

Apostelgeschichte 16:15

  • Jehova treu: In den meisten griechischen Manuskripten steht hier das Wort kýrios („Herr“). Es kann sich in den Christlichen Griechischen Schriften je nach Kontext entweder auf Jehova Gott oder auf Jesus Christus beziehen. Wie aus der Anm. zum vorhergehenden Vers hervorgeht, war Lydia allem Anschein nach eine jüdische Proselytin. Daraus lässt sich ableiten, dass sie hier Jehova meinte. Sie hatte gerade erst etwas von Jesus Christus durch Paulus erfahren und konnte noch keine Treue zu Jesus beweisen. Es ist daher anzunehmen, dass sie sich auf ihre Treue zu dem Gott bezog, den sie bereits anbetete – Jehova. (Siehe Anh. C3, Einleitung, Apg 16:15.)

Querverweise

  • +Apg 16:33; 18:8

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16

    Taufe

    it-2 „Taufe“ Abs. 17

    „Sie nötigte uns dazu“

    w07 15. 3. S. 32

    Was uns glücklich macht

    lr Kap. 17

    Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes

    w96 15. 9. S. 27-28

  • Index der Publikationen

    bt 132; it-2 1095; w07 15. 3. 32; lr 95; w96 15. 9. 27-28;

    w76 1. 5. 277; te 145; w71 1. 9. 538; w68 15. 6. 360; w64 1. 6. 340; g64 8. 5. 20; w61 15. 7. 446; g61 8. 8. 24; w57 15. 3. 186

Apostelgeschichte 16:16

  • einem Geist, einem Wahrsagerdämon: Wtl. „einem Python-Geist“. Python war der Name der mythischen Schlange oder des Drachen, der den Tempel und das Orakel von Delphi hütete. Mit der Zeit bezeichnete das griechische Wort pýthōn eine Person, die die Zukunft voraussagen konnte, und zugleich den Geist, der durch diese Person sprach. Später gebrauchte man den Begriff für Bauchredner. Hier in der Apostelgeschichte bezieht er sich jedoch auf einen Dämon, der ein junges Mädchen zum Wahrsagen befähigte.

    durch Wahrsagerei: Oder „durch die Kunst der Voraussage“. Die Bibel spricht von verschiedenen Personen, die von sich behaupteten, die Zukunft vorhersagen zu können, wie Zauberpriester, Wahrsager und Astrologen (3Mo 19:31; 5Mo 18:11). In den Christlichen Griechischen Schriften ist nur bei dieser Begebenheit von Dämonen die Rede, die Voraussagen über die Zukunft machten. Die Dämonen bekämpfen Gott und diejenigen, die seinen Willen ausführen. Daher überrascht es nicht, dass Paulus und Silas heftig verfolgt wurden, nachdem sie den Wahrsagerdämon ausgetrieben hatten (Apg 16:12, 17-24).

Querverweise

  • +3Mo 19:31; 20:6

Indexe

  • Studienleitfaden

    Wahrsagerei

    it-2 „Wahrsagerei“ Abs. 15

    Griechen, Griechenland

    it-1 „Griechen, Griechenland“ Abs. 28

    Spiritismus

    it-2 „Spiritismus“ Abs. 4

    Die Wahrheit über Engel

    w95 1. 11. S. 6-7

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16 Abs. 6

    Die Macht böser Geister

    pe Kap. 10 Abs. 13-14

  • Index der Publikationen

    it-1 1011; it-2 993-994, 1277; w95 1. 11. 6-7; w90 15. 6. 16; pe 95-96;

    us 26; g74 22. 10. 28; w68 1. 6. 323; g65 8. 6. 24; w64 15. 3. 168; w62 1. 12. 736

Apostelgeschichte 16:17

Querverweise

  • +Mar 1:23, 24; Luk 4:41

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Weise die unwahren Geschichten zurück“

    w94 1. 4. S. 31

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16 Abs. 6

  • Index der Publikationen

    w94 1. 4. 31; w90 15. 6. 16;

    im 26

Apostelgeschichte 16:18

Querverweise

  • +Mat 17:18; Mar 1:25, 26, 34; Luk 9:1; 10:17

Indexe

  • Studienleitfaden

    Die Wahrheit über Engel

    w95 1. 11. S. 6-7

    „Weise die unwahren Geschichten zurück“

    w94 1. 4. S. 31

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16 Abs. 6

  • Index der Publikationen

    w95 1. 11. 7; w94 1. 4. 31; w90 15. 6. 16;

    im 26

Apostelgeschichte 16:19

  • Marktplatz: Oder „öffentlichen Platz“, „Forum“. Das griechische Wort agorá bezieht sich hier auf eine freie Fläche, die es früher in den Städten und Dörfern der Griechen und Römer sowie des Vorderen Orients gab. Solche Plätze wurden für den Handel und für öffentliche Versammlungen genutzt. Aus dem, was hier über die Ereignisse in Philippi berichtet wird, lässt sich schließen, dass auf dem Marktplatz auch Rechtsfälle behandelt wurden. Ausgrabungen an der Ruinenstätte von Philippi zeigen, dass ein ziemlich großes Forum an der Via Egnatia lag, einer bedeutenden Römerstraße, die mitten durch die Stadt führte. (Siehe Anm. zu Mat 23:7; Apg 17:17.)

Querverweise

  • +Apg 19:24, 25
  • +Mat 10:18

Apostelgeschichte 16:20

  • Magistrate: Der griechische Begriff stratēgós (hier im Plural) bezeichnet an dieser Stelle die höchsten Staatsbeamten der römischen Kolonie Philippi. Zu ihren Aufgaben gehörte es, die Ordnung aufrechtzuerhalten, die Finanzen zu verwalten, Straftäter zu verurteilen und den Strafvollzug in die Wege zu leiten.

Querverweise

  • +Apg 17:6

Indexe

  • Studienleitfaden

    Worterklärungen zur Bibel

    nwt S. 1890

    Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes

    w96 15. 9. S. 28

    Philippi — Stadt verschiedener Ströme

    g91 22. 3. S. 27

  • Index der Publikationen

    nwt 1890; w96 15. 9. 28; g91 22. 3. 27;

    w62 15. 8. 486

Apostelgeschichte 16:21

  • wir als Römer: Philippi war eine römische Kolonie. Dadurch hatte die Bevölkerung viele Privilegien, darunter möglicherweise eine Art beschränktes römisches Bürgerrecht. Wie es scheint, fühlten sich die Einwohner von Philippi deshalb stärker mit Rom verbunden, als das sonst der Fall gewesen wäre. (Siehe Anm. zu Apg 16:12.)

Querverweise

  • +Est 3:8; Apg 17:7

Indexe

  • Studienleitfaden

    Philippi

    it-2 „Philippi“ Abs. 5

  • Index der Publikationen

    it-2 591;

    ad 1168; w62 15. 8. 486; w54 1. 9. 530

Apostelgeschichte 16:22

Querverweise

  • +1Th 2:2

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 11

    Schlagen

    it-2 „Schlagen“ Abs. 13-17

    Silas — Eine Quelle der Ermunterung

    w99 15. 2. S. 27

  • Index der Publikationen

    bt 129; it-2 849-850; w99 15. 2. 27

Apostelgeschichte 16:23

Querverweise

  • +2Ko 6:4, 5; 11:23
  • +Luk 21:12

Indexe

  • Studienleitfaden

    Der Dienst des Apostels Paulus

    it-2 „Der Dienst des Apostels Paulus“

    Silas — Eine Quelle der Ermunterung

    w99 15. 2. S. 27

  • Index der Publikationen

    it-2 749; w99 15. 2. 27

Apostelgeschichte 16:24

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 11

    Stock

    it-2 „Stock“

    Worterklärungen zur Bibel

    nwt S. 1900

    Die gute Botschaft mit starker Überzeugung predigen

    km 2/00 S. 4 Abs. 13

    Silas — Eine Quelle der Ermunterung

    w99 15. 2. S. 27

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16 Abs. 6

  • Index der Publikationen

    bt 129; it-2 1037; nwt 1900; km 2/00 4-5; w99 15. 2. 27; w90 15. 6. 16

Apostelgeschichte 16:25

Querverweise

  • +Eph 5:19; Kol 3:16; Jak 5:13

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 13

    Verfechter der Wahrheit

    w12 1. 8. S. 29

    Silas — Eine Quelle der Ermunterung

    w99 15. 2. S. 27-28

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16 Abs. 7

  • Index der Publikationen

    bt 130; w12 1. 8. 29; w99 15. 2. 27-28; w90 15. 6. 16;

    g63 8. 12. 7

Apostelgeschichte 16:26

Querverweise

  • +Apg 5:18-20; 12:7

Apostelgeschichte 16:27

Querverweise

  • +Apg 12:18, 19

Indexe

  • Studienleitfaden

    Gefängnisaufseher

    it-1 „Gefängnisaufseher“ Abs. 3-4

    Philippi

    it-2 „Philippi“ Abs. 8

    Gefängnis

    it-1 „Gefängnis“ Abs. 5

    Eifrige Zeugen für Jehova drängen voran

    w90 15. 5. S. 25

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16 Abs. 7

  • Index der Publikationen

    it-1 830-831; it-2 591; w90 15. 5. 25; w90 15. 6. 16-17;

    ad 1169

Apostelgeschichte 16:28

Indexe

  • Studienleitfaden

    Einfühlungsvermögen — Der Schlüssel zu Güte und Mitgefühl

    w02 15. 4. S. 25-26

  • Index der Publikationen

    w02 15. 4. 25-26

Apostelgeschichte 16:29

Indexe

  • Index der Publikationen

    w73 15. 2. 116

Apostelgeschichte 16:30

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 13-14

    Warum wir „fortwährend viel Frucht tragen“

    w18.05 S. 19-20 Abs. 10-11

    Jesus Christus

    rs S. 245-246

    „Was muß ich tun, um gerettet zu werden?“

    w89 15. 9. S. 3-4

  • Index der Publikationen

    bt 130; w18.05 19-20; rs 245-246; w89 15. 9. 3-4;

    w73 15. 2. 116; w48 1. 7. 196

Apostelgeschichte 16:31

Querverweise

  • +Joh 3:16; 6:47

Indexe

  • Studienleitfaden

    Jesus rettet – wie?

    ijwbq Artikel 140

    Jesus Christus

    rs S. 245-246

    Fünf übliche Irreführungen, vor denen man sich in acht nehmen sollte

    g90 22. 5. S. 14

    „Was muß ich tun, um gerettet zu werden?“

    w89 15. 9. S. 4

    Was wir tun müssen, um gerettet zu werden

    w89 15. 9. S. 5-6

  • Index der Publikationen

    ijwbq Artikel 140; rs 245-246; g90 22. 5. 14; w89 15. 9. 4-6;

    w84 15. 3. 19; w82 15. 2. 19; g76 8. 3. 27; w73 15. 2. 116, 119-20; g73 8. 2. 6; w60 15. 5. 294; w58 1. 7. 401; w48 1. 7. 196

Apostelgeschichte 16:32

  • das Wort Jehovas: Siehe Anm. zu Apg 8:25 und Anh. C3, Einleitung, Apg 16:32.

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 14

    Helft euren Kindern auf die Taufe hinzuarbeiten

    w18.03 S. 10 Abs. 8-9

    Jesus Christus

    rs S. 245-246

    „Was muß ich tun, um gerettet zu werden?“

    w89 15. 9. S. 3-4

  • Index der Publikationen

    bt 130; w18.03 10; rs 245-246; w89 15. 9. 4;

    w82 15. 2. 19; w73 15. 2. 116, 120; w48 1. 7. 196

Apostelgeschichte 16:33

  • sofort getauft: Der Gefängnisaufseher und seine Hausgemeinschaft, d. h. seine Familie, waren keine Juden und daher wahrscheinlich auch nicht mit den Grundlehren der Hebräischen Schriften vertraut. Paulus und Silas forderten sie auf, an Jesus zu glauben, und sprachen mit ihnen dann – zweifellos sehr ausführlich – über „das Wort Jehovas“ (Apg 16:31, 32). Was sie hörten, bewirkte eine tiefgreifende Veränderung in ihnen, denn wie Apg 16:34 zeigt, kamen sie noch in derselben Nacht „zum Glauben an Gott“. Es war also angebracht, dass sie sofort getauft wurden. Aus Apg 16:40 ist zu entnehmen, dass Paulus und Silas anschließend ohne Lukas weiterreisten. (Siehe Anm. zu Apg 16:10.) Vielleicht konnte Lukas noch etwas länger in Philippi bleiben und den neu getauften Christen zur Seite stehen.

Querverweise

  • +Apg 8:12

Indexe

  • Studienleitfaden

    Was ist die Taufe?

    ijwbq Artikel 110

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16 Abs. 14

    Taufe

    it-2 „Taufe“ Abs. 17

    Helft euren Kindern auf die Taufe hinzuarbeiten

    w18.03 S. 10 Abs. 8-9

  • Index der Publikationen

    ijwbq Artikel 110; bt 130; it-2 1095; w18.03 10;

    w82 15. 2. 19; w73 15. 2. 116, 120; w48 1. 7. 196

Apostelgeschichte 16:34

Indexe

  • Index der Publikationen

    w73 15. 2. 116; w68 15. 6. 360; w48 1. 7. 196

Apostelgeschichte 16:35

  • Amtsdiener: Das griechische Wort rhabdoúchos (wtl. „Rutenträger“) bezeichnete die offiziellen Begleiter der römischen Magistrate. Ihre Aufgabe war es, den Magistrat, dem sie unterstanden, in der Öffentlichkeit zu eskortieren und seine Befehle auszuführen. Auf Lateinisch wurden sie lictor genannt. Die Amtsdiener hatten ähnliche Pflichten wie heutige Polizisten. Allerdings waren sie eng an ihren Magistrat gebunden und mussten ihm ständig zur Verfügung stehen. Das Volk konnte sich nicht direkt an sie wenden, denn sie handelten nur im Auftrag ihres Magistrats.

Indexe

  • Studienleitfaden

    Schlagen

    it-2 „Schlagen“ Abs. 13

    Amtsdiener

    it-1 „Amtsdiener“ Abs. 3-5

    Philippi

    it-2 „Philippi“ Abs. 9

  • Index der Publikationen

    it-1 128; it-2 591, 849

Apostelgeschichte 16:36

Indexe

  • Studienleitfaden

    Magistrat

    it-2 „Magistrat“ Abs. 3

  • Index der Publikationen

    it-2 257

Apostelgeschichte 16:37

  • Römer: D. h. römische Staatsbürger. Paulus und offensichtlich auch Silas waren römische Staatsbürger. Nach römischem Recht hatte ein Bürger immer Anspruch auf ein ordentliches Gerichtsverfahren und durfte nicht ohne richterliches Urteil öffentlich bestraft werden. Die römische Staatsbürgerschaft brachte bestimmte Rechte und Privilegien mit sich, ganz gleich, wohin jemand im Römischen Reich reiste. Ein römischer Bürger unterstand dem römischen Recht, nicht den Gesetzen der Provinzstädte. Selbst wenn er bereit war, sich vor einem lokalen Gericht zu verantworten, blieb ihm immer noch das Recht, auch von einem römischen Gericht angehört zu werden. Ging es um eine sehr schwere Straftat, konnte er beim Kaiser Berufung einlegen. Der Apostel Paulus war als Prediger in weiten Teilen des Römischen Reiches unterwegs. Es sind drei Gelegenheiten dokumentiert, bei denen er seine Rechte als römischer Bürger geltend machte. Das erste Mal war hier in Philippi, als die Magistrate ihn auspeitschen ließen und er sie darauf aufmerksam machte, dass sie damit seine Rechte verletzt hatten. (Die beiden anderen Gelegenheiten werden in den Anm. zu Apg 22:25; 25:11 erläutert.)

Fußnoten

  • *

    Oder „Gerichtsverfahren“.

Querverweise

  • +Apg 22:25; 23:27

Indexe

  • Studienleitfaden

    Schlagen

    it-2 „Schlagen“ Abs. 17

    Magistrat

    it-2 „Magistrat“ Abs. 3

    Philippi

    it-2 „Philippi“ Abs. 9

    Hätten Sie es gewusst?

    w15 1. 3. S. 12

    Jehovas Wort gewinnt die Oberhand

    w90 15. 6. S. 16-17 Abs. 7-8

  • Index der Publikationen

    it-2 257, 591, 850; w15 1. 3. 12; w90 15. 6. 16-17;

    ad 1169

Apostelgeschichte 16:38

Querverweise

  • +Apg 22:27-29

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16

    Magistrat

    it-2 „Magistrat“ Abs. 3

    Römer

    it-2 „Römer“ Abs. 3

  • Index der Publikationen

    bt 131; it-2 257, 713

Apostelgeschichte 16:40

Querverweise

  • +Apg 16:14
  • +2Ko 1:3, 4

Indexe

  • Studienleitfaden

    „Komm herüber nach Mazedonien“

    bt Kap. 16

    Lydia — Eine gastfreundliche Anbeterin Gottes

    w96 15. 9. S. 28

  • Index der Publikationen

    bt 132; w96 15. 9. 28;

    w64 1. 6. 340

Andere Bibeln

Eine Versnummer anklicken, um den Text in verschiedenen Bibeln zu sehen.

Allgemein

Apg. 16:1Apg 14:5-7; 2Ti 3:11
Apg. 16:1Apg 19:22; Rö 16:21; 1Ko 4:17; 1Th 3:2; 1Ti 1:2
Apg. 16:21Ti 3:7
Apg. 16:31Ko 9:20
Apg. 16:4Apg 15:28, 29
Apg. 16:6Apg 18:23
Apg. 16:71Pe 1:1
Apg. 16:12Php 1:1
Apg. 16:14Off 1:11
Apg. 16:14Luk 24:45; 1Ko 3:7
Apg. 16:15Apg 16:33; 18:8
Apg. 16:163Mo 19:31; 20:6
Apg. 16:17Mar 1:23, 24; Luk 4:41
Apg. 16:18Mat 17:18; Mar 1:25, 26, 34; Luk 9:1; 10:17
Apg. 16:19Apg 19:24, 25
Apg. 16:19Mat 10:18
Apg. 16:20Apg 17:6
Apg. 16:21Est 3:8; Apg 17:7
Apg. 16:221Th 2:2
Apg. 16:232Ko 6:4, 5; 11:23
Apg. 16:23Luk 21:12
Apg. 16:25Eph 5:19; Kol 3:16; Jak 5:13
Apg. 16:26Apg 5:18-20; 12:7
Apg. 16:27Apg 12:18, 19
Apg. 16:31Joh 3:16; 6:47
Apg. 16:33Apg 8:12
Apg. 16:37Apg 22:25; 23:27
Apg. 16:38Apg 22:27-29
Apg. 16:40Apg 16:14
Apg. 16:402Ko 1:3, 4
  • Die Bibel. Neue-Welt-Übersetzung (Studienausgabe)
  • In Neue-Welt-Übersetzung (nwt) lesen
  • In Studienbibel (Rbi8) lesen
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Die Bibel. Neue-Welt-Übersetzung (Studienausgabe)
Apostelgeschichte 16:1-40

Apostelgeschichte

16 So kam er nach Dẹrbe und auch nach Lỵstra.+ Dort gab es einen Jünger namens Timọtheus.+ Er war der Sohn einer gläubigen Jüdin, sein Vater war jedoch Grieche. 2 Timọtheus hatte bei den Brüdern in Lỵstra und Ikọnion einen guten Ruf.+ 3 Paulus äußerte den Wunsch, dass Timọtheus ihn begleitete. Er nahm ihn und beschnitt ihn wegen der Juden+ in dieser Gegend, denn sie wussten alle, dass sein Vater Grieche war. 4 Als sie durch die Städte reisten, überbrachten sie den Brüdern die zu beachtenden Beschlüsse der Apostel und der Ältesten in Jerusalem.+ 5 Daraufhin wurden die Versammlungen im Glauben weiter gestärkt und nahmen Tag für Tag an Zahl zu.

6 Auch zogen sie durch Phrỵgien und das Land Galạtien,+ weil* der heilige Geist sie daran hinderte, das Wort Gottes in der Provinz Asien zu verkünden. 7 Als sie dann nach Mỵsien hinunterkamen, bemühten sie sich, nach Bithỵnien+ zu gelangen, doch der Geist Jesu ließ es nicht zu. 8 Da zogen sie an Mỵsien vorbei und kamen nach Trọas hinunter. 9 In der Nacht hatte Paulus eine Vision. Ein Mann aus Mazedọnien stand da und bat ihn eindringlich: „Komm herüber nach Mazedọnien und hilf uns!“ 10 Sobald er die Vision gehabt hatte, versuchten wir nach Mazedọnien zu gelangen. Wir waren zu dem Schluss gekommen, dass Gott uns gerufen hatte, um ihnen die gute Botschaft zu verkünden.

11 Wir stachen also von Trọas aus in See und fuhren auf direktem Weg nach Samothrạke und am nächsten Tag nach Neạpolis. 12 Von dort aus gingen wir weiter nach Philịppi+ – einer Kolonie –, der bedeutendsten Stadt in diesem Bezirk von Mazedọnien. Dort blieben wir einige Tage. 13 Am Sabbat gingen wir zum Tor hinaus an einen Fluss, wo wir eine Gebetsstätte vermuteten. Wir setzten uns und begannen zu den Frauen zu sprechen, die zusammengekommen waren. 14 Eine Frau namens Lỵdia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatịra,+ die Gott anbetete, hörte zu, und Jehova öffnete ihr das Herz weit, sodass sie dem, was Paulus sagte, Aufmerksamkeit schenkte.+ 15 Als sie und ihre Hausgemeinschaft sich taufen ließen,+ bat sie uns eindringlich: „Wenn ich eurer Meinung nach Jehova treu bin, dann kommt und bleibt in meinem Haus.“ Sie drängte uns regelrecht dazu.

16 Eines Tages begegnete uns auf dem Weg zur Gebetsstätte ein Dienstmädchen, das von einem Geist, einem Wahrsagerdạ̈mon,+ besessen war. Sie brachte ihren Herren durch Wahrsagerei großen Gewinn ein. 17 Dieses Mädchen lief Paulus und uns ständig hinterher und rief: „Diese Menschen sind Sklaven des höchsten Gottes.+ Sie verkünden euch den Weg der Rettung!“ 18 Das tat sie viele Tage lang. Schließlich wurde es Paulus zu viel. Er drehte sich um und sagte zu dem Geist: „Ich befehle dir im Namen von Jesus Christus: Fahr aus ihr aus!“ Sofort verließ sie der Geist.+

19 Als nun ihre Herren sahen, dass ihre Aussicht auf Gewinn dahin war,+ packten sie Paulus und Sịlas und schleppten sie auf den Marktplatz zu den Vorstehern.+ 20 Sie führten sie vor die Magistrate und sagten: „Diese Menschen bringen große Unruhe in unsere Stadt.+ Sie sind Juden 21 und verkünden Bräuche, die wir als Römer nicht annehmen oder ausüben dürfen.“+ 22 Die Menge erhob sich geschlossen gegen sie, und nachdem die Magistrate ihnen die Kleider heruntergerissen hatten, gaben sie Befehl, sie mit Ruten zu schlagen.+ 23 Man versetzte ihnen viele Schläge und ließ sie ins Gefängnis werfen.+ Dem Gefängnisaufseher wurde befohlen, sie gut zu bewachen.+ 24 Weil er diesen Befehl erhielt, warf er sie ins innere Gefängnis und schloss ihre Füße in den Stock.

25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Sịlas und priesen Gott mit Liedern.+ Die Gefangenen hörten ihnen zu. 26 Plötzlich gab es ein großes Erdbeben, sodass die Fundamente des Gefängnisses erschüttert wurden. Im selben Augenblick sprangen die Türen auf und die Fesseln von allen lösten sich.+ 27 Als der Gefängnisaufseher aufwachte und die Gefängnistüren offen stehen sah, zog er sein Schwert und wollte sich umbringen, weil er dachte, die Gefangenen seien geflohen.+ 28 Paulus aber rief laut: „Tu dir nichts an! Wir sind alle hier!“ 29 Der Gefängnisaufseher verlangte Licht und lief hinein. Zitternd fiel er vor Paulus und Sịlas nieder. 30 Er führte sie hinaus und fragte: „Ihr Herren, was muss ich tun, damit ich gerettet werde?“ 31 Sie antworteten: „Glaube an den Herrn Jesus und du wirst gerettet werden, du und deine Hausgemeinschaft.“+ 32 Dann verkündeten sie ihm und allen, die in seinem Haus waren, das Wort Jehovas. 33 Er nahm sie in dieser Nachtstunde mit und reinigte ihre Wunden. Danach wurden er und seine ganze Hausgemeinschaft sofort getauft.+ 34 Er holte sie in sein Haus und ließ den Tisch für sie decken. Bei ihm und seiner ganzen Hausgemeinschaft herrschte große Freude – jetzt, wo er zum Glauben an Gott gekommen war.

35 Als es Tag wurde, schickten die Magistrate die Amtsdiener mit der Anordnung: „Lass diese Männer frei.“ 36 Der Gefängnisaufseher berichtete es Paulus. Er sagte: „Die Magistrate haben Männer hergeschickt, damit ihr beide freigelassen werdet. Kommt also jetzt heraus und geht in Frieden.“ 37 Paulus aber sagte zu ihnen: „Sie haben uns ohne Verurteilung* öffentlich ausgepeitscht, obwohl wir Römer sind,+ und haben uns ins Gefängnis geworfen. Wollen sie uns jetzt heimlich hinauswerfen? Das kommt nicht infrage! Sie sollen selbst herkommen und uns hinausbegleiten.“ 38 Die Amtsdiener teilten diese Antwort den Magistraten mit. Die bekamen es mit der Angst zu tun, als sie hörten, dass die Männer Römer waren.+ 39 Also kamen sie und versuchten sie zu beschwichtigen. Dann begleiteten sie sie hinaus und baten sie, aus der Stadt wegzugehen. 40 Nachdem die beiden das Gefängnis verlassen hatten, gingen sie jedoch zum Haus von Lỵdia.+ Und als sie die Brüder sahen, machten sie ihnen Mut+ und gingen weg.

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